Wie viel Hitze verträgt ein Pferd eigentlich?

Die Komfortzone eines Pferdes liegt bei nur etwa 5 bis 10 Grad. Ab 20–25 Grad beginnt die Belastung, und bei 28 Grad und mehr – besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit – wird es kritisch. Pferde überhitzen drei- bis zehnmal schneller als Menschen. Bereits nach kurzer Anstrengung bei schwülem Wetter können die Körpertemperaturen rasch in gefährliche Bereiche steigen. Ab 41 Grad wird es lebensbedrohlich, da dann Eiweiße im Körper zu zerfallen drohen. 

Die größten Gefahren im Sommer

An heißen Tagen drohen vor allem Hitzschlag, starke Dehydrierung und Sonnenbrand. Ein Pferd kann bis zu 30 Liter Schweiß pro Stunde verlieren – ein enormer Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten. Besonders gefährdet sind alte Pferde, junge Fohlen und Tiere mit Vorerkrankungen. 

Wichtige Alarmzeichen, bei denen Sie sofort handeln sollten: Stark erhöhte Atemfrequenz, eine Körpertemperatur über 38,7 Grad, blasse oder graue Schleimhäute, hängender Kopf, matter Blick oder Taumeln. Ein einfacher Test auf Dehydrierung ist der Hautfaltentest am Hals: Bleibt die Falte lange stehen, braucht das Pferd dringend Flüssigkeit. 

So kühlen Sie Ihr Pferd bei Hitze effektiv ab

Der wichtigste Schutz ist ausreichend Schatten. Bei Temperaturen über 30 Grad ist es oft sinnvoller, die Pferde tagsüber in einen gut belüfteten Stall oder Unterstand zu stellen und erst abends auf die Weide zu lassen. 

Besonders entscheidend ist die Wasseraufnahme. Bei Hitze benötigen Pferde oft 60 bis 80 Liter pro Tag. Achten Sie dabei nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität des Wassers. 

Wichtiger Hinweis zur Tränke: Herkömmliche Mörtelkübel sind als Pferdetränke nicht geeignet. Sie sind oft nicht lebensmittelecht und können bei Wärme gesundheitsschädliche Weichmacher ins Wasser abgeben. Mehr dazu lesen Sie im informativen EMIKO-Blogbeitrag: → Mörtelkübel als Pferdetränke: Warum sie nicht geeignet sind 

Eine sehr gute Unterstützung bietet die EMIKO HorseCare EM-X Keramik 35 mm. Einfach in die Tränke gelegt, verbessert sie die Wasserstruktur, macht es frischer und schmackhafter. Viele Pferde trinken dadurch spürbar mehr – genau das, was sie bei großer Hitze brauchen. 

Zusätzlich hilft regelmäßiges Abduschen mit lauwarmem Wasser. Kühlen Sie vor allem Beine, Bauch, Hals und Kruppe. Danach sollte das Pferd im Schatten trocknen. Auch eine sommerliche Frisur (Mähne ausdünnen oder flechten, Schweif kürzen) reduziert Hitzestau unter dem Fell erheblich. 

Darf man Pferde bei Hitze reiten?

Grundsätzlich ja – aber nur zu den richtigen Zeiten. Die pralle Mittagshitze sollten Sie unbedingt meiden. Die besten Trainingszeiten sind die frühen Morgenstunden und der späte Abend. Halten Sie die Einheiten kurz, machen Sie ausreichend Pausen im Schatten und kühlen Sie Ihr Pferd danach gründlich ab. 

Stallhygiene und weitere wichtige Sommertipps

Ein gut belüfteter Stall ist im Sommer Gold wert. Stickige, warme Luft und hohe Ammoniakbelastung belasten die Atemwege der Pferde zusätzlich. 

Hier hat sich die regelmäßige Vernebelung mit EMIKO StallVital bewährt. Das Produkt auf Basis Effektiver Mikroorganismen verbessert das Stallklima nachhaltig: Es reduziert unangenehme Gerüche, senkt die Fliegenbelastung, verbessert die Luftqualität und sorgt für ein insgesamt angenehmeres Milieu – besonders wertvoll bei anhaltender Hitze. 

Weitere wichtige Punkte sind ein guter Sonnenschutz für helle Pferde, eine solide Parasitenprophylaxe gegen Zecken und Fliegen sowie bei Bedarf die gezielte Gabe von Elektrolyten (nach Absprache mit dem Tierarzt). 

Fazit

Mit der richtigen Kombination aus Schatten, hochwertigem Wasser (unterstützt durch EM-X Keramik), kluger Trainingsgestaltung und einem guten Stallklima (mit StallVital) können Sie Ihrem Pferd auch im Hochsommer ein hohes Maß an Wohlbefinden bieten. 

Frühzeitige Vorbereitung lohnt sich: Lesen Sie den Blogbeitrag zu den Mörtelkübeln und stellen Sie rechtzeitig auf sichere Tränken um. So bleibt der Sommer für Sie und Ihr Pferd entspannt und gesund. 

Haben Sie eigene Erfahrungen oder Fragen zum Thema? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail oder kontaktieren unser Beratungsteam. 

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch. Bei Anzeichen von Hitzschlag oder Dehydrierung kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Tierarzt.