Der Weiher braucht Hilfe

Der Burgweiher in Buschhoven ist ein geschätzter Ort im Dorf – aber er leidet. Auf dem Grund des etwa zwei Meter tiefen Gewässers hat sich über die Jahre eine Fäulnisschicht aus abgestorbenen Pflanzen und Laub gebildet. Hinzu kommen Brotstücke und Lebensmittelreste, mit denen die Enten regelmäßig gefüttert werden. Das alles belastet das ökologische Gleichgewicht des Weihers spürbar.

Die Idee, etwas dagegen zu tun, hatte der Buschhovener Landwirt Günter Schlößer – und brachte damit einen wunderbaren Stein ins Rollen. Sein Kontakt zu Georg Schneider und Weiherwartin Evelyn Schnabel vom HVV sowie die Verbindung zu uns über seine Tochter Lena Grohmann, die bei EMIKO tätig ist, legte den Grundstein für ein echtes Gemeinschaftsprojekt.

Die Mikroben erwachen – ein Puppenspiel als Auftakt

Den Anfang machte am 14. April ein Puppenspiel in der Kita: Die Kinder erspielten sich die Wunderwelt der Mikroorganismen – und erfuhren auf kindgerechte Weise, wie winzig kleine Helfer Großes bewirken können. Unser EMIKO-Berater Ralf Esser hatte ihnen erklärt: Die Mikroben seien wie schlafende Stoffpuppen, die aufwachen und den Weiher wieder zum Leben erwecken.

Matschen für den guten Zweck

Zwei Tage später, am 16. April, wurde es handfest: Kinder und Erzieherinnen der Kita Sonnenstrahl rollten gemeinsam mit fünf EMIKO-Mitarbeitern und tatkräftiger Unterstützung des HVV rund 1.000 Mudballs – kleine Kugeln aus Lehmerde, Urgesteinsmehl und flüssigen Effektiven Mikroorganismen, etwa so groß wie Tennisbälle. EMIKO hatte Schubkarren und alle Zutaten mitgebracht. Dann hieß es: Kneten, Formen, Trocknen – und jede Menge Spaß dabei.

Die fertigen Bälle ruhten anschließend im Hof von Landwirt Peter Köllen, wo sie in Ruhe fermentieren und trocknen konnten.

Der große Mudball Day – 8. Mai in Buschhoven

Am Freitag, dem 8. Mai war es so weit: der Mudball Day! Waffeln, gute Stimmung und ein ganz besonderer Moment warteten auf alle: Die Kinder stellten sich um 16:30 Uhr rund um den Weiher auf – und auf das Startzeichen der Weiherprinzessin warfen sie gemeinsam alle Mudballs ins Wasser.

Die Bälle sinken zu Boden, zerfallen dort langsam und setzen dabei Effektive Mikroorganismen frei, die direkt im Sediment wirken: Fäulnisprozesse werden gestoppt, organische Substanz wird fäulnisfrei abgebaut, die Schlammschicht reduziert sich – und das Wasser wird nach und nach klarer. Ralf Esser geht davon aus, dass eine einmalige Anwendung ausreicht, um eine spürbare Langzeitwirkung zu erzielen.

Die Kosten von rund 1.000 Euro teilten sich HVV und EMIKO gemeinsam.

Außerdem hatte die Kita einen Malwettbewerb ausgerufen: „Unser schöner Weiher“ war das Thema – und wer gewann, durfte mit dem Schlauchboot auf den Weiher hinausfahren. Ein krönender Abschluss für ein ganz besonderes Projekt.

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