Kotwasser ist ein weit verbreitetes Problem bei Pferden. Mit oder auch ohne Kotabsatz tritt mehr oder weniger stark Flüssigkeit aus dem After aus und läuft an den Hinterbeinen herunter. Das Fell, der Schweif und die Beine verkleben, die Haut kann gereizt werden und bei längerem Auftreten entstehen schnell Wundstellen. Für Pferd und Halter ist das eine unangenehme und pflegeintensive Situation. 

Viele Pferdehalter, Tierärzte und Fütterungsexperten beobachten in den letzten Jahren eine zunehmende Häufigkeit von Kotwasser-Problemen.

Was genau ist Kotwasser und wie entsteht es?

Kotwasser ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom einer gestörten Darmfunktion. Im Dickdarm des Pferdes findet eine intensive mikrobielle Fermentation statt. Das Darmmikrobiom – bestehend aus Billionen von Bakterien, Protozoen und Pilzen – zersetzt Rohfaser und produziert wichtige kurzkettige Fettsäuren. 

Gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus dem Lot (Dysbiose), kann der Dickdarm die Flüssigkeit nicht mehr richtig binden. Mögliche Folge: flüssiger Kotanteil bzw. Kotwasser tritt neben dem normal geformten Kot aus. 

Häufige Faktoren, die das Darmmikrobiom stören können:

  • Plötzliche Futterumstellungen (z. B. Anweiden im Frühjahr, Wechsel von Heu auf Weidegras oder umgekehrt) 
  • Fütterungsfehler (zu große Mahlzeiten, zu hoher Getreideanteil, zu wenig Raufutter) 
  • Futter von schlechter Qualität (z. B. keimbelastetes Heu oder fehlgegorene Silage/Heulage) 
  • Aufnahme von biogenen Aminen (wie Histamin, Cadaverin oder Putrescin) aus fermentierten oder verdorbenen Futtermitteln 
  • Zahnprobleme (ungenügende Zerkleinerung und Einspeichelung) 
  • Stress (Herdendynamik, Stallwechsel, Turniere, zu wenig Bewegung) 
  • Medikamente (z. B. wiederholte Antibiotika- oder Wurmkur-Gaben) 
  • Stoffwechselstörungen, besonders bei älteren Pferden 

Besonders plötzliche Futterumstellungen wie das Anweiden im Frühjahr stellen für viele Pferde eine große Herausforderung dar. Der rasche Wechsel von trockenem Heu auf eiweiß- und zuckerreiches Frischgras kann das Mikrobiom stark durcheinanderbringen. 

Biogene Amine spielen eine wichtige Rolle. Diese Stoffwechselprodukte entstehen bei unsachgemäßer Fermentation oder Verderb von Futtermitteln und müssen in der Leber abgebaut werden. Eine dauerhafte Belastung der Leber kann das Gleichgewicht im Verdauungstrakt zusätzlich erschweren.

 

Fütterung als wichtigste Stellschraube

Da die meisten Fälle von Kotwasser eng mit Fütterung und Management zusammenhängen, sollte hier der Hauptansatzpunkt liegen: 

Grundlagen für eine darmfreundliche Fütterung:

  • Heu in bester Qualität, mind. 1,5–2 kg pro 100 kg Körpergewicht täglich ohne lange Fresspausen (nicht länger als 4 Stunden) 
  • Langsame und schonende Futterumstellungen (besonders beim Anweiden) 
  • Getreide möglichst reduzieren – Hafer ist in Maßen meist besser verträglich als andere Getreidearten 
  • Keine oder nur sehr hochwertige, gut fermentierte Heulage 
  • Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe (Aromen, Farbstoffe, Konservierungsstoffe) 
  • Sehr sparsam mit leicht fermentierbaren Snacks (Äpfel, Möhren etc.) 

Eine rohfaserreiche, möglichst naturnahe und stabile Ration unterstützt ein gesundes Darmmilieu und entlastet gleichzeitig die Leber. 

Wie EMIKO HorseCare Produkte unterstützen können

EMIKO HorseCare Ergänzungsfuttermittel wurden mit der bewährten EM-Technologie entwickelt. Sie enthalten fermentierte Kräuter und natürliche Milchsäurebakterien sowie deren positive Stoffwechselprodukte. 

Mögliche Vorteile bei der Fütterung:

  • Unterstützung eines gesunden Milieus im Verdauungstrakt 
  • Zufuhr lebensfähiger Milchsäurebakterien und deren Stoffwechselprodukte 
  • Sinnvolle Ergänzung besonders in Phasen erhöhter Belastung (z. B. beim Anweiden oder Futterumstellungen) 

Viele Pferdehalter setzen auf die Kombination aus EMIKO HorseCare Bokashi und dem flüssigen EMIKO HorseCare Bio Einzelfuttermittel. 

Tipp zur Eingewöhnung: Zu Beginn der Fütterung hat sich bei vielen die zusätzliche Gabe einer hochwertigen Heilerde für 3–4 Wochen bewährt. 

Weitere sinnvolle Maßnahmen 

  • Regelmäßige Zahnkontrollen (1–2x jährlich) 
  • Stressreduktion durch stabile Herdenverhältnisse und ausreichend Bewegung 
  • Ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen 
  • Bei Bedarf Bitterkräuter zur Unterstützung der Verdauungssäfte 

Haut- und Fellpflege bei Kotwasser

Bis sich die Verdauung stabilisiert hat, helfen folgende Pflegetipps: 

  1. Bereich mit verdünnter EMIKO HorseCare Fellkur-Lösung (ca. 1:20) einsprühen und ca. 10 Minuten einwirken lassen. 
  2. Mit lauwarmem Wasser und pH-hautneutraler Seife sanft waschen.
  3. Gründlich abspülen, erneut mit Fellkur-Lösung einsprühen und trocknen lassen.
  4. Bei gereizten Stellen die EMIKO HorseCare Spezial PflegeCreme punktuell auftragen. 

Fazit

Kotwasser entsteht meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, wobei das Darmmikrobiom eine zentrale Rolle spielt. Besonders plötzliche Futterumstellungen wie das Anweiden, Futter von schlechter Qualität und biogene Amine können das empfindliche Gleichgewicht stören. Eine konsequente Optimierung von Fütterung, Haltung und Management ist der wichtigste Schritt. Hochwertige Ergänzungsfuttermittel wie die EMIKO HorseCare Produkte können dabei sinnvoll unterstützen. 

Bei anhaltenden Problemen empfiehlt sich die Abklärung durch einen Tierarzt oder erfahrenen Pferdefütterungsberater.