Die Chance auch für arme Länder sofort erkannt

1997 hörte Peter Winkler zum ersten Mal von EM. Sein Freund Reinhard Mau begeisterte ihn für die kleinen Mikroorganismen. Mittels fruchtbarer Böden gesunde Pflanzen mit hohen Erträgen zu erhalten und somit für mehr Wohlstand auch in armen Regionen der Welt sorgen zu können, ließ Peter Winkler nicht mehr los. Damals wusste er noch nicht, dass er mit seinem „caffè Casolo“ eines Tages zum Initiator eines wunderbaren EM-Projektes wird.

Vier Jahre später besuchte er auf einer Indienreise einen alten Freund aus Deutschland, der dort eine Farm leitet. Peter Winkler erzählte ihm von den Möglichkeiten mit EM. Beim nächsten Deutschlandaufenthalt eignete sich dieser alle Grundlagen über den Einsatz effektiver Mikroorganismen im Pflanzenbau an. Zurück in Indien wurde das Wissen angewandt, getüftelt, ausprobiert und die Erfahrungen auch an umliegende Farmer weitergegeben.

Die Idee für Bio EM-Kaffee war geboren

Wiederum drei Jahre später besuchte Peter Winkler seinen Freund in Indien erneut. Dieser zeigte ihm seine gesunden Pflanzen und berichtete von seinen Erfolgen mit EM. „Wir standen grad mitten in seinen Kaffeesträuchern, als mir die Idee kam, diesen besonderen Kaffee nach Deutschland zu importieren“, erinnert sich Peter Winkler.

2005 dann stand der erste Container aus Indien auf dem Dützhof, gefüllt mit Säcken Rohkaffee und Röst-Equipment. Zuvor hatte Peter Winkler der EMIKO von seinen Plänen erzählt, EM-Kaffee aus Indien zu importieren, was auf begeisterte Unterstützung stieß.

Die Kunst des Kaffeeröstens

Mit Ankunft des ersten Rohkaffees auf dem Dützhof hieß es für Peter Winkler nun lernen: Er fuhr nach Italien und lernte in kleinen Röstereien, die Wert auf das feine Handwerk des Röstens legen, statt „Masse“ zu erzeugen. „Ein halbes Jahr habe ich gebraucht, bis ich meinen ersten wirklich leckeren Kaffee geröstet habe“, erinnert sich Peter Winkler.

Die Geburtsstunde des ersten „EM-Kaffees“ war gekommen. So hieß er dann auch: EM-Kaffee. Doch nur kurz, denn Menschen, die bisher nichts mit EM zu tun hatten, wunderten sich über den Namen. Lächelnd erzählt Winkler: „Die haben mich dann gefragt, wieso denn EM, es sei doch dieses Jahr WM.“

„caffè Casolo“ heißt er jetzt. „Ca“ als Abkürzung für Kaffee, „solo“ für „allein“ oder „nur“. Peter Winkler geht es also nur um Kaffee, nicht mehr und nicht weniger – reinen, puren Kaffee. Das schmeckt man auch.

caffè Casolo ist besonders verträglich

Immer wieder berichten seine Kunden, dass ihnen der Kaffee nicht nur ausgezeichnet schmeckt, sondern dass er auch sehr gut vertragen wird. „Selbst Menschen mit empfindlichem Magen trinken meinen Kaffee, da die Mischungen ganz bewusst weniger Fruchtsäuren enthalten“, berichtet Peter Winkler mit viel Freude. „Dass er so verträglich und aromatisch ist, liegt wohl, wie immer im Leben, an der Summe aller Teile: Das ist der biologische Anbau, die Anwendung von EM, meine schonende Röstung und der hohe Anteil besonders guter Robusta Bohnen. Und bestimmt haben auch das achtsame Mischen und das Verpacken von Hand seinen Anteil“, erzählt er lächelnd.

Wie die Kaffee-Farmer in Indien mit EM arbeiten

Bei der Wärme und der hohen Luftfeuchtigkeit in Indien haben alle Pflanzen mit einem hohen Krankheitsdruck zu kämpfen. Peter Winkler fährt jedes Jahr mindestens einmal nach Indien und spricht mit den Farmern, die seinen Kaffee anbauen. „Ich erzähle den Farmern immer, dass sie mit EM ein gutes Oberflächenmanagement hinbekommen, was sofort sichtbar wird. Schnelle Erfolge sind wichtig, damit die Farmer am Ball bleiben und erstmal Vertrauen in EM bekommen“, weiß Peter Winkler. Mit „Oberflächenmanagement“ meint er nicht nur die Pflanzen, die regelmäßig mit effektiven Mikroorganismen eingesprüht werden, sondern auch die Maschinen und Anlagen, die durch EM sauber bleiben und für eine gute Kaffeequalität sorgen.

Farmer, die schon länger mit EM arbeiten, nutzen die kleinen Helfer im gesamten Betrieb. Die Reste der Kaffeebereitung, der sogenannte Trester, werden bokashiert und stehen den Pflanzen als wertvoller Dünger wieder zur Verfügung.
Während des sogenannten „Coffee-Processing“ wird Wasser benötigt. Am Ende enthält dieses Wasser viel organisches Material. Bisher war dieses Wasser für den Betrieb nicht mehr nutzbar, wurde in Sickergruben geleitet und belastete die Umwelt. Dieses Wasser wird mit EM nun wiederaufbereitet und kann zurückgeführt werden in den Kreislauf der Farm.

Es geht um „echte“ Lebensmittel – nicht mehr und nicht weniger

Wie er es mit dem Kaffee hält, so trifft es auch auf alle anderen Artikel zu, die Peter Winkler inzwischen zu seinem Sortiment zählt. Er wählt sorgsam aus, entscheidet sich nur für beste Bio-Qualitäten landwirtschaftlicher Güter, die von Menschen erzeugt werden, die er kennt, mit denen er Beziehungen eingeht und aufbaut und die er direkt für ihre Erzeugnisse bezahlt. „Im Großen und Ganzen wird es mir immer darum gehen, richtig gute Lebensmittel, von guten Menschen, für gute Menschen zu handeln oder selbst zu produzieren,“ so Peter Winkler.
Zu seinem Portfolio an Lebensmitteln, die mit EM erzeugt werden, gehört seit 2014 auch grüner und schwarzer Bio EM-Tee aus Nepal.

Weiter erklärt er: „Niemand sonst, als der Farmer selbst, verdient an den Erzeugnissen, bis sie hier bei uns sind. Das heißt die Einsparungen ohne den Zwischenhandel, gehen von Anfang an, als höherer Angebots- oder Abnahmepreis, auf das Konto der Farmer und ihrer Familien. Feste Abnahmeabsprachen fürs nächste Jahr schaffen auf beiden Seiten Vertrauen und Sicherheit. Mehr Fair und Direkt geht wohl kaum.“

  • Weiße Tasse mit Kaffee

    Caffè Casolo Klassik

    Caffè Casolo ist ein Bio-Kaffee aus traditionell handwerklicher Langzeitröstung. Das macht ihn nicht nur besonders lecker, sondern auch bekömmlich. Die Bohnen stammen aus Süd-Indien von ökologisch arbeitenden Landwirten, die mit EM arbeiten und nachhaltig die reiche Vegetation schützen, in der auch ihre Kaffeepflanzen heranwachsen.

    Zum Caffè Casolo Klassik
  • Tee

    Bio EM-Tee

    Der Bio EM-Tee aus zertifiziertem EM-Bioanbau in Nepal wird bei gleichen Klima- und Bodenbedingungen in einem Nebental des bekannten Tee-Gebietes „Darjeeling“ angebaut, handgepflückt und getrocknet. Er zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Koffeingehalt von nur 2,2-3 % aus und ist daher auch für koffein-empfindliche Menschen überaus bekömmlich.

    Zum Bio EM-Tee
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