In kleinen Feldern zu je 30 x 30 cm werden im Quadratbeet Gemüse, Salat, Kräuter, Erdbeeren und Co. angebaut. Die Idee dahinter: In jedem Quadrat reift nur so viel, wie tatsächlich gegessen werden kann. Der klassische und arbeitsintensive Reihengarten, in dem 10 Salatköpfe gleichzeitig reif sind, hat ausgedient. Die EM-Gartenprodukte passen hervorragend in das Konzept des „Square Foot Gardening“, sichern Ertrag und Qualität der Ernte.

Zu groß sind die traditionellen Reihengärten, in denen zu viel angebaut und zeitgleich reif wird, beobachtete der Bauingenieur und Erfinder des „Square Foot Gardening“ Mel Bartholomew. Zudem machen sie eine Menge Arbeit und durch die Reihensaat wird jede Menge Platz, Wasser und Dünger verschwendet.
Die Lösung: Beete von 100 x 100 cm, die durch ein Raster aus ca. 3cm breiten Leisten in 9 gleiche Quadrate zu 30 x 30 cm aufgeteilt werden.*

30 cm, das entspricht dem alten Längenmaß „Fuß“. Die Fläche von 30 x 30 cm ist also ein „Quadratfuß“. Da sich „Quadratfußgärtnern“ als Übersetzung des englischen „Square Foot Gardening“ nicht so schön anhört, wird hierzulande häufig von „Gärtnern im Quadrat“ oder „Quadratgärtnern“ gesprochen.

Das System der Quadratbeete

Die quadratischen Beete werden im Garten so angelegt, dass sie sonnig stehen, von allen Seiten begehbar sind und möglichst nah an der Küche oder Haustür liegen. So hat man die Pflanzen täglich im Blick und vergisst nicht zu ernten, gießen oder nachzupflanzen. Die Beetabgrenzung kann zum Beispiel aus Brettern, alten Dachziegeln oder Pflastersteinen bestehen.
Die Beete können in der Breite auch um weitere Quadrate ergänzt werden. Wichtig ist nur, dass man weiterhin ohne große Anstrengung über die Beete reichen, und alle nötigen Arbeiten in den Quadraten erledigen kann.

Geht man bei der Anlage seines Quadratbeetes ganz streng nach den Vorgaben von Mel Bartholomew vor, sind die Beete nur etwa 15 cm hoch. Sie werden nicht mit Erde sondern zu gleichen Gewichtsanteilen mit einer Mischung aus Kompost, Torf und Vermiculit gefüllt.

In ein Quadrat werden – je nach Größe und Platzbedarf für eine optimale Entwicklung – genau 1, 4, 9, oder 16 Pflanzen gesetzt. Um es besonders einfach zu machen, werden die Pflanzen in Bartholomews Quadratbeeten nach den bekannten Kleidergrößen von S für kleine bis XL für besonders große Pflanzen eingeteilt. Demnach werden zum Beispiel 16 Karotten (S), 9 Spinatpflanzen (M), 4 Kohlrabi (L) oder 1 Brokkoli (XL) in ein Quadrat gepflanzt/ausgesät.
Ist ein Quadrat abgeerntet, wird es sofort wieder neu bepflanzt/besät. So sind in einem Jahr durchaus drei Ernten pro Quadrat möglich.
Angelegt werden so viele Beete wie Gemüse im Haushalt verzehrt wird. Auch hierfür liefert Bartholomew Rechenbeispiele.

Alternative Beethöhe und Füllung

Wer sein Beet rückenschonend anlegen möchte, baut ein Hochbeet mit einer angenehmen Arbeitshöhe von ca. 80 cm. In dem Beitrag „Das Hochbeet Projekt“ haben wir über den Bau eines solchen Hochbeetes berichtet.
Möglich ist ebenfalls, das Beet auf Stelzen zu setzen oder einen alten Tisch zu verwenden.

Auch die Füllung des Beetes kann variiert werden. Bartholomew sieht den besonderen Vorteil seiner Mischung darin, dass keine bodenverbessernden Maßnahmen mehr vorgenommen werden müssen.
Die Verwendung von Torf sollte aus Umweltschutzgesichtspunkten jedoch hinterfragt werden. Die Füllung mit Erde und (EM-)Kompost oder Bokashi ist daher eine sehr gute Alternative.

EM im Quadratbeet – die Füllung

EM-Kompost bildet im Quadratbeet die Grundlage für die Nährstoffversorgung der Pflanzen und eine krümelige, humose Bodenstruktur. Die Vorteile von EM-Kompost und wie er hergestellt wird, lesen Sie im Beitrag „EM für den Kompost“.
Neu angelegte Beete werden zu 1/3 mit fertigem EM-Kompost und 2/3 mit Mutterboden gefüllt. Wer noch keinen EM-Kompost hat oder keinen Kompost anlegen möchte, mischt pro Kubikmeter Erde einen Beutel EMIKO® Bokashi ein, gießt mit EMIKO® Garten und Bodenaktivator an und lässt das Beet möglichst abgedeckt 14 Tage ruhen, bevor bepflanzt wird. Ideal eignet sich das Bokashi Schwarzerde. Die enthaltene feinporige Pflanzenkohle bietet nicht nur den effektiven Mikroorganismen optimalen Lebensraum, sondern speichert auch Nährstoffe und Wasser.
Zur Verbesserung des gesamten Lebensraumes für Mikroorganismen, Kleinstlebewesen und Pflanzen wird oberflächlich EM Super Cera C® Pulver oder Granulat eingearbeitet.

Das Substrat von Mel Bartholomew besteht zu 1/3 aus Vermiculit bzw. Perlit. Beides sind natürliche Stoffe, die das Wasser- und Nährstoffhaltevermögen erhöhen, das Substrat auflockern und somit für eine gute Belüftung sorgen. Für schwere Böden ist die Zugabe durchaus sinnvoll und kommt auch den EMs als Lebensraum zugute.

Quadratbeete mit effektiven Mikroorganismen bewirtschaften

Ist ein Quadrat abgeerntet, werden die Wurzeln entfernt, eine Handschaufel voll EM-Kompost ergänzt und neu gepflanzt/gesät. Nach dem Pflanzen und in der Folge alle 14 Tage wird mit EMIKO® Garten- und Bodenaktivator gegossen um noch nicht pflanzenverfügbaren Nährstoffe aus dem Kompost zu mineralisieren.

Wer keinen Kompost hat, ergänzt lediglich eine Schaufel Mutterboden und versorgt seine Pflanzen regelmäßig mit EMIKO® MikroDünger.

Tipp: Stetig an frischen Kompost zu kommen, ist nicht leicht, zumal der fertige Kompost immer unten im Haufen/Silo liegt. Das Silo müsste also stets geöffnet werden, wenn ein Quadrat neu bepflanzt wird. Die Lösung kann eine kleine abgedeckte Extra-Miete sein, an der man sich jederzeit bedienen kann. Sie wird im Herbst aus nicht benötigter und fertiger Komposterde angelegt.

Nach der Ernte im Herbst oder im zeitigen Frühjahr wird das gesamte Quadratbeet mit EM-Kompost oder Bokashi versorgt um Nährstoffreserven aufzufüllen. Jährlich werden auch EM Super Cera C® Pulver oder Granulat eingearbeitet.

Fazit:

„Square Foot Gardening“ nach Mel Bartholomew ist eine hervorragende Methode im eigenen Garten oder sogar auf dem Balkon Gemüse anzubauen. Der Erfolg des Quadratgärtnerns liegt dabei eher in der Aufteilung des Beetes in kleine Quadrate und der Anleitung wie viele Pflanzen in ein Quadrat gesät/gepflanzt werden, als am Substrat, in dem die Pflanzen wachsen. Mit EM-Produkten und EM-Kompost wird der Boden schön krümelig, kann sehr gut Wasser speichern und liefert ausreichend Nährstoffe für bis zu drei Ernten pro Quadrat und Saison.

 

*Bis vor einigen Jahren empfahl Mel Bartholomew die Beete mit 16 Quadraten, also ca. 130 x 130 cm anzulegen, was noch immer praktiziert wird und nach Belieben, Standort und Köpergröße entschieden werden sollte.

Buchtipp:

Beete im Quadrat – Mühelos gärtnern mit hohem Ertrag von Mel Bartholomew
Verlag: Stocker, ISBN-10:3702013946, ISBN-13:9783702013943

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