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Milchkühe mit EM-Technologie auf den Weidegang vorbereiten

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Weil für Milchkühe in den einzelnen Leistungsphasen spezielle Anforderungen an die Ration berücksichtigt werden müssen, sind die Vorbereitung auf die Weide und intensive Begleitung der ersten Weidewochen besonders wichtig. Nur so können gesundheitliche Beeinträchtigungen und Leistungseinbußen verhindert werden und Gras als guter Rationsbestandteil integriert werden. Wir erklären in diesem Beitrag, an welchen Stellen die EM-Technologie in der Fütterung und darüber hinaus eine Rolle spielen kann.

Ausgleichende EM-Technologie bei Futterumstellungen

Praktiker, die in der Winterration EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel für Nutztiere einsetzen, berichten von sehr stabilen Leistungen auch zu Beginn der Weidesaison. Die von positiven Mikroorganismen produzierten Stoffwechselprodukte, die im Laufe der Fermentation mittels EM-Technologie entstehen und in  EMIKO Bio Ergänzungsfuttermittel enthalten sind, können sich stabilisierend auf die Verdauungsvorgänge auswirken. Die enthaltene Milchsäure ist beispielsweise bekannt dafür, Fäulnisprozesse zu verhindern.
Zu den gleichen Ergebnissen kommen Betriebe, die ihre Silagen konsequent mithilfe von EMIKO Silan, dem Silierzusatzstoff auf Basis der EM-Technologie, stabilisieren.

Wie das zu erklären ist? Die Mikroorganismen im gesamten Verdauungstrakt sind auf die bekannte Ration eingestellt. Erst 10 bis 14 Tage nach einer Futterumstellung hat sich wieder eine angepasste Mikroorganismen-Population ausgebildet. Fehlgärungen durch starke Vermehrung unerwünschter Bakterien oder Toxinbildung durch abgestorbene Mikroorganismen sind nach zu schnellen Futterumstellungen daher keine Seltenheit. Kommt es hingegen langsam und fortlaufend zur Anpassung der Mikroorganismen-Population, weil z. B.

  • Fäulnisprozesse durch Milchsäure* bzw. Milchsäurebakterien verhindert werden können,
  • für die Kuh neues Futter durch enthaltene Enzyme* in der Ration bereits beginnend aufgeschlossen werden kann oder
  • Säuren an der falschen Stelle im Verdauungstrakt durch Mineralstoffe* etwas neutralisiert werden können,

bleiben die Verdauungsvorgänge stabiler und das Wohlbefinden erhalten.

EM-Technologie gibt Sicherheit

Die vorangehend positiven Beobachtungen auf Betrieben, die bereits mit original EM-Produkten und der EM-Technologie arbeiten, sollten jedoch keinen Anlass zur schnelleren Weidegewöhnung / Futterumstellung geben. Wir sind uns sicher, die Kombination der schrittweisen und achtsamen Gewöhnung und der Einsatz der EM-Technologie sind ausschlaggebend für die selteneren Probleme zur Zeit der Gras-/Weidegewöhnung.

Schrittweise Weidegewöhnung mit Begleitung durch EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel

Bevor wir zu konkreten Empfehlungen kommen: Auf Betrieben, die in der Winterration bereits ausschließlich EMIKO Silan-aufgewertete Silagen einsetzen, ist eine weitere Zufütterung von EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel für Nutztiere in der Regel nur bei Tieren anzudenken, die bekanntermaßen Probleme mit Futterwechseln haben. Allenfalls bei den frischmelkenden Kühen kann über die tägliche, tierindividuelle Ergänzung bzw. Ergänzung für die gesamte Gruppe nachgedacht werden.

Betriebe, die bisher keine EM-Technologie in der Fütterung einsetzen, sollten ca. drei Wochen vor dem ersten Weidegang / der ersten Grasfütterung mit dem Einmischen von etwa 4 Litern EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel pro Tonne Futter beginnen. Diese Menge wird so lange beibehalten, bis die Kühe nach ca. 4 Wochen an den Weidegang gewöhnt sind. Anschließend kann innerhalb von ca. 7-10 Tagen zur Erhaltungsmenge von 1 Liter pro Tonne zurückgekehrt werden.

WICHTIG: Ist Ihnen der dauerhafte Einsatz der EM-Technologie in der Fütterung wichtig, denken Sie bitte daran, mehr EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel in die Stallration zu mischen, wenn die Tiere Weidegang haben. Nur so kann die Mindestmenge pro Tier und Tag aufgenommen werden.

Stress, kleine Haut- oder Klauenprobleme

Rinderhalter berichten von ausgeglichenen Tieren, deren Stressanfälligkeit vor Beginn der EM-Anwendung im Stall (EMIKO StallReiniger) und vor Integration der EM-Technologie in der Fütterung deutlich höher war. Insbesondere im Winterhalbjahr zeigt sich das deutlich, wenn die Tiere ohne Auslaufflächen in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkter sind.
Veränderungen, wie auch der Beginn der Weidezeit, werden gelassener hingenommen und wirken sich weit weniger auf Stoffwechselprozesse und folglich die Leistungen der Tiere aus.

Dennoch kann es zu Beginn der Weidezeit, insbesondere an den ersten Tagen – Frühlingsgefühlen und Übermut geschuldet – natürlich hier und da zu kleinen Rangeleien, Tritten und Bocksprüngen kommen, die gelegentlich auch ihre Folgen haben. Lesen Sie im Beitrag Original EM zur Klauenpflege bei Wiederkäuern unsere Tipps zur Haut- und Fellpflege.

Fazit

Immer, wenn einzelnen Tieren oder der gesamten Gruppe Veränderungen bevorstehen, hat sich der Einsatz der EM-Technologie mit den verschiedenen Produkten für die Rationsaufwertung und im Stall als Konstante vor, während und nach Umstellungen bewährt. Bei Futterumstellungen, wie zu Beginn der Weidezeit / zu Beginn der Grasfütterung, werden offenbar ausgeglichenere Verdauungsvorgänge erreicht, denn das Wohlbefinden und somit auch die Leistungen der Tiere bleiben weitgehend stabil. Dass die Weidegewöhnung auch mit Unterstützung durch die EM-Technologie sehr behutsam vorgenommen wird, ist selbstverständlich, denn erst die Kombination führt zu o. g. positiven Beobachtungen, die in den Leistungen messbar werden.

*Milchsäure, verschiedene Enzyme und Mineralstoffe zählen neben Vitaminen zu den bekannten Stoffwechselprodukten, die im Laufe fermentativer Prozesse, wie sich auch in der EM-Technologie zur Anwendung kommen, gebildet werden.

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