Dass es ihren Pferden mit EM besser geht, hat die Hufheilpraktikerin und Tierhomöopathin Melany Clahsen schon vor über zehn Jahren festgestellt. Zwei Bücher hat sie bereits über die Pferdehaltung mit effektiven Mikroorganismen geschrieben. Ihre spannenden Vorträge sind nicht nur vollgepackt mit Wissen, sie haben auch höchsten Unterhaltungswert – wer sonst behauptet schon ‚Pferde könne man nicht halten‘?! Warum das so ist, liest man am besten in ihrem Buch „EM Effektive Mikroorganismen® in der Pferdehaltung“. Oder man besucht eben einen ihrer Vorträge, so wie wir…

„Pferde kann man nicht halten“

Mit dieser Behauptung trifft Melany Clahsen den Nagel auf den Kopf. Sie erklärt, dass Pferde, die in freier Wildbahn leben, 40-50 Jahre alt werden und erntet von manchem ihrer Zuhörer erstaunte Blicke. Dagegen liegt die Lebenserwartung von Pferden in menschlicher Haltung nur bei durchschnittlich elf Jahren. Die Ursache für das hohe Alter frei lebender Pferde muss also in der Haltung begründet liegen.

Und genau das zeigt ein Diagramm, das Melany Clahsen aus den Ergebnissen einer Studie erstellt hat. Es zeigt die prozentuale Verteilung, aus welchen Gründen Pferde eingeschläfert oder zum Schlachter gebracht werden: Fast 50% der Pferde werden aufgrund von Problemen mit dem Bewegungsapparat eingeschläfert. Weitere 21% fallen auf Probleme mit den Atmungsorganen und 14% auf unheilbare Krankheiten des Verdauungssystems.

„Freilebende Pferde legen täglich 20-30 Kilometer zurück und fressen etwa 16 Stunden“, erklärt Melany Clahsen. Das alles tun sie an der frischen Luft ohne Kontakt zu ihren Ausscheidungen. Das Futter, was sie über den ganzen Tag in kleinsten Portionen aufnehmen, ist nährstoff- und mikroorganismenreich und sorgt für eine intakte Darmflora.

Kaum ein Pferdehalter kann seinem Pferd diese optimalen Haltungs- und Fütterungsbedingungen bieten. An dieser Stelle kommen für Melany Clahsen daher die effektiven Mikroorganismen ins Spiel, die – so betont sie – aber auch kein Allheilmittel sind. Man kann eben nicht alle negativen Faktoren mit EM beeinflussen.

Nicht das Pferd sondern seine Darmbakterien füttern

Das Pferd und seine Darmbakterien leben in einer perfekten Symbiose. Die Bakterien machen das Futter überhaupt erst verwertbar und produzieren lebenswichtige Stoffe wie Vitamine, Enzyme und Aminosäuren; – vorausgesetzt die Bakterien erhalten das richtige Futter.

Auf ausgelaugten und überdüngten Böden mit einer geschädigten Boden-Mikroflora können keine starken, nährstoffreichen Pflanzen mehr wachsen. Auch die Zahl der unterschiedlichen Pflanzenarten nehmen auf einer solchen Fläche stetig ab. Artenreiche Wiesen sind jedoch die Grundvoraussetzung für gutes Pferdeheu. Die Nährstoffmängel versuchen viele Pferdehalter mit teils synthetischen Zusätzen auszugleichen, die im Stoffwechsel des Pferdes allerdings oft für mehr Schaden als Nutzen sorgen.

Melany Clahsen gibt daher fast täglich effektive Mikroorganismen über das Futter ihrer Pferde. Ob Bokashi oder flüssiges Ergänzungsfutter, entscheidet sie von Pferd zu Pferd individuell. „Die EM-Mikroorganismen ergänzen die ohnehin im Darm lebenden Bakterien. Ich achte zwar sehr genau darauf, dass meine Pferde gutes Heu zur freien Verfügung haben, aber was genau ist schon gut? Eine völlig unbelastete Wiese mit vielen Kräutern, Blumen und verschiedenen Gräsern habe ich für mein Heu leider auch nicht zur Verfügung. Daher gebe ich EM über das Futter und sichere mich und die Pferde ab.“

Ihren Zuhörern empfiehlt sie effektive Mikroorganismen zur Regeneration der Darmflora zu füttern – in jedem Fall nach Wurmkuren oder einer Behandlung mit Antibiotika sowie längeren Schmerzmittelgaben, sofern diese Medikamente nicht vermieden werden konnten. Auch nach Koliken oder bei Tieren im Wachstum hat sie selbst und haben Berufskollegen gute Erfahrungen gemacht.

Fellpflege mit effektiven Mikroorganismen

Im Sommer sprüht Melany Clahsen ihre Pferde mehrmals wöchentlich mit einer verdünnten EM-Lösung ein. Für den Körper der Pferde nimmt sie einen Teil EM und zwei Teile Wasser. Für den Kopf und die Augenpartie verdünnt sie mit fünf Teilen Wasser und nutzt einen getränkten Schwamm oder ein Tuch.

„Bevor ich Mutter wurde, habe ich bei uns in der Vulkaneifel eine Hufheilklinik betrieben. Ich hatte ständig mehrere fremde Pferde zu betreuen. Durch das Einsprühen des Fells und die Gabe von EM über das Futter konnte ich alle Tiere schnell auf ein mikrobielles Niveau holen und hatte zum Beispiel nie Probleme mit Parasiten oder Hautpilz, mit denen Patientenpferde hin und wieder befallen waren“, berichtet sie.

Bei Hautproblemen schwört Melany Clahsen auf ihre selbst hergestellte EM-Hautcreme, die sich insbesondere auch für größere Hautpartien eignet:

EM für Stall, Laufflächen, Reitplatz und Weiden

Auch den gesamten Offenstall, alle Laufflächen und den Reitplatz sprüht Melany Clahsen regelmäßig mit effektiven Mikroorganismen ein. Sie hat festgestellt, dass ihre extra für Pferde mit Hufkrankheiten verlegten Spezial-Bodenbeläge im Offenstall deutlich länger halten als bei Berufskollegen, die denselben Bodenbelag verlegt haben.

Auf dem Reitplatz oder Sand-Auslaufflächen binden die EM Effektive Mikroorganismen® Staub und sorgen auch hier für eine längere Haltbarkeit des verwendeten Materials.

Die Weiden profitieren auf der Ebene des Bodenlebens. Sie sind trittfester, wirklich schädliche Unkräuter sind nur selten zu finden, stattdessen ist der Aufwuchs deutlich reicher an verschiedenen Gräsern und Kräutern.

Keine Probleme mehr mit Fliegen

Ganz besonders positive Erfahrungen hat Melany Clahsen mit effektiven Mikroorganismen zur Vermeidung von Fliegen und Ammoniakgestank gemacht.
„Fliegen ernähren sich von totem oder in Zerfall befindlichem organischem Material. EM stoppt die Fäulnisprozesse und der Gestank verschwindet – mit ihm die Fliegen“, weiß Melany Clahsen. Und das nicht nur im Stall, auch die Pferde werden nicht mehr von Fliegen heimgesucht, weil sie fast neutral riechen.

Dass es in ihrem Stall nicht stinkt, da legt sie besonderen Wert drauf, denn es ist nicht der störende Gestank allein, der durch effektive Mikroorganismen vermieden werden kann: Haut, Hufe und Atemwege werden geschont, Parasiten können sich nicht ausbreiten und Fliegen finden keine Lebensgrundlage.

Fazit:

Effektive Mikroorganismen können die Konsequenzen von Haltungsmängeln mildern und die Pferde stärken, können diese aber keinesfalls ausgleichen. Melany Clahsens Erfahrung nach wirken sie am besten, wenn alle nicht artgerechten Haltungs- und Fütterungsmaßnahmen bestmöglich behoben werden. Sie hält die Kombination von innerlicher und äußerer EM-Anwendung für ideal.
Grundsätzlich sollte man auch in der Pferdehaltung nicht gegen Keime und Parasiten kämpfen, sondern die Abwehr der Pferde stärken; Wurmkuren und Medikamente sollten nach Möglichkeit vermieden werden, weil sie die empfindlichen Darmbakterien stark schädigen.

Buchtipp:
EM Effektive Mikroorganismen® in der Pferdehaltung
von Melany Clahsen

Produkttipp:
Alle EMIKO-Produkte für Pferde finden Sie im EMIKO Shop.

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