Ältere Hunde neigen zu Übergewicht, haben vermehrt Probleme mit Gebiss oder Gelenken und werden allgemein ruhiger. Der Stoffwechsel wird langsamer und der Darm kann träge werden. Die Rationszusammenstellung sollte dem geänderten Bedarf entsprechend angepasst werden. Das übliche Futter in der Menge zu reduzieren genügt nicht. Lesen Sie, was es im Detail zu berücksichtigen gibt, bei welchen Futtermitteln Vorsicht geboten ist und welche Rolle effektive Mikroorganismen bei der Fütterung des alten Hundes spielen können.

Ab wann ein Hund als ‚alt‘ gilt, ist nicht von seinem Alter in Jahren, sondern vielmehr von seiner körperlichen Verfassung abhängig. Hersteller von Futter- oder Pflegeprodukten behaupten gerne, dass Hunde bereits mit sechs bis acht Jahren beginnen zu altern. Fakt ist, dass Hunde, die bereits in jungen Jahren artgerecht ernährt und gehalten wurden, oft erst jenseits des zehnten Geburtstages sichtbare Alterserscheinungen bekommen. Wann und in welchem Ausmaß der Hund beginnt zu altern, ist zudem genetisch bedingt. Darüber hinaus altern große Rassen schneller als kleine Rassen.

Alterserscheinungen beim Hund

Eine typische Alterserscheinung ist die verminderte Aktivität. Alte Hunde werden gemütlicher. Damit einhergehend neigen ältere Hunde eher zu Übergewicht als junge Hunde. Das Alter kann sich ansonsten unterschiedlich bemerkbar machen:

  • Gelenke schmerzen, die Beweglichkeit nimmt ab und die Muskulatur wird weniger
  • weil die Enzymproduktion nachlässt, arbeitet der Darm weniger effektiv. Die Verwertung der Nahrung bereitet dann Probleme; Blähungen, Verstopfung, Durchfall etc. können entstehen
  • Augen und Gehör-, später auch der Geruchssinn werden schlechter
  • der Stoffwechsel wird langsamer, eventuell sinkt die Leistungsfähigkeit von Nieren, Leber und Bauchspeicheldrüse
  • die Anzahl der Geschmacksnerven nimmt ab und die Speichelsekretion lässt nach; der Hund wird eventuell wählerischer in seiner Futterauswahl
  • die Zähne sind abgenutzt, einzelne fehlen vielleicht; Zahnstein und Zahnfleischentzündungen können auftreten
  • das Immunsystem arbeitet nicht mehr so effektiv und die Anfälligkeit für Krankheiten steigt
  • das Fell wird, beginnend am Kopf, langsam grau

Wie sollte die Ration zusammengesetzt sein?

Der alte Hund benötigt täglich weniger Energie, denn er bewegt sich nicht mehr so viel wie ein junger Hund. Das übliche Futter in der Menge einfach zu reduzieren, ist aber keine Lösung. In dem Fall ergäbe sich eine dauerhafte Unterversorgung mit Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Eine genaue Berechnung, dem Gewicht des Tieres entsprechend, macht also Sinn. Ernährungsberater mit einer umfangreichen, fundierten Ausbildung und dem Schwerpunkt BARF findet man zum Beispiel auf der Seite barfberater.de

Eine vielseitig zusammengesetzte Ration verhindert, dass der alte Hund seinen Appetit verliert. Der Napf sollte also nicht jeden Tag dasselbe parat halten. Bei der Rohernährung dürfte das keine Schwierigkeit sein. Hochwertige Nassfutter können z.B. gelegentlich mit Hüttenkäse, Quark, einem Ei oder Thunfisch aufgepeppt werden. Wie man ein gutes Dosenfutter erkennt, hat Barf-Expertin Nadine Wolf in ihrem Blog zusammengetragen.

Der alternde Darm erhält Unterstützung über das PetCare Ergänzungsfuttermittel flüssig. Die lebenden Mikroorganismen ergänzen die im Darm vorhandenen Bakterien und können ein gutes Bakterienmilieu  fördern. Die Darmflora ist nicht nur maßgebend für die Verdauung und für die Aufnahme von Nährstoffen zuständig, sondern auch zuständig für den größten Teil des Immunsystems. Effektive Mikroorganismen können täglich und dauerhaft zugefüttert werden.

Alte Hunde brauchen hochwertiges Eiweiß

Zum Aufbau und zur Erhaltung von Gewebe benötigt der Hundekörper hochwertiges tierisches Eiweiß. Der  langsamere Stoffwechsel führt dazu, dass eine geringere Menge Nahrungseiweiß verwertet und in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden kann. Ein ausreichender Eiweißgehalt ist in der Ration für alte Hunde daher besonders wichtig. Zu wenig Eiweiß kann den Alterungsprozess beschleunigen und das Immunsystem beeinträchtigen.

Dass hohe Eiweißgehalte in der Ration zu Nierenerkrankungen führen, oder eine vorhandene Problematik verschlimmern, ist wissenschaftlich mehrfach widerlegt. Dennoch hält sich diese Befürchtung hartnäckig.
Was zu bedenken ist: Bei einer vorhandenen Nierenerkrankung sind die Blutwerte des Tieres genau zu beobachten. Ein genauer Ernährungsplan vom Profi kann gegebenenfalls eine bedarfsgerechte Eiweißmenge und einen reduzierten Phosphorgehalt berücksichtigen. Auch die gezielte Ergänzung bestimmter Vitamine und Spurenelemente ist in solch einer Ration wichtig.

Welche Futtermittel sind für den alten Hund geeignet, welche nicht?

In freier Natur ändert sich das Nahrungsspektrum einer Tierart nicht mit dem Alter. Daher können prinzipiell alle Futtermittel, die für den jungen Hund geeignet sind, auch dem alten Hund gefüttert werden. Aufgrund der veränderten Bedürfnisse ist lediglich die Zusammenstellung anzupassen bzw. sind manche Futtermittel nur in geringen Mengen zu füttern.

Knochen sind nur noch in Maßen bzw. aufgeteilt in kleinere Mengen geeignet. Der Hund kann sie bei Problemen mit dem Gebiss und durch geringeren Speichelfluss eventuell nicht mehr ausreichend zerkleinern. Verletzungen im Maul und dem weiteren Verdauungskanal sind daher nicht auszuschließen. Hinzu kommt eine trägere Darmtätigkeit, die Verstopfungen begünstigt.
Hühnerhälse können beispielsweise recht bedenkenlos gefüttert werden. Ist das Gebiss zu sehr beeinträchtigt, können auch gewolfte Knochen oder Knochenmehle gefüttert werden, um die enthaltenen Nährstoffe zu ergänzen.

Um den Darm und die Bauchspeicheldrüse nicht unnötig zu belasten, sollten glutenhaltiges Getreide und sehr stärkehaltige Futtermittel gänzlich aus der Ration gestrichen werden.

Futterumstellung beim alten Hund

Sofern derzeit noch ein Trocken- oder Dosenfutter aus dem Supermarkt oder Tierfachgeschäft gefüttert wird, sollte unbedingt überlegt werden, ob eine Umstellung auf die Rohfütterung oder ein hochwertiges Nassfutter machbar ist. Der Gesundheit des Hundes wird es allemal gut tun.

Bedingt durch einen langsameren Stoffwechsel und mangelnde Produktion von Verdauungsenzymen und -säften, kann sich ein alter Hund mit einer Futterumstellung jedoch schon mal schwer tun. Vermehrte Gasbildung, zu dünner oder fester Kot, sowie Erbrechen können vorkommen. Eine langsame Umstellung und Gewöhnung, ggf. das Verschneiden mit dem gewohnten Futter über mindestens 14 Tage sollten daher eingeplant werden. Ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel mit effektiven Mikroorganismen unterstützt den Darm idealerweise bereits 14 Tage vorher, während und weitere zwei bis drei Monate nach der Umstellung.

Parameter, die beim alten Hund kontrolliert werden sollten

Gewicht: Zur Entlastung der Gelenke sollte der Hund kein Übergewicht haben. Dicke Hunde werden noch unbeweglicher als ohnehin durch ihr Alter bedingt.
Die Kontrolle sollte etwa monatlich erfolgen. Das Gewicht wird in kg gemessen und dokumentiert. Kennt man das optimale Gewicht des Hundes nicht, gibt auch die Fettauflage auf den Rippen Aufschluss. Die Rippen sollten leicht ertastbar sein, wenn man mit der Hand am Körper des Hundes entlangfährt. Die Taille sollte von oben sichtbar sein.

Zähne: Das Gebiss sollte regelmäßig auf Zahnstein, entzündetes Zahnfleisch oder gar wackelnde Zähne überprüft werden. Idealerweise kennt der Hund das tägliche Zähneputzen. Die EMIKO Care ZahnCreme neutral eignet sich hierfür sehr gut und verbleibt nach dem Putzen für eine gute Wirksamkeit an den Zahnhälsen. Für eine gute Mikroorganismen-Flora im Maul sollte zwei bis dreimal pro Woche etwas PetCare Ergänzungsfuttermittel flüssig in den Wassernapf gegeben werden. Diese Verdünnung sollte nach spätestens 48 Stunden gewechselt werden; die Menge richtet sich nach dem Gewicht des Hundes. Entzündungen im Maul belasten den gesamten Organismus, insbesondere das Herz und der Rat eines Tierarztes ist schnellstens einzuholen. Er kann das Gebiss unter Vollnarkose komplett reinigen und lose Zähne entfernen.

Krallen: Durch die verminderte Aktivität kann es sein, dass die Krallen zu lang werden. Steht der Hund entspannt, sollten sie den Boden nicht berühren. Ansonsten sollten sie vom Fachmann gekürzt werden. Zu lange Krallen sind unangenehm und schränken die Bewegung ein.

Blutwerte: Bei auffälligen Tieren sollte eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Blutzuckerspiegel, Leber- und Nierenwerte, Schilddrüsenwerte und die Parameter für die Bauchspeicheldrüse können Hinweise auf eine bestehende Erkrankung geben und sind wertvolle Grundlagen für eine Rationsberechnung.

Fazit:

Die Ration für alte Hunde sollte einen niedrigeren Energiebedarf, bei leicht erhöhtem Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, sowie hochwertiges Eiweiß enthalten. Die vom Profi berechnete Barf-Ration kann die Bedürfnisse des alten Hundes ideal abdecken, sorgt für Abwechslung im Napf und kann die Fresslust steigern. Futterumstellungen sind bei alten Hunden sehr behutsam durchzuführen. Wurde bisher Trockenfutter gefüttert, ist eine Umstellung für die weitere Gesundheit des Hundes jedoch empfehlenswert.
Effektive Mikroorganismen unterstützen den langsamer arbeitenden Darm, sind bei einer Futterumstellung hilfreich und werden zur Zahnpflege eingesetzt.

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