Glänzendes Fell und geschmeidige Haut sind beim Pferd vielen inneren und äußeren Faktoren abhängig. Trotzdem werden Hautprobleme häufig isoliert betrachtet. Versuche, das Hautbild zu verbessern, beschränken sich dann in erster Linie auf äußerliche Maßnahmen. Spätestens, wenn Juckreiz, eine geschwächte Hautstruktur sowie mattes und sprödes Fell zum quälenden Alltag geworden sind, ist es an der Zeit, den Ursachen genau auf den Grund zu gehen. Wir schauen uns die Ursachen vieler Hautprobleme genauer an und geben Tipps und Anregungen, welche Rolle effektive Mikroorganismen beim Beheben der Ursachen spielen können. Kortison, Antibiotika, Wurmkuren oder Pilzmittel treten langfristig in den Hintergrund.

Die Ursache von Hautproblemen beim Pferd

Ausschlaggebend für das Auftreten von juckenden Hautproblemen ist in den meisten Fällen eine Störung des mikrobiellen Gleichgewichts auf der Hautoberfläche. Die Störung des Gleichgewichts kann innere, aber auch äußere Faktoren als Ursache haben.

Innere Ursachen sind beispielsweise eine vermehrte Entgiftung über die Haut. Was der Körper loswerden möchte, führt zu einer veränderten Zusammensetzung der Mikroorganismen auf der Haut, die unerwünschte Bakterien natürlicherweise fernhalten würden und auch sonst für stabile und unauffällige Prozesse sorgen.
Dass der Körper viele dieser unerwünschten Stoffe über die Haut entgiftet, ist ein Zeichen dafür, dass Leber und Niere bereits ausgelastet sind. Die vermehrte Entgiftung über die Haut kann zum Beispiel

  • an einer fehlerhaften Zusammenstellung der Ration liegen (Überversorgung, synthetische Vitamine & Spurenelemente, Aromen, Konservierungsmittel, Mangelernährung usw.) oder
  • sich während oder nach der Gabe von Medikamenten entwickeln, denn auch ihre Abbauprodukte müssen entgiftet werden.

Eine Mischform aus inneren und äußeren Einflüssen für juckende Hautprobleme ist zweifelsfrei das Sommerekzem. Betroffene Pferde reagieren allergisch (innerer Einfluss) auf den Speichel der Kriebelmücke (äußerer Einfluss). An den Kontaktstellen entsteht allergisch bedingter Juckreiz. Ist die Haut durch Schubbern und Beißen geschädigt, entstehen sekundär noch Eintrittspforten für unerwünschte Keime.

Zu den rein äußeren Faktoren für Hautprobleme zählen eine ständige Belastung durch hohe Ammoniakgehalte in der Stallluft, der Einsatz von Shampoos mit Silikonen oder synthetische Fellpflegemittel, die das Milieu auf der Haut empfindlich stören.

Was passiert, wenn sich das Hautmilieu ändert?

Ändert sich die Zusammensetzung der Mikroorganismen auf der Haut, ist häufig der pH-Wert die Ursache. Mikroorganismen sind sehr sensibel, was ihre Lebensbedingungen betrifft. Schon bei geringen Verschiebungen haben andere Mikroorganismen plötzlich einen Vermehrungsvorteil. So kommt es, dass sich Keime, Pilze und auch Parasiten auf der Hautoberfläche ausbreiten können.

Staphylococcus aureus ist solch ein Bakterium, das eigentlich zu den harmlosen Hautbewohnern gehört, solange das Hautmilieu intakt ist. Findet er optimale Lebensbedingungen vor und breitet sich aus, kann er zu entzündlichen Hautveränderungen führen und starken Juckreiz verursachen.

Anfälligkeit für Hautprobleme beim Pferd senken

Jeder Pferdehalter hat verschiedene Möglichkeiten, die Voraussetzungen für eine gute Hautgesundheit zu schaffen. Wenn es auch nicht alle zeitgleich sind, so können bereits einzelne Maßnahmen und Verbesserungen das Hautbild beeinflussen. Zu den erstrebenswerten Zuständen gehören:

  • eine optimale, der Rasse, Leistung und Alter angepassten Versorgung mit natürlichen Nähr- und Wirkstoffen sowie Energie
  • ein gesunder Darm, der ein leistungsfähiges Immunsystem bedingt und allergischen Reaktionen sowie überhaupt der Entwicklung von Allergien vorbeugt
  • eine artgerechte Haltung
  • ein intakter Säureschutzmantel der Haut

Im Folgenden gehen wir auch auf die Möglichkeiten ein, in den genannten Bereichen mithilfe von EM Effektive Mikroorganismen® sinnvoll zu unterstützen.

Fütterung für wenig bis keine Hautprobleme

Das Pferd sollte so weit wie möglich mit naturbelassenen, unverarbeiteten Futtermitteln versorgt werden. Sein Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen kann beispielsweise über hochwertige Kräutermischungen ohne weitere Zusätze oder Mineralerden gedeckt werden.

Die Praxis zeigt, dass die Ergänzungsfuttermittel auf Basis der EM®-Technologie EMIKO® HorseCare Bio Ergänzungsfuttermittel flüssig oder das Bokashi eine stabilisierende Konstante vor, während und nach Futterumstellungen oder Behandlungen sein können. Es ist eine kurweise Fütterung über mindestens drei Monate wie auch die dauerhafte Gabe bei sensiblen Pferden möglich. Natürliche Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Enzyme, Aminosäuren und Antioxidantien – allesamt Stoffwechselprodukte, die EM Effektive Mikroorganismen® während der Fermentation produzieren – sind natürlichen Ursprungs, können daher vom Körper und seinen Zellen erkannt werden und ihn bei seinen vielfältigen Stoffwechselaufgaben unterstützen.

Handelsübliche Müslis oder Pellets, spezielle Mineralstoff- oder Vitaminpräparate enthalten hingegen eine Fülle synthetischer, teils mittels Gentechnik hergestellter Zusätze: Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren, Aromen, Öle, Konservierungsstoffe usw. Natürliche und wertvolle Gehalte der einzelnen Rohkomponenten sind durch aufwendige Herstellungsprozesse mit teils hohen Temperaturen meist zerstört.
Das Problem dabei: Synthetische Stoffe werden im Darm oft nicht als schädlich erkannt und in den Organismus aufgenommen. Um jedoch in den Zellen als Baustoff zu dienen, fehlen ihnen die Erkennungsmerkmale, sog. Begleitstoffe. Das heißt, die Zellen erkennen sie nicht und nehmen sie nicht auf. Letztendlich sind sie eine unnötige Belastung für den Stoffwechsel und müssen durch Leber und Niere oder über die Haut entgiftet werden.

Darmgesundheit entscheidet über viele Hautprobleme

Der Darm hat eine wichtige Filterfunktion im Körper. Er entscheidet, welche Stoffe in den Körper gelangen und welche ausgeschieden werden. Ca. 80% des körpereigenen Immunsystems sind hier lokalisiert.
Für die störungsfreie Arbeit des Darms ist eine bestimmte Mischung von vielen Milliarden Mikroorganismen nötig, die für Ab-, Um- und Aufbauprozesse verantwortlich sind. Gestört werden kann dieser Prozess beispielsweise durch: Fehler in der Fütterung (Menge, Abfolge, Auswahl), verdorbene oder giftige Stoffe, zu wenig Bewegung und psychischen oder physischen Stress.

Haltungsbedingungen mit EM® verbessern

Pferde sind in menschlicher Haltung stets einem hohen Druck an krankmachenden Keimen ausgesetzt, weil

  • sie ständig mit ihren eigenen Ausscheidungen in Kontakt kommen und
  • der Lebensraum verhältnismäßig klein ist.

In Bezug auf die Haut geht es in erster Linie um diese, weniger um bauliche Veränderungen für eine bessere Hautgesundheit. Wenngleich auch bauliche Veränderungen (mehr Platz, damit sich z. B. feste Stellen entwickeln, an denen Kot und Urin abgesetzt werden) Entlastung bringen.

Die regelmäßige Anwendung des EMIKO® HorseCare Stallreinigers mindert die Anzahl abbauender, fäulniserregender und krankmachender Keime im Umfeld des Pferdes. Weil Fäulnis verhindert wird, entsteht kaum noch Ammoniak und auch der Parasitendruck kann reduziert werden. Fliegen, die ihre Eier in faulende organische Substanz legen und bei Hautproblemen insbesondere offene Hautstellen anfliegen und für Infektionen sorgen können, treten auch im Sommer deutlich reduziert auf.

Dazu ist auch unser Beitrag EM® gegen Fliegen im Pferdestall interessant.

Mikroorganismen auf der Haut schützen oder schaden

Die Haut dient als Schutz-, Sinnes und Regulationsorgan. Sie übernimmt wichtige Aufgaben bei der Regulation der Körpertemperatur, im Wasser- und Elektrolythaushalt, im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, bei der Aufnahme von Sauerstoff, der Abgabe von Kohlendioxid und hilft Leber und Niere bei der Ausscheidung von Abbauprodukten des Körpers.

Die Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Für uns sichtbar und unmittelbaren Umwelteinflüssen ausgesetzt, ist die äußere Hautschicht, die sog. Epidermis.
In ihren Zellzwischenräumen lebt eine Vielzahl von nützlichen Mikroorganismen. Zusammen mit einem feinen Schutzfilm, der von den Talgdrüsen und Hautzellen gebildet wird und unter anderem aus Fettsäuren, anorganischen Salzen, Proteinen und Immunglobulinen besteht, bilden die Mikroorganismen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut.
In menschlicher Haltung sind die äußeren Einflüsse auf die Haut des Pferdes von einer geringen Varianz und einer Vielzahl negativer Mikroorganismen geprägt, die das Hautmilieu stören und die Haut schädigen können (siehe auch den Punkt zu den Haltungsbedingungen).

Die EM®-Mikroorganismen in EMIKO® HorseCare Fellkur sind auch frei in der Natur überall vorkommende, verschiedene Mikroorganismen, die bei regelmäßiger Anwendung den Erhalt und Wiederaufbau des natürlichen Säureschutzmantels der Haut unterstützen, weil sie negative Keime verdrängen. Bei hartnäckigen Problemen mit der Haut bietet sich die partielle Anwendung der EMIKO® HorseCare Spezial Pflegecreme an. Mit Rügener Heilkreide, die entzündungshemmend wirkt, und den Informationen der EM Effektive Mikroorganismen® über EM-X Gold® kann die Regenerationsfähigkeit der Haut schnell wiederhergestellt werden.

Fazit

Die EMIKO® Produkte für Pferde können in der Fütterung, bei der Fellpflege und der Stall- und Umgebungshygiene eingesetzt werden, um die Ursachen für Hautprobleme begleitend zu beheben. Die Ursachen sind schwerpunktmäßig im Inneren des Pferdes zu suchen, sofern die Ursachen bisher unklar sind. Denn: Maßgeblichen Einfluss auf das Auftreten bzw. das Verhindern von Hautproblemen hat die Darmgesundheit, die vornehmlich durch geeignete Änderungen der Fütterung beeinflusst werden kann.

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