Vor zwei Jahren entdeckte die Familie Bremer das damals zum Verkauf stehende Weingut Herr und stellt sich mit großer Begeisterung dem Abenteuer Weinmachen. Vor allem die drei Töchter, mit Ausbildungen und Erfahrungen in Betriebswirtschaft, Marketing und der gehobenen französischen Gastronomie, wollen das herrschaftliche Anwesen wieder „wachküssen“. Mit dem renommierten Önologen Michael Acker haben sie einen absoluten Weinbau-Profi mit über zehn Jahren EM-Erfahrung in ihr Team geholt. Er hat uns erzählt, wo und wie die effektiven Mikroorganismen auf dem Familienweingut Bremer eingesetzt werden.

Das Weingut befindet sich im Zellertal, dem nordwestlichsten Zipfel des Weinanbaugebiets Pfalz. Die Spitzenlage „Schwarzer Herrgott“ ist mit fast neun Hektar und besonders kalkigem Boden besonders geeignet für den Anbau des Rieslings und soll zu ihrem einstigen Ruhm zurückgeführt werden. Die Namensgebung dieses Standorts reicht vermutlich zurück auf die Niederlassung des irischen Mönchs Philipp, 700 nach Christus – insgesamt also ein geschichtsträchtiges Fleckchen Erde auf dem zukünftig hochqualitative Weine entstehen werden.

„31 Hektar haben wir im Ertrag und alle Rebstöcke, alle Trauben und jeder Quadratmeter Boden haben schon EM gesehen“, erzählt Michael Acker. 2014 ist der erste Jahrgang, den er auf dem Familienweingut Bremer gekeltert hat. Die 2015er Lese steht kurz bevor – um den 20. September wird es losgehen, schätzt Michael Acker.

EM gegen muffigen Geruch im Fasskeller

„Als ich 2013 das erste Mal in den Keller kam, schlug mir sofort der muffige Geruch entgegen“, erinnert sich Michael Acker und beschreibt ihn als unhaltbar für Mitarbeiter und Besucher. „Da unten herrschte ein Zustand, in dem sich auch die Weine nicht gut entwickelt hätten – nichts zum Wohlfühlen.“

Der Keller musste also zunächst gründlich gereinigt werden. Michael Acker entschied sich dafür, EM zunächst pur einzusetzen. Er machte EMa und sprühte alle Wände und den Boden gründlich ein. Nach einer Woche Einwirkzeit wurde alles mit dem Hochdruckreiniger abgewaschen. Diese Prozedur wiederholte er. Nach dem dritten Mal Einsprühen wusch er die Mikroorganismen jedoch nicht mehr ab.

„Das Ergebnis ist absolut überzeugend. Der Keller roch schon nach der ersten Anwendung viel besser und nach vier Wochen nur noch frisch und angenehm. Dass die Mikroorganismen so schnell und gut wirken können, liegt bestimmt auch an den porösen Bruchsteinen der Wände, in denen sie sich gut ansiedeln können“, vermutet Michael Acker.
Heute wird der Keller noch etwa alle drei Monate, jedoch mit einer EM-Wasser-Verdünnung, ausgesprüht.

EM-Kompost zur Düngung der Weinberge

Zur Düngung setzt der Betrieb auf die Fermentation von Mist zu wertvollem EM-Kompost. Michael Acker knüpfte Kontakt zu einem ansässigen Landwirt, der keine Verwendung für seine Mischung aus Rinder-, Pferde- und Hühnermist hatte. „Im Herbst 2014 habe ich 1.000 Liter EMa gemacht und zusammen mit 30.000 Litern Wasser auf dem Misthaufen ausgebracht. Anschließend haben wir ihn abgedeckt“, beschreibt Michael Acker sein Vorgehen.

„Dieses Frühjahr konnten wir herrlichen EM-Kompost in den Weinbergen ausstreuen. Wir haben den Kompost einfach in jeder zweiten Reihe ausgestreut, so profitiert jede Reihe von der einen oder andere Seite.“ Direkt nach dem Ausstreuen wurde der gesamte Boden mit einer EM-Wasser-Verdünnung benetzt, um die weitere Umsetzung des organischen Materials zu beschleunigen.
„Der Misthaufen für nächstes Frühjahr fermentiert bereits“, freut sich Michael Acker.

Zu jeder Spritzung EMa

„Derzeit sind unsere Pflanzen noch nicht so stabil, dass wir auf chemischen Pflanzenschutz verzichten können. Das wird sich bald deutlich positiv verändern“, ist sich Michael Acker sicher, denn er spricht aus langer Erfahrung.

Zu jeder Spritzung ließ er dieses Jahr EMa hinzugeben, um die natürlichen Selbstschutzfunktionen der Pflanzen zu stärken. Pilze beispielsweise, werden so nicht nur chemisch sondern auch biologisch an ihrer Ausbreitung gehindert.

Wahre EM-Reben stehen auf drei Hektar, die vergangenes Jahr neu angelegt wurden. Mit Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier sollen hier künftig die Trauben für einen Sekt nach der Champagnermethode wachsen. Schon vor der Pflanzung wurden die Reben gründlich mit Wasser und EMa gewässert, um ihnen den Start im kargen Boden zu erleichtern.

EM ist nichts für den schnellen Erfolg

Im Ackerbau setzt man zwischen drei und vier Jahre an, bis der Boden soweit stabil ist, dass die Pflanzen deutlich an Vitalität gewinnen und sich der Ertrag entsprechend entwickelt. „So ist das auch im Weinbau“, bestätigt Michael Acker, wobei er auch in diesem Jahr schon leichte Verbesserungen im Weinberg beobachten konnte.

Er weiß, „die Früchte unserer Arbeit mit EM werden wir im wahrsten Sinne des Wortes erst in einigen Jahren ernten. Wenn man mit EM arbeiten möchte, muss man die ersten Jahre etwas ‚mehr geben‘ – sowohl finanziell, als auch, was die Arbeit an sich betrifft.“

Dass sich der EM-Einsatz unterm Strich mit Verzögerung auszahlt, ist für die drei Bremer-Töchter kein Problem. Sie vertrauen der langjährigen Erfahrung des Weinbau-Profis und sind ohnehin mit Feuereifer bei der Sache. „Ich freue mich riesig auf unsere gemeinsame Arbeit in den nächsten Jahren. Die Stimmung und der Enthusiasmus hier sind ansteckend – das kann sich nur positiv auf unsere Weine übertragen und passt super zu EM“, resümiert Michael Acker.

 

…wer es probieren möchte:

WEINGUT BREMER GMBH & CO. KG
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D-67308 Zellertal

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