Kois stellen sehr hohe Anforderungen an die Wasserqualität. Bestimmte Wasserparameter müssen für ihr Wohlbefinden einfach stimmen. Um die schönen Fische beobachten zu können, soll das Wasser gleichzeitig glasklar sein.
Eine leistungsstarke Mikrobiologie ist der Schlüssel zum Erfolg. Effektive Mikroorganismen senken den Ammonium- und Nitritgehalt, klären das Wasser und erhöhen den Sauerstoffgehalt. Sie verdrängen negative Bakterien und stärken die Vitalität der Kois. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihren Koiteich mit EM® pflegen.

Warum effektive Mikroorganismen für klares Teichwasser sorgen, lesen Sie im Beitrag „EM macht trübes Teichwasser klar“.

Negative Keime und Parasiten im Koiteich verdrängen

EM® ist bekannt dafür, dass negative Keime nach dem Dominanzprinzip wirkungsvoll verdrängt werden. Dies kommt dem Wohlbefinden der Kois deutlich zugute. Besonders wichtig ist daher die konsequente EM®-Anwendung bei gleichzeitiger Beobachtung von pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Nitrit- und Nitratgehalt, Kupferwert und Ammonium- und Ammoniak-Wert.
Weichen einzelne oder mehrere Werte ab, muss das Anwendungsintervall verändert werden.

Effektive Mikroorganismen sorgen für gute Wasserwerte, die wiederum die beste Möglichkeit sind, die Tiere vor Parasiten oder Pilzbefall zu schützen. Das in diesem Zusammenhang unter Koihaltern bekannte Salzbad, bei dem einzelne Tiere für kurze Zeit in ein Becken mit salzhaltigem Wasser gesetzt werden, kann mit der EMIKO® Ur-Meersalz Sole durchgeführt werden. Je nach gewünschtem Salzgehalt des Bads ist der Salzgehalt von 31,8 Prozent zu berücksichtigen und die Sole entsprechend zu dosieren.

Anwendung von EM®-Produkten im Koiteich

Die erste Anwendung im Jahr sollte noch vor der ersten Fütterung der Fische im Frühjahr erfolgen. Ab einer Wassertemperatur von 10 Grad können EM®-Produkte mit lebenden Mikroorganismen sehr gut eingesetzt werden. Zwar agieren sie noch etwas träge, doch hat eine frühe Anwendung den Vorteil, dass die positiven Mikroorganismen unmittelbar steuernd auf alle durch Temperaturanstieg in Gang gesetzten biologischen Prozesse im Teich einwirken können.

Erstanwendung im Frühjahr: 1 Liter EMIKO® Bio Teichpflege auf 5 m³ Teichwasser

Weitere Anwendung alle 14 Tage: 1 Liter EMIKO® Bio Teichpflege auf 10 m³ Teichwasser

Insbesondere Koiteiche ohne Pflanzenzone werden die ergänzende mikrobiologische Unterstützung der EMIKO® Bio Teichpflege PLUS benötigen. Die enthaltenen Photosynthesebakterien werden dazu beitragen, hohe Nährstoffgehalte wie Ammonium, Nitrit, organische Säuren und Phosphat abzubauen und den Sauerstoffgehalt im Wasser zu verbessern.

Hinter der Filteranlage oder/und im Bereich von Wasserläufen sollten die großen EM-X® Keramik Pipes oder ein Netz mit kleinen grauen Pipes befestigt werden. In Bereichen mit starker Wasserbewegung installiert, energetisieren sie deutlich mehr als die angegebene Menge Wasser. Entscheidend ist hier die Bewegung des Wassers.

Leistungsstarke Filteranlage von Mikroorganismen besiedelt

In natürlichen Gewässern siedeln sich im Sediment wasserreinigende Mikroorganismen an. Durch ständige Bewegung wird das Wasser von den Mikroorganismen gereinigt. Da in Koiteichen kein Sediment gewünscht ist, muss die Reinigungsarbeit zum großen Teil von einem leistungsfähigen Filter erledigt werden. Dieser sollte eine Grundabsaugung sowie einen Skimmer für Verunreinigungen auf der Wasseroberfläche haben.

Die Schwämme filtern zunächst Schwebstoffe aus dem Wasser. Bei konsequenter EM®-Anwendung werden die Filterschwämme auch von den EM Effektive Mikroorganismen® besiedelt. Die hauptsächliche Reinigungsarbeit, die sich messbar auf alle Wasserparameter auswirkt, wird von den angesiedelten Mikroorganismen erledigt. Sie können die in natürlichen Gewässern im Sediment vorkommenden Mikroorganismen zum Teil ersetzen und halten gleichzeitig die Filter länger sauber.

Pflanzen unterstützen den Nährstoffkreislauf

Wasserpflanzen entziehen dem Wasser Nährstoffe, stellen damit ihr eigenes Wachstum sicher und erzeugen lebenswichtigen Sauerstoff. Zudem bieten Pflanzzonen einen Lebensraum für Mikroorganismen.

Einige Koihalter verzichten auf Pflanzen in ihrem Teich. Der Grund: Kois wühlen gerne, reißen Blätter und Stängel ab und fressen weiches Pflanzenmaterial. Dies führt zu einem erhöhten Schwebstoffaufkommen im Wasser.

Für einen weitgehend natürlichen Nährstoffkreislauf sollte jedoch zumindest eine von den Fischen abgetrennte Pflanzenzone eingerichtet werden. In diesem Bereich fühlen sich auch Kleinstlebewesen wie Rädertierchen oder Wasserflöhe wohl, die als Nahrungsgrundlage für Jungfische dienen.

Den Bau des Koiteichs genau planen

Um optimale Voraussetzungen für eine gute Wasserqualität und Vitalität der Kois zu schaffen, müssen bereits bei der Planung des Teiches die speziellen Bedürfnisse der Kois berücksichtigt werden. Dazu gehören:

  • steile, bis zu senkrecht abfallende Wände, aber auch flache Uferzonen zum Laichen und Sonnen
  • eine Tiefe von mindestens 1,5 m; der Grund muss in den Wintermonaten allen Fischen ausreichend Platz bieten
  • eine ausreichende Größe (für den ersten Koi mindestens 5000 Liter Wasser, für jeden weiteren nochmals 1000 Liter)
  • eventuell Isolierung der Teichwände und des Bodens
  • Teilbeschattung zur natürlichen Regulation der Wassertemperatur

Fazit

EM Effektive Mikroorganismen® halten das Wasser auf natürlich Weise sauber und unterstützen das Wohlbefinden der Kois. Ergänzend zu einer guten Filtertechnik können die flüssigen EMIKO® Bio Teichpflegeprodukte als alleiniges und biologisches Pflegemittel über das ganze Jahr hinweg eingesetzt werden. Wer sich im Klaren darüber ist, dass EM® im biologischen System funktioniert, kann prinzipiell nichts falsch machen und die empfohlenen Aufwandmengen und Behandlungsintervalle ggf. an seine individuellen Teich-Bedingungen anpassen.

image_pdfimage_print