Mineralisch oder organisch düngen?

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mineralisch oder organisch duengen

Pflanzen brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe für ihr Wachstum, einen stabilen Stand und die Fähigkeit, sich selbst vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Im Garten müssen wir für die Versorgung der Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen sorgen. Denn hier verhält es sich anders als zum Beispiel im Wald, der sich über das anfallende organische Material „selbst düngt“, sofern der Mensch nicht eingreift. Aber liegt hier bereits die Antwort auf die Frage, ob im Garten besser organisch oder mineralisch gedüngt werden sollte?

Viele Gartenbesitzer wählen inzwischen intuitiv einen natürlichen und somit organischen Dünger, weil sie sich damit besser fühlen. Dieses Gefühl kann mit Fakten untermauert werden, denn ein mineralischer Dünger

  • ist in der Regel ein künstliches Produkt, das industriell hergestellt wird,
  • kann von den Pflanzen nicht komplett aufgenommen werden (insbesondere Nitrat), sickert in tiefere Bodenschichten und belastet Grundwasser, Flüsse, Seen und Meere,
  • trägt zur Veränderung des globalen Stickstoffkreislaufes bei, denn das Nitrat im Mineraldünger wird aus Luftstickstoff hergestellt, und
  • verbraucht durch die energieaufwändige Herstellung unnötig fossile Brennstoffe.

Dennoch erfreuen sich bekannte mineralische Dünger wie Blaukorn, Bittersalz und Kalkstickstoff neben diversen mineralischen Flüssigdüngern großer Beliebtheit.

Organische Dünger werden von Mikroorganismen aufgeschlossen

Zu den bekanntesten organischen Düngern im Hausgarten zählen Kompost und Mist. Im Fachhandel gibt es neben der beliebten Hornspäne diverse feste und flüssige organische Dünger.
Damit die enthaltenen Nährstoffe aus einem organischen Dünger pflanzenverfügbar werden, müssen sie zunächst von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen im Boden aufgeschlossen werden (lesen Sie hierzu auch unseren beliebten Regenwurm-Beitrag). Mineralische Dünger hingegen lösen sich durch den Kontakt mit Wasser auf bzw. werden als Flüssigdünger gegossen, sickern in den Boden und sind direkt pflanzenverfügbar.

Sind dem organischen Dünger EM® zugesetzt (z. B. bei MikroDünger oder den Bokashis – organisch, pflanzlich oder Schwarzerde), liefert er direkte Unterstützung für die vorhandenen Boden-Mikroorganismen. Dadurch sind die Nährstoffe dieser Dünger etwas schneller pflanzenverfügbar als bei Düngern ohne helfende Mikroorganismen.
Selbst hergestellter EM®-Kompost enthält ebenfalls viele effektive Mikroorganismen und ist ein wertvoller organischer Dünger. Im Beitrag „EM für den Kompost“ lesen Sie über die Vorteile und die Herstellung von EM®-Kompost.

MikroDünger vereint die Vorteile organischer und mineralischer Dünger

Wer eine schnelle Düngewirkung für seine Pflanzen braucht, auf eine langfristige Versorgung aber nicht verzichten möchte, der erhält im Fachhandel Kombinations-Produkte aus organischen und mineralischen Bestandteilen.
Eine rein organische Alternative zu den handelsüblichen Kombinations-Produkten bietet der EMIKO® MikroDünger. Durch

  • schnell verfügbare Nährstoffe für eine direkte Düngewirkung,
  • weitere Nährstoffe, die langsam mineralisiert werden und
  • die enthaltenen original EM®

ist er ein einzigartiger Natur-Dünger mit bodenverbessernden Eigenschaften für jeden Garten. MikroDünger vereint die Vorteile organischer und mineralischer Dünger und „füttert“ und ergänzt gleichzeitig die vorhandenen Mikroorganismen im Boden.

Welche Vor- und Nachteile haben organische bzw. mineralische Dünger?

Organische Dünger haben die Vorteile, dass sie

  • für eine langanhaltende Düngewirkung sorgen,
  • die Bodenfruchtbarkeit verbessern und Humus aufbauen,
  • das Wasserhaltevermögen des Bodens steigern,
  • auch die Bodenorganismen ernähren,
  • neben den Hauptnährstoffen viele Vitamine, Spurenelemente und Wirkstoffe enthalten und
  • besonders pflanzenverträglich sind.

Mögliche Nachteile organischer Dünger sind, dass

  • die Düngewirkung je nach Bodentemperatur sehr langsam oder spät einsetzt und
  • Nährstoffe zu unterschiedlichen Zeiten verfügbar werden können.

Mineralische Dünger haben die Vorteile, dass sie

  • einen akuten Mangel schnell ausgleichen können,
  • gezielt bei bekannten Defiziten eingesetzt werden können (z. B. Magnesiummangel bei Nadelgehölzen),
  • in der Regel einfach in der Ausbringung und Dosierung sind,
  • günstig und
  • lange haltbar sind.

Mögliche Nachteile mineralischer Dünger sind, dass

  • die schnelle Nährstoffverfügbarkeit zu einer Überdüngung führen kann, die Pflanzen und Boden schadet,
  • sie nur eine sehr kurze Wirkungsdauer haben und dann nachgedüngt werden muss,
  • die Versorgung mit Nährstoffen sehr einseitig ist und
  • bei langfristigem Einsatz das Bodenleben verarmt und Humus abgebaut wird.

Nachteile mineralischer Dünger durch EM® mindern

Wer auf die gelegentliche Gabe mineralischer Dünger nicht verzichten möchte, kann deren Nachteile, wie eine mögliche Nährstoffauswaschung oder ein zunehmend verarmtes Bodenleben, durch den regelmäßigen Einsatz effektiver Mikroorganismen ausgleichen.
Stets zu beachten ist jedoch, dass der Ausgleich nur funktionieren kann, wenn ausreichend organische Substanz im Boden ist, die den Mikroorganismen als Futter dient, den Humusaufbau und mit ihm die Nährstoffspeicherung ermöglicht.

Organische Substanz liefern z. B. Kompost, Mist oder Mulche, rein effektive Mikroorgansimen das Produkt EMIKO® Garten- und Bodenaktivator und EM® in Kombination mit organischer Düngung der flüssige EMIKO® MikroDünger oder die schrotartig feuchten Bokashis in den Sorten organisch, pflanzlich oder Schwarzerde.

Fazit – besser organisch düngen

Verwendet man organische Düngemittel, nutzt man nur die Nährstoffe, die ohnehin im Nährstoffkreislauf vorhanden sind. Sie sind also nicht nur besser für die Umwelt, sie sind auch nachhaltiger als mineralische Dünger. Die Kombination aus organischem Dünger und effektiven Mikroorganismen ist die beste Möglichkeit zu düngen, in kürzester Zeit Humus aufzubauen und die Bodenstruktur zu verbessern. Wird dauerhaft organisch gedüngt (Bokashi, EM®-Kompost oder MikroDünger), kommt es allenfalls im Frühjahr zu Nährstoffengpässen, weil der Boden noch kalt ist und die Mikroorganismen nicht schnell genug Nährstoffe aus organischem Material mineralisieren können. Dieser Engpass kann mit MikroDünger jedoch ausgeglichen werden.

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