Kotwasser beim Pferd

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Kotwasser beim Pferd

Die Ursachen für Kotwasser sind vielfältig und reichen von Fehlern in der Fütterung über allergische Reaktionen bis hin zu anhaltendem Stress des Tieres. Wer ein Pferd mit Kotwasser sein eigen nennt, hat in der Regel schon mehrfach den Tierarzt konsultiert, diverse Zusatzfuttermittel ausprobiert, die gegen Kotwasser helfen sollen, und stellt doch fest, dass nichts dauerhaft hilft. Der Stoffwechsel ist gestört, soviel steht fest. Welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können, und welche Rolle die EM®-Technologie spielen kann, lesen Sie in diesem Beitrag.

Vor oder nach dem Äppeln tritt braunes Wasser aus dem After und läuft an den Beinen hinunter. Bei dem einen Pferd mehr, beim anderen weniger. Das Fell und der Schweif verkleben, die Haut ist gereizt, es kann zu offenen Stellen kommen. Ständig muss gewaschen, getrocknet und gecremt werden – für Pferd und Halter eine gleichermaßen unangenehme Situation.

Die Fälle von Kotwasser nehmen in den letzten Jahren zu. Und das, obwohl die Haltungsbedingungen und das Verständnis für die natürlichen Bedürfnisse des Pferdes immer besser werden. Doch das Wissen, wie es richtig wäre, und der tatsächliche Alltag in vielen Ställen klaffen leider noch weit auseinander. So entstehen Bedingungen, die Kotwasser begünstigen.

VIELFÄLTIGE URSACHEN FÜR KOTWASSER

Störungen der Darmflora z. B. durch

Fütterungsfehler

  • zu wenig Mahlzeiten
  • zu große Mahlzeiten
  • nicht bedarfsgerecht zusammengesetzte Rationen
  • Fütterung von Silage/Heulage
  • zu hoher Getreideanteil

Fehler in der Fütterung können langfristig zu einer Übersäuerung des Organismus mit besonders hartnäckigem Kotwasser führen. Ist der Organismus übersäuert, ist der Kampf gegen das Kotwasser prinzipiell nur ein „Nebenkriegsschauplatz“, denn die Übersäuerung geht üblicherweise mit weiteren Symptomen einher. Kann die Übersäuerung durch konsequent richtige Fütterung behoben werden, verschwindet das Kotwasser oft ohne weiteres Zutun.

Medikamentöse Behandlung

  • Antibiotika oder Schmerzmittel
  • vierteljährliche Wurmkuren ohne vorherigen Befallsnachweis

Nicht erkannte / behandelte Darmparasiten

Zahnprobleme

Wird die Nahrung nicht mehr ausreichend zerkaut und eingespeichelt, kann es zu einer langsameren Darmpassage mit Fehlgärungen und Blähungen kommen.

Störungen der Entgiftungsorgane wie

Leber- oder Nierenkrankheiten, die zwar gesondert betrachtet werden können, jedoch oftmals die Folge einer jahrelang fehlerhaften Fütterung sind.

Allergische Reaktionen z. B. auf

  • Inhaltsstoffe in Ergänzungsfuttermitteln wie Aromen, Konservierungsstoffe, ätherische Öle etc. oder
  • biogene Amine, die als Indikator für den Verderb eines Lebens- oder Futtermittels gelten. Sie werden von Mikroorganismen gebildet (das wohl bekannteste biogene Amin ist Histamin) und müssen von der Leber entgiftet werden. Das Füttern nicht einwandfreier Futtermittel ringt der Leber Höchstleistungen ab. Das Organ kann dauerhaft geschädigt werden. Auch Silage enthält oft hohe Gehalte an biogenen Aminen.

Psychische Belastungen

Rangniedere Pferde neigen eher zu Kotwasser als ranghohe Tiere. Häufige Wechsel in der Herde, Turniere, eine nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung, zu wenig Bewegung usw. sind Stress für das Tier. Die Verbindung zwischen Gehirn und Darm funktioniert beim Pferd wie beim Menschen – Stress bleibt dem Darm nicht verborgen und kann zu Symptomen wie Kotwasser führen.

Alle möglichen Ursachen sind mehr oder weniger eng miteinander verwoben und sollten nicht isoliert betrachtet werden.

FÜTTERUNG BEI KOTWASSER

Ungeachtet der genauen Ursache für das Kotwasser – die ohnehin schwer bestimmt werden kann – gilt es, den Darm zu stabilisieren. Das bedeutet:

  • Heu in bester Qualität und zur freien Verfügung – keine Silage/Heulage mehr füttern!
  • Unnötige Zusatzstoffe, wie Aromen, Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Bindemittel sollten aus der Ration gestrichen werden (in vielen Müsli- oder Pelletfuttermitteln enthalten)
  • Bedarfsgerecht füttern mit hochqualitativen Grund- und Einzelfuttermitteln, ggf. angereichert mit speziellen Kräutern und den EMIKO® Ergänzungsfuttermitteln
  • andere Getreide als Hafer weitgehend vermeiden, denn es verschiebt den pH-Wert durch Gärung oder Fäulnisprozesse in den sauren Bereich und somit ändert sich auch die Bakterienflora im Darm
  • Auf weitere leicht verfügbare Kohlenhydrate wie Leckerlis, Brot, Möhren, Äpfel verzichten
  • Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge aus natürlichen Vorkommen ergänzen (spezielle Kräutermischungen, Mineralerden)

Den Darm mithilfe der EM®-Technologie unterstützen

Die EMIKO® Ergänzungsfuttermittel sind Kräuterfermente, die mit der original EM®-Technologie fermentiert wurden und natürliche Milchsäure enthalten.
Für die Herstellung werden hochwertige Biokräuter verwendet, mit weiteren natürlichen Zutaten gemischt und in einem mehrstufigen Verfahren fermentiert. Im Laufe des Fermentationsprozesses bilden sich unter anderem nützliche Stoffwechselprodukte wie Vitamine, Antioxidantien und Milchsäure – Stoffe, die zum einen zur Regeneration der Darmzellen an sich, aber auch im gesamten Organismus in großen Mengen benötigt werden. Sie können den Darm stabilisieren und so die o.g. Maßnahmen sinnvoll ergänzen.

Als Ergänzungsfuttermittel bei Kotwasser eignet sich insbesondere das EMIKO® HorseCare Bokashi bzw. eine Kombination aus dem EMIKO® HorseCare Ergänzungsfuttermittel flüssig und dem Bokashi.
Es hat sich gezeigt, dass das Bokashi besonders weit in den Dickdarm hinein wirkt, wohingegen das flüssige Ergänzungsfuttermittel im vorderen Verdauungstrakt schon aktiv ist.

Zu Beginn der Fütterung von EMIKO® Produkten bringt die begleitende Fütterung einer Heilerde für mind. 4 Wochen besonders gute Erfolge. Heilerden haben eine große Oberfläche, binden Schlacken und Schadstoffe und erleichtern deren Ausscheidung über den Darm.

Weiterhin ist über den Einsatz von Bitterkräutern nachzudenken. Sie können die Produktion von Verdauungssäften anregen, helfen, den pH-Wert im Darm zu regulieren, und schaffen daher gute Voraussetzungen für nützliche Darmbakterien.

Leber und Nieren unterstützen

Bei einer langwierigen Kotwasserproblematik ist ein Leberschaden als Ursache nicht auszuschließen. Doch auch wenn die Leber noch störungsfrei arbeitet, bekommt sie spätestens durch die Optimierung der Fütterung mehr zu tun. Das „reine“ Futter sorgt dafür, dass sich der Stoffwechsel umstellt und der Körper die Möglichkeit bekommt, sich langsam von eingelagerten Giftstoffen zu befreien.

Die Leberfunktion sollte daher z.B. mit Mariendistel-Produkten unterstützt werden. Die enthaltenen Silymarine schützen und stärken die Leber. Damit alle Giftstoffe aus dem Körper gelangen, haben auch die Nieren viel zu tun. Ausleitende Kräuter über die Fütterung oder eine begleitende homöopathische Therapie sind schonende Möglichkeiten, die von vielen Tierheilpraktikern erfolgreich eingesetzt werden.

HALTUNG

Stall und soziales Umfeld prüfen

Ist die Gruppe homogen zusammengesetzt und ist die Rangfolge geklärt? Gibt es einen häufigen Wechsel der Gruppenmitglieder? Ist der Stall luftig, hell und groß genug, trocken und sauber? Verträgt Ihr Pferd sich mit seinen Nachbarn im Stall und auf der Weide?

All diese Fragen sollten Sie sich stellen, wenn ihr Pferd an Kotwasser leidet. Möglicherweise können Sie einige Dinge ändern, die zu einem entspannteren Tagesablauf führen und für mehr Ausgeglichenheit sorgen.

Haut-und Fellpflegetipps bei Kotwasser

Bis das Kotwasser im Griff ist, sind unter Umständen noch viele „Waschgänge“ nötig. Insbesondere in den Wintermonaten bei kalten Temperaturen ist die Reinigung von Fell und Haut unangenehm und aufwändig. Einige Tipps, zur Erleichterung:

  • Vor dem Waschen wird der nasse, zum Teil vielleicht auch bereits angetrocknete Bereich von Po und Beinen großzügig mit einer Wasser-EMIKO® HorseCare Fellkur-Lösung (Verhältnis 20:1) eingesprüht und sollte ca. 10 Minuten einwirken. Die Mikroorganismen beginnen Verkrustungen zu lösen, was die Reinigung erleichtert. Nehmen Sie lauwarmes Wasser; das aktiviert die Mikroorgansimen.
  • Verwenden Sie zum anschließenden Waschen keine scharfen Waschlotionen, sondern pH-hautneutrale Seifen, die EMIKO® Care Seife oder die Wasser-Fellkur-Lösung.
  • Haben Sie Seife verwendet, spülen Sie Haut und Fell anschließend gründlich und sprühen Sie im Anschluss nochmal mit der Wasser-Fellkur-Lösung. Mit einem trockenen Handtuch reiben Sie das Fell und die Haut gründlich trocken. Das verteilt die Mikroorganismen nochmal gründlich und regt die Durchblutung an, was die Regeneration der Haut unterstützt.
  • Offene Hautstellen können punktuell mit der EMIKO® HorseCare Spezial Pflegecreme eingecremt werden.

Fazit:

Jahrelange Fütterungsfehler sind in den meisten Fällen die Ursache von Kotwasser. Obwohl diese zunächst keine augenscheinlichen Probleme verursachten, haben sie sich im Organismus aufgestaut und zum „Symptom Kotwasser“ geführt.
Eine konsequente Umstellung der Fütterung ist daher langfristig die beste und einzig wirksame Therapie bei Kotwasser. Die EMIKO® HorseCare Ergänzungsfuttermittel mit der EM®-Technologie unterstützen in der Umstellungsphase und darüber hinaus.

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