Das flüssige Ergänzungsfutter oder besser Bokashi für Hunde?

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Vor dieser Frage steht fast jeder Hundehalter, der seinem Hund eines mit der EM®-Technologie fermentierten Ergänzungsfuttermittel geben möchte. EMIKO® PetCare Ergänzungsfuttermittel flüssig oder Bokashi? Worin liegen die Unterschiede und wann eignet sich welches Produkt am besten? Dieser Beitrag soll Entscheidungshilfen für die Praxis geben und die Auswahl des richtigen Produktes für den eigenen Hund / die eigenen Hunde erleichtern.

Flüssiges Ergänzungsfutter & Bokashi – die Unterschiede für den Hund

In der Hundefütterung hat sich folgendes Vorgehen in der Praxis sehr etabliert: Das flüssige Ergänzungsfuttermittel (EMIKO® PetCare Bio Ergänzungsfuttermittel flüssig) ist für alle Hunde, die bisher kein EMIKO®-Produkt kennen, das Richtige für den Start und die Gewöhnung. Auch wenn der Hund Verdauungsprobleme hat, wird mit diesem Produkt begonnen.

Nach der Gewöhnung und langsamen Steigerung der Fütterungsmenge über mindestens eine Woche sollte das flüssige Ergänzungsfuttermittel mindestens über einen Gesamtzeitraum von vier Wochen gefüttert werden. Anschließend kann auf das Bokashi (EMIKO® PetCare Bio Bokashi) umgestellt werden, wenn es für die tägliche Fütterungsroutine das einfachere Produkt ist.

Die tägliche Fütterungsmenge beim Hund richtet sich nach seinem Körpergewicht und beträgt bei beiden Produkten 1 TL pro 5 kg Körpergewicht.

Warum der Start mit einem EMIKO®-Produkt bei Hunden in den meisten Fällen besser mit dem flüssigen Ergänzungsfuttermittel gelingt statt mit Bokashi, scheint an dem kurzen Verdauungstrakt des Hundes zu liegen. Bei Pferden mit ihrem langen Verdauungstrakt hat die Praxis gezeigt, dass das Bokashi für den Start besser geeignet ist.
Interessiert Sie auch die EM®-Fütterung beim Pferd, lesen sie den Beitrag „Bokashi oder flüssiges Ergänzungsfutter für Pferde?“.

Die Akzeptanz der sauren EM®-Produkte – bei Hunden ein Problem?

Beide Ergänzungsfuttermittel werden problemlos aufgenommen, wenn sie unter das übliche und beliebte Futter gemischt werden. In der Gewöhnungsphase mag es sein, dass der Hund zunächst interessiert schnüffelt, dann aber wie gewohnt zu fressen beginnt.

Der saure Geschmack ist dem Hund grundsätzlich nicht unangenehm. Wölfe und freilebende Hunde nutzen den Effekt der Fermentation ganz instinktiv: Sie vergraben Fleisch in der Erde, wo es unter Luftabschluss durch Mikroorganismen eine Art Vorverdauung durchmacht. Nach einiger Zeit wird das Fleisch wieder ausgebuddelt und gefressen. Milchsäurebakterien haben für eine Säuerung gesorgt, die das Fleisch gleichzeitig vor dem Verderb geschützt hat.

Bei schlechten Fressern die Ration überprüfen

Frisst ein Hund grundsätzlich schlecht, kann die neue Futterkomponente beide Reaktionen hervorrufen: Das Futter wird plötzlich gut aufgenommen oder es wird als noch weniger attraktiv empfunden.

Dass der Hund schlecht frisst, hat oft etwas mit dem Futter an sich zu tun – mit der Schmackhaftigkeit, der Zusammensetzung oder der Darreichungsform (z. B. ist Trockenfutter nicht so beliebt wie ein gutes Dosenfutter oder eine BARF-Ration).

Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag „Hunde & Katzen barfen – die Vor- und Nachteile“.

  • Lassen Sie sich ggf. von einem erfahrenen Ernährungsberater für Hunde beraten und bedenken Sie, dass es viele Tierärzte gibt, die in dieser Hinsicht kein ausreichendes Wissen haben – ihr Gebiet ist eben die Medizin, nicht in erster Linie auch die Ernährung, die jedoch gesundheitliche Probleme verhindern und beheben kann.
  • Lassen Sie sich nicht von Werbeaussagen von Futtermittelherstellern beeinflussen. Lesen Sie die Zusammensetzung auf der Verpackung und entscheiden Sie dann: Mindestens 70% Fleischanteil, der nicht aus billigen Fleischmehlen bestehen sollte, kein Getreide, keine billige Proteinkomponente wie Soja!
  • Bei diesen Empfehlungen zur Ernährung des Hundes gelten die gleichen Regeln wie auch beim Menschen: frisch, möglichst wenig verarbeitet, abwechslungsreich zusammengesetzt.

Bokashi enthält Getreide. Hunde sollen doch aber kein Getreide fressen?!

Die Grundlage des EMIKO® PetCare Bokashi ist Weizenkleie, der Melasse, bestimmte und definierte Mikroorganismen-Stämme, Joghurt, Kräuter und Wasser zugemischt werden und die dann fermentiert. Während der Fermentation verbrauchen die Mikroorganismen den in der Mischung vorhandenen Zucker, verstoffwechseln auch einen Großteil der Reststärke aus der Weizenkleie, bauen Nährstoffe und Bestandteile um und andere Stoffe auf (z. B. Vitamine, Enzyme, Antioxidantien).

Am Ende der Fermentation steht ein ganz neues Produkt, bei dem die Eigenschaften der initial zugegebenen Zutaten gar nicht mehr einzeln zu beurteilen sind. Die Weizenkleie ist beim Bokashi nur Mittel zum Zweck, den EM®-Mikroorganismen einen Lebensraum und Nahrung während der Fermentation zu geben. Nach der Fermentation sieht man die Struktur der Weizenkleie zwar noch, doch hat sie nicht mehr ihre ursprünglichen Eigenschaften. Alles zusammen ist zu Bokashi geworden – für die Hundeernährung wertvoll und unbedenklich.

Praxistipps zur Fütterung der EM®-Ergänzungsfuttermittel für Hunde

Rohfutter, fertige Rohfutter-Mahlzeiten, Dosenfutter: Sowohl das flüssige Ergänzungsfuttermittel wie auch das Bokashi können gut unter das feuchte Futter gemischt werden und entmischen sich nicht.

Trockenfutter: Das flüssige Ergänzungsfutter wird je nach Art der Futterbrocken recht schnell aufgesogen. Der Napf sollte ggf. erst dann vorgesetzt werden, wenn alle Flüssigkeit aufgenommen ist. Manche Hunde lecken die Flüssigkeit aber auch problemlos auf. Das Bokashi klebt nur wenig am Trockenfutter. Es kann sich also leicht entmischen und bei wählerischen Hunden aussortiert werden.

Beide EMIKO®-Ergänzungsfuttermittel werden immer frisch über die Mahlzeit gegeben. Bekommt der Hund mehrmals täglich Futter, kann die tägliche Menge auf die Mahlzeiten aufgeteilt werden, muss sie aber nicht. Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung bezieht sich auf die täglich zu fütternde Menge.

Wie lange muss ich meinem Hund die EMIKO® Ergänzungsfuttermittel füttern?

Hunden sollten die PetCare Ergänzungsfuttermittel täglich mindestens über einen Zeitraum von vier Wochen gefüttert werden. Erst nach diesem Zeitraum kann entschieden werden, ob das Produkt die gewünschte Veränderung beim Hund herbeigeführt hat, oder es im individuellen Fall nicht die richtige Entscheidung war.

Erst wenn sich der Darm stabilisiert hat, kann der gesamte Stoffwechsel beginnen zu profitieren. Das dauert beim Hund zwischen einer und zwei Wochen, erst danach beginnen die „Aufräumarbeiten“ im Organismus.

Die EMIKO®-Ergänzungsfuttermittel können auch als Kur für jeweils vier Wochen gefüttert werden, wobei dafür fast ausschließlich das flüssige Ergänzungsfuttermittel genommen wird. Bewährt haben sich Kuren in Zeiten des Fellwechsels, bei Futterwechsel, nach Wurmkuren oder während und nach Krankheiten mit Medikamentengabe.

Können Hunde die EMIKO® PetCare-Produkte auch dauerhaft ins Futter bekommen?

Die EMIKO®-Ergänzungsfuttermittel können dauerhaft gefüttert werden und verursachen keinen Gewöhnungseffekt beim Hund. Sie schaffen im Darm bessere Lebensbedingungen für alle guten Mikroorganismen, die manche Hunde nicht aus eigener Kraft erhalten können. Bei ihnen ist das EMIKO®-Produkt eine einfache Möglichkeit der natürlichen Unterstützung.

Bei einer Dauerfütterung kann die tägliche Fütterungsmenge bei den meisten Hunden etwas nach unten korrigiert werden. Wie weit reduziert werden kann, ist jedoch individuell und muss ausprobiert werden.

Fazit

Hunde profitieren ebenso wie alle Lebewesen von den natürlichen, mit der EM®-Technologie fermentierten Produkten, die oral aufgenommen werden. Sie sollten mindestens über einen Zeitraum von vier Wochen über das Futter gegeben werden und können auch dauerhaft ohne Gewöhnungseffekt gefüttert werden. Zu Beginn wird das flüssige Ergänzungsfuttermittel (EMIKO® PetCare Bio Ergänzungsfuttermittel flüssig) gefüttert, nach vier Wochen kann auf das Bokashi (EMIKO® PetCare Bio Bokashi) umgestellt werden. Der saure Geschmack der Produkte für die Hundefütterung wird sehr gut angenommen, weil er auch in natürlichem Futter von Wölfen / freilebenden Hunden vorkommt, und sorgt höchstens bei ohnehin wählerischen Tieren für Ablehnung.

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