EM®-Mobil – Katastrophenhilfe durch EM®-Aktivisten

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Verschiedentlich haben wir in den vergangenen Jahren über die Hilfsleistungen von EM®-Beratern bei den großen Flutkatastrophen in Deutschland berichtet. Besonders erwähnenswert war 2013 die Hilfe unseres Partners EM-Sachsen um EM-Berater Franz Kapser in Zusammenarbeit mit der internationalen Hilfsorganisation „ADRA Deutschland e.V.“ – wir berichteten. Immer dann, wenn sich das Wasser nach der Flut zurückzieht, werden schnell große Mengen EM® benötigt. Damit das gewährleistet ist, machte sich Franz Kapser 2014 für die ADRA ans Werk und entwarf und baute schließlich einen mobilen Anhänger zur Herstellung von EMa. Lesen Sie im Folgenden seinen Bericht:

Erster mobiler Anhänger zur Herstellung von EMa

Bei verschiedenen Hilfsprojekten hatten wir in den letzten Jahren bereits mit der Hilfsorganisation ADRA zu tun, und es entwickelte sich eine sehr gute Zusammenarbeit.
Im Laufe der Jahre hatten wir über 30.000 Liter EMa für verschiedene Projekte geliefert und im Jahr 2013 kamen, bei dem verheerenden Hochwasser in Sachsen-Anhalt, weitere ca. 100.000 Liter hinzu, die wir vor Ort hergestellt haben. Die hervorragenden Ergebnisse werden in einem von der ADRA in Zusammenarbeit mit Pit Mau, dem Geschäftsführer des EM e.V., produzierten Film dokumentiert.

Da es oft sehr schwierig war, zeitnah größere Mengen EMa für die Flutopfer zu liefern, schlugen wir der ADRA vor, eine mobile Anlage zur Herstellung von EMa zu bauen. Nach mehreren Präsentationen von Container- und Anhängerlösungen entschied sich die ADRA im Frühjahr 2015 für folgende Anhängerlösung: ISO-Kofferanhänger mit Diesel-Stromerzeuger, Wasseraufbereitungsanlage, Warmwasseraufbereitung, Heizung, IBC-Faltboxen + Inliner, Kunststoff-IBCs, faltbare 10 l Wasserbehälter und komplettes Zubehör wie Pumpen, Schläuche, Außenstrahler, Batterie, Ladegerät usw.

Der autarke Fermenter

Im Juni bekamen wir dann den Auftrag und machten uns gleich an die Arbeit. Aufgabe war es, einen Anhänger zu bauen, der völlig autark eingesetzt werden kann. Dies stellte uns das ein oder andere Mal schon vor Probleme, aber schließlich war alles gelöst.

Das Ergebnis: Der Anhänger ist durch eine isolierte Trennwand in einen Technikraum und einen Fermenterraum unterteilt. Die Wasseraufbereitungsanlage besteht aus einem Rückspülfilter, mehreren Grob- und Feinfiltern, einer UV-Anlage und zum Schluss einem EM®-Keramikfilter. Strom für Pumpen, Strahler usw. wird von einem 4,5 kW Dieselaggregat erzeugt.
Die Warmwasseraufbereitung zum Auflösen der Melasse kann entweder mit einem
69 kW Diesel – oder mit einem Gasdurchlauferhitzer erfolgen. EMa wird in 1.000 und 500 Liter IBC Faltboxen mit Inlinern (Anmerkung: sich je nach Füllstand ausdehnende Kunststoffsäcke in den Faltboxen) hergestellt. Die Wärme wird mit 12 V Heizplatten gehalten, die in den Faltboxen installiert sind.

In einem Durchgang können in dem mobilen Anhänger 4.500 Liter EMa hergestellt werden. Vor Ort ausgeliefert wird das fertige EMa in IBC‘s oder in 10 Liter-Faltkanistern. Nach der Herstellung von EMa kann Betroffenen weiterhin Strom und sauberes Wasser geliefert werden.

Die Übergabe des fertigen Anhängers fand am 17.12.2015 bei der Geschäftsstelle der ADRA Deutschland in Weiterstadt an Frank Brenda, den „Leiter Programme Soforthilfe“, statt.

Weitere Anpassungen am mobilen Fermenter und Aussicht

Bisher konnte mit dem aktiven Einsatz des „ADRA-Mobils“ leider noch nicht begonnen werden, denn immer wieder mussten kleine Ergänzungen an der Anlage gemacht und Details geändert werden, um den amtlichen Bestimmungen zu entsprechen. Außerdem erarbeitet die ADRA ein Handbuch zur Anwendung des Anhängers, das auf Englisch und Deutsch vorliegen wird, damit auch EM®-unerfahrene Helfer hochwertiges EMa herstellen können.

Die ADRA überlegt nun auch, für erdbebengefährdete Gebiete Container mit EM®-Fermentern bauen zu lassen, um dort im Katastrophenfall schnellstmöglich Hilfe leisten zu können.

Wir bedanken uns für die Mithilfe bei Ben Klepp, Frank Brenda, Hanna Arhin-Sam (ADRA),
der EMIKO® und dem EM e.V Deutschland, ohne die dieses einmalige Projekt nie zustande gekommen wäre!

Unser Dank:

Wir danken herzlich EM-Berater Franz Kapser und seiner Firma EM-Sachsen für das Engagement und dass wir diesen Bericht veröffentlichen dürfen. Weiterhin danken wir dem EM e.V., der diesen Bericht bereits im EM Journal veröffentlichte und uns samt Bildern zur Verfügung stellte.

Franz Kapser gab uns zudem noch folgenden wichtigen Hinweis: EM-Berater oder EM-interessierte Menschen, die die ADRA bei Einsätzen des Anhängers unterstützen wollen, können an einer Schulung zur Nutzung des Anhängers teilnehmen. Anmeldungen werden vom EM e.V. und EM-Sachsen entgegengenommen. Liegen ausreichend Anmeldungen vor, werden die Schulungstermine durch EM-Sachsen, den EM e.V. und im EM Journal bekanntgegeben. Weiterhin hat die ADRA zugesichert, dass der Anhänger, zum Beispiel bei größeren Teichsanierungen, von EM-Beratern genutzt werden kann.

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