Bucht von Tokio wieder sauber durch EM®

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In der Stadt Tokio hat die Natur es schwer, sich zu behaupten. Das bezieht sich auch auf die Flüsse, die die Metropole durchziehen. Ein kurzer Fluss im Herzen Tokios wird seit 10 Jahren kontinuierlich mit EM® behandelt und konnte trotz schwieriger Bedingungen wiederbelebt werden. Sein Wasser fließt in die große Bucht von Tokio und verbessert auch dort stetig die Wasserqualität und die Lebensbedingungen der Meeresbewohner. Zum „Tag des Ozeans“ (08. Juni) möchten wir Ihnen am Beispiel der Bucht von Tokio berichten, was weltweit auch im Meer mit EM® möglich ist. Wir bedanken uns beim EM e.V. für die Informationen und die eindrucksvollen Bilder!

Im Zentrum des alten Tokio – das damals noch „Edo“ hieß – wurde 1603 über einen kleinen Fluss eine Holzbrücke gebaut. Die „Nihon bashi“ (Japan Brücke) gab dem Flüsschen schließlich seinen Namen. Nach einem großen Brand wurde sie 1659 neu, höher und breiter gebaut. Das Gebiet um die Brücke wurde das Verwaltungszentrum des Shogunats und erlangte auch darüber hinaus eine besondere Bedeutung: seitdem wurden alle Entfernungen in Japan vom Zentrum dieser Brücke gemessen. Das Viertel um diese Brücke, das nicht weit vom Kaiserpalast entfernt ist, entwickelte sich zu einem der wichtigsten Geschäftsbezirke der Stadt. Mit einer großen Zeremonie wurde 1911 die neue Steinbrücke eingeweiht, die noch heute besteht.

Der Fluss „Nihonbashi“ ist heute nur noch knapp fünf Kilometer lang. Er fließt mitten durch die Stadt, an den Gärten des Kaiserpalasts vorbei, in den großen Fluss „Sumida“, der in die Bucht von Tokio mündet.

Bis Anfang der 60er Jahre konnte man im Nihonbashi noch angeln und schwimmen. Im Rahmen der umfangreichen Umbauten in der Stadt für die Olympiade 1964 wurde der Nihonbashi mit Betonmauern eingedeicht und eine Stadtautobahn darüber gebaut. So wurden die Anwohner des Nihonbashi-Viertels weitgehend von ihrem Fluss abgeschnitten. Er verkam zu einem biologisch nahezu toten Kanal.

Die nicht nur rituelle Reinigung der Brücke

Seit Jahrzehnten gibt es in Tokio die „Gesellschaft für die Erhaltung der Nihonbashi Brücke.“ Sie setzt sich u. a. für die Renaturierung des Flusses ein und dafür, dass die Autobahnbrücke über dem Fluss wieder abgerissen wird. Jährlich, an einem bestimmten Tag, organisiert sie die Reinigung der Brücke, woran sich viele Geschäfte, Organisationen, Firmen und Anwohner beteiligen. 2006 wurde die Brücke zum ersten Mal nicht mehr mit chemischen Mitteln gereinigt – die ja letztendlich im Fluss landeten und ihn weiter verunreinigten – sondern mit einer EM®-Seife. Das gestiegene Umweltbewusstsein beschränkte sich nunmehr nicht nur auf den Erhalt der Schönheit dieser Brücke, sondern auch auf den Fluss darunter.

Der Kontakt mit der EM®-Bewegung war gemacht. Seitdem treffen sich die Aktivisten nicht nur zum Schrubben der Brücke, es werden auch Dangos (Bokashi Balls) in den Fluss geworfen, die das Sediment abbauen und das Wasser beleben.

10.000 Liter EM® pro Woche

In Zusammenarbeit mit dem EM®-Verein in Japan, der EMRO, Geschäftsleuten und vielen anderen Organisationen und Einzelpersonen wurde 2006 eine Fermentationsanlage für 10.000 l EMa neben einer der Brücken gebaut, die über den Nihonbashi führt. Seither sickern jede Woche 10.000 Liter EM® in den Fluss und werden durch die Bewegungen von Ebbe und Flut verteilt. Über den breiten Sumida gelangen sie schließlich in die Bucht von Tokio.

Gewässer regenerieren durch EM® unheimlich schnell

Prof. Higa selbst hat sich zu den tollen Erfolgen am Nihonbashi geäußert:
„Auf der Basis der Kriterien des Umweltministeriums für öffentliche Gewässer war der Nihonbashi zu Anfang des Jahrtausends mit C klassifiziert worden. Das bedeutet, dass die Wasserqualität kaum ausreichte, um einen Lebensraum für Karpfen und gründelnde Fische zu bieten. Aufgrund dieser Umweltbedingungen gab es so gut wie keinerlei Würmer oder andere niedere Tiere im Sediment; im Sommer bildeten sich Blaualgen, die unangenehme Gerüche entwickelten, tote Fische trieben an der Oberfläche.

Ein Jahr nachdem mit der Einleitung von EMa begonnen worden war, zeigte sich schon eine erhebliche Verbesserung. Der Fluss wurde als Fluss der Kategorie B, an der Grenze zu A, klassifiziert. Aufgrund der Reinigungsmaßnahmen tauchten wieder verschiedene Würmer und andere am Boden lebende Tiere auf; verschiedene Fischarten wurden gesichtet. Im Herbst 2007 konnten schon Gründlinge geangelt werden, und im Frühjahr 2008 kamen wandernde Fische in den Fluss – der Fluss hatte sich wieder in ein opulentes Ökosystem verwandelt.

Schon eineinhalb Jahre nach dem Beginn der Einleitung von EM® wurde der Nihonbashi als Fluss der Kategorie A eingestuft, ist jetzt an der Schwelle zu AA. Auf der Basis der Kategorisierung von Gewässern, die zum Schwimmen geeignet sind, schwanken die Beurteilungen zwischen B und A. Diese Schwankungen hängen mit starken Niederschlägen zusammen. Wenn es aber nicht regnet, erreicht der Nihonbashi die Klasse AA.

Mit anderen Worten: In diesem Zustand können Forellen und Saiblinge im Nihonbashi leben, und die Qualität des Flusses erlaubt die Nutzung des Wassers in Notsituationen (Erdbeben oder große Feuer).“

Die Bedeutung für die Bucht von Tokio

Im Sommer 2015 fasst Prof. Higa die Erfahrungen in Tokio in einem Vortrag zusammen:
„Vor neun Jahren fingen wir an, wöchentlich 10.000 Liter EMa zur Reinigung in den Nihonbashi zu leiten. Dies hat bemerkenswert gut funktioniert und zu einer Wiederbelebung der Stadt Tokio geführt. Im August berichtete ein Film im Fernsehen darüber, wie beliebt die Strände im Bezirk Edogawa (an der Bucht von Tokio) wieder seien. Eine Befragte sagte, dass die Anwohner wieder vergnügt schwimmen und Muscheln sammeln könnten, und dass dieser Ort wieder wie eine „Heimat“ geworden sei.

Eine andere Sendung zeigte im vorigen Jahr, wie sauber der Keihin Kanal (fließt entlang der Bucht) geworden ist, wie die Leute dort Fische angeln, die dann als Snacks auf Ausflugsbooten verkauft werden, und wie fröhlich die Kinder aus nahe gelegenen Wohnkomplexen in einem Gewässer-Park, der auch wieder sauber geworden ist, Tiere in ihrem natürlichen Habitat beobachten können.

Während des schnellen wirtschaftlichen Aufbaus nach dem Krieg entstanden überall ernsthafte ökologische Schäden. Flüsse, Seen und das Meer wurden zunehmend verschmutzt. Flüsse und Seeufer, die dicht besiedelt waren, wurden vergiftete und gefährliche Orte. Auf diese Weise begannen viele Japaner das, was sie „Heimat“ nannten, zu verlieren, und das Bewusstsein dafür verlor sich ebenfalls.

Vor gut 25 Jahren haben wir begonnen, Flüsse mit Hilfe von EM® zu reinigen. Damit halfen wir, im ganzen Land solche Heimat-Orte zurückzugewinnen und neu zu erschaffen. Die meisten Abschnitte der Bucht von Tokio sind heute sauber genug zum Schwimmen und Muscheln sammeln (zum Essen).

Mehr als 400.000 l EMa sind vom Punkt des Eintrags in den Nihonbashi und mehr als 100.000 l von Tateyama (Ort auf der Halbinsel an der Bucht) in die Bucht von Tokio gelangt. Über 100.000 l EMa sind zusätzlich über alle möglichen anderen Flüsse in die Bucht von Tokio gelangt. Diese Aktivitäten werden fortgeführt, so dass das Meer zu den nächsten Olympischen Spielen in Tokio (2020), im Bezug auf Sauberkeit und reichhaltiges Leben, sicherlich erstklassig sein wird.

Als wir angefangen haben, EMa in den Nihonbashi zu geben, habe ich gesagt, dass diese Leistung die Bucht von Tokio in ein reichhaltiges Gewässer umwandeln und zu einem führenden Erholungsgebiet am Meer machen wird. Aber damals hat mir keiner geglaubt.“

Autor: Pit Mau (nach Berichten aus Japan) Der Bericht wurde geringfügig gekürzt. Wir danken dem EM e.V. für die Überlassung des Artikels und der Bilder. Den Original-Bericht können Sie in der Ausgabe 58 des EM Journals lesen.

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