Bäume mit EM® sanieren und pflegen

       Aus der EM-Welt, Garten, Boden & Pflanzen        
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Bäume symbolisieren das Leben, Weisheit und das Reine der Natur. Sie können imposante Erscheinungen sein, den Charme und die Charakteristik eines Ortes ausmachen, und vermitteln uns Ruhe. Aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse geht es den Bäumen vielerorts aber nicht mehr gut. Sie zu fällen ist eine Maßnahme, sie zu sanieren die Bessere – erfolgreich und natürlich mit EM®. Dass es funktioniert, wie das geht und was zu beachten ist, das möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erklären. Wir nehmen den „Tag des Baumes“ (25. April) zum Anlass, um über eine der erfolgversprechendsten EM®-Maßnahmen im Naturschutz zu berichten.

Warum Bäume leiden

Abgase, Chemikalien und andere synthetische Stoffe, die in die Erde gelangen, versiegelte Flächen im Kronenbereich, Wassermangel, niedrige Boden-pH-Werte, zu wenig Bodenleben und zu wenig Nährstoffe sind nur ein kleiner Teil der möglichen Ursachen, warum es so vielen Bäumen schlecht geht. Weil es an Wissen und Geld für eine strategische Sanierung kranker Bäume fehlt, kränkeln die meisten vor sich hin, bis sie schließlich gefällt werden. Nicht selten geht es um alte, imposante Baumriesen, die prägend für ihren Standort und das Umgebungsbild sind.

Auffallend häufig betroffen sind:

  • Bäume an Straßenrändern,
  • Bäume an Rändern intensiv bewirtschafteter Felder,
  • Bäume in Siedlungsstraßen und in bebauten Stadt- und Dorfgebieten.

Bisherige EM®-Projekte zur Baumsanierung – ein Einblick

Seit die EM®-Technologie in Deutschland bekannt wurde, gab und gibt es immer wieder Projekte, in denen EM®-Berater in Eigenregie oder gemeinsam mit Interessierten aus Städten und Gemeinden einzelne Bäume bis zu ganzen Alleen oder Baumgruppen auf öffentlichen Flächen saniert haben. Das EM Journal als Sprachrohr des deutschen EM-Vereins berichtet immer wieder über solch erfolgreiche Baumsanierungen. Drei Beispiele:

Kastanien: 2008 begannen nach Aufruf im EM Journal verschiede Projekte zur Sanierung von Kastanien auf öffentlichen Flächen, die regelmäßig stark durch die Miniermotte geschädigt werden. Die Kastanien wurden und werden über den Boden und die Blätter mit EM® versorgt. Schon im ersten Herbst nach der regelmäßigen Behandlung berichteten die durchführenden Personen, dass die behandelten Kastanien deutlich besser aussahen als unbehandelte Bäume in der Umgebung. Angeregt von den positiven Erfahrungen und Berichten werden die Kastaniensanierungen inzwischen in ganz Deutschland durchgeführt.
Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag zum Kastanienprojekt, das EM®-Berater Hans Gugel durchgeführt hat.

Eichen: Insbesondere in Straßennähe leiden viele Eichen an der dauernden Luft- und Umweltbelastung. In Zusammenarbeit mit EM-Süd, dem zuständigen Bauamt und vielen freiwilligen Helfern wurden 30 Eichen einer Allee in Bayern mit Bokashi-Depots (10 pro Baum) versorgt und mit EMa gegossen. Zur Anlage der Bokashi-Depots wurden auch die Blätter mit EM® besprüht und der Boden gegossen, in der Folge wurden die Bäume noch vier mal mit 1000 l EMa gegossen.

Obstbäume: Eine Streuobstwiese, die nahe des niedersächsischen Ortes Wiefelstede vom Wasserverband zum Gewässerschutz angelegt wurde, kränkelte vor sich hin, Bäume starben ab und fast alle waren sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche war sehr sauer, das Bodenleben sichtbar schlecht (fast keine Regenwürmer). Die Bäume erhielten am Stamm einen „Wundverband“ mit EM®. Im Kronenbereich wurden mit Bokashi Schwarzerde Depots angelegt und die Bäume über drei Jahre mehrmals mit EMa versorgt. Das Projekt unterstützten u. a. der EM e.V., EM®-Berater, Schüler und der Wasserverband.

Sanierung kranker und geschwächter Bäume mit EM®

Einzelne, tiefe Risse und Wunden werden mit einer Baumpaste aus EMIKO® Garten- und Bodenaktivator, EM Super Cera C® Pulver, EMIKO® UrgesteinsMehl und etwas Öl eingestrichen. Die Paste sollte so weit wie möglich in den Riss/die Wunde eingebracht werden. Damit sie besser haftet, hat sich das Beimischen von etwas fertig angerührtem Tapetenkleister (auf reiner Zellulosebasis, ohne chemische Zusätze) bewährt.
Bei noch kleinen Bäumen und insbesondere bei Obstbäumen wird der Stamm komplett mit der Baumpaste eingestrichen.

Mischungsverhältnis für die Baumpaste:

Am Rand des Kronenbereichs werden Bokashi-Depots angelegt. Je nach Größe des Baumes werden die Löcher mit dem Spaten ausgehoben oder mit einem Erdbohrer gebohrt (ca. 30 – 50 cm tief). Kleinere Bäume erhalten alle 50 cm ca. 200 – 250g Bokashi (z. B. Bokashi Schwarzerde), das mit EMIKO® UrgesteinsMehl gemischt wurde (auf einen Beutel Bokashi 1 kg UrgesteinsMehl). Bei größeren Bäumen werden die Löcher jeden Meter gebohrt und entsprechend die doppelte Menge der Bokashi-Urgesteinsmehl-Mischung eingefüllt. Die Löcher werden anschließend wieder mit Erde geschlossen.

Die gesamte Baumscheibe wird nach Anlegen der Depots reichlich mit EMIKO® Garten- und Bodenaktivator und Wasser gegossen: 200 ml + 10 l Wasser pro 10m2; an trockenen Standorten wird die doppelte Menge Wasser genommen.
Das Gießen der gesamten Baumscheibe mit EM® und Wasser wird mindestens viermal im Jahr durchgeführt.

Damit der Boden im Bereich der Baumscheibe künftig ausreichend mit organischem Material versorgt wird, sollte vor dem Gießen mit EM® ein Mulch z. B. aus frischem Rasenschnitt aufgebracht werden, sofern der Bereich um den Baum nicht ohnehin regelmäßig gemulcht wird.

Insbesondere bei Kastanien, zur Stärkung bei Befall mit der Kastanien Miniermotte, sollten auch die Blätter viermal im Jahr mit der EM®-Gießlösung eingesprüht werden. Für alle anderen Bäume, deren Blätter nicht sichtbar mit einem Pilz oder Schädlingen befallen sind, ist diese Maßnahme optional, weil sie auch sehr aufwändig ist.

Weitere Tipps zur Baumsanierung:
Als günstige Alternative zum Garten- und Bodenaktivator kann auch selbst hergestelltes EMa verwendet werden und ist insbesondere von Vorteil, wenn viele Bäume saniert werden sollen.
Sind Teile des Kronenrandes oder der Baumscheibe versiegelt, müssen sich die EM®-Maßnahmen auf die nicht versiegelten Bereiche beschränken. Sofern in die versiegelten Bereiche hinein Bohrungen gemacht werden können, die, anschließend mit Plastikrohren versehen, zumindest eine flüssige EM®-Versorgung ermöglichen, wäre das optimal.

Alle bisher genannten Maßnahmen sollten bei stark geschädigten Bäumen für vier Jahre, bei weniger stark geschädigten Bäumen für zwei Jahre eingeplant werden. Anschließend werden sie wie folgt weiter gepflegt:

Pflege sanierter und gesunder Bäume mit EM®

Bei gesunden Bäumen geht es darum, mögliche Faktoren zu erkennen, die ihre Gesundheit beeinträchtigen können, und gezielte Maßnahmen zu treffen, den Baum zu entlasten (Nährstoffe zuführen, Wasser zuführen, mit EM® das Bodenleben aktivieren und Gifte im Boden abbauen usw.)

Alle Bäume sollten zwei- bis viermal jährlich (je nach Empfindlichkeit und Qualität des Bodens) reichlich mit einer Garten- und Bodenaktivator-Wasser-Mischung gegossen werden.

Darüber hinaus sollten das Bodenleben und die Nährstoffversorgung der Bäume eingeschätzt und ggf. Maßnahmen ergriffen werden.

  • Erhält der Boden im Bereich der Baumscheibe genügend organisches Material durch Mulch und Laub?
    → Nein? Dann alle zwei Jahre Bokashi-Depots anlegen!
  • Wie können Bäume an versiegelten Flächen alternativ mit Nährstoffen (und EM®) versorgt werden?
    → Eine EM®-Gießlösung pro Jahr wird durch EMIKO® MikroDünger mit Wasser ersetzt.
  • Bekommt der Baum ausreichend Wasser?
    → ggf. mit EM-X® Keramik aufgewertetem Wasser gießen

Baumsanierung auf öffentlichen Flächen: über Menschen, Bürokratie und Geld

Auf seinem Grund und Boden kann jeder die eigenen Bäume mit EM®-Produkten sanieren, wie es ihm beliebt. Geht es aber um Bäume auf öffentlichen Flächen, in der Stadt oder Gemeinde, muss die zuständige Behörde oder Institution ihre Zustimmung geben. Nicht selten ist es ein langwieriger Prozess, eine solche Genehmigung zu erhalten, sofern sie überhaupt erteilt wird.

Die EM®-Technologie trifft nicht überall auf offene Ohren – insbesondere, wenn chemische Maßnahmen solchen biologischer Natur vorgezogen werden. Es geht um die Einstellung und Empfehlung eines oder weniger Menschen, die über eine vorgeschlagene EM®-Sanierung entscheiden. Und es geht um Geld: für Produkte und Arbeitsmaterial, für Maschinen, für Menschen, die bei den Sanierungsmaßnahmen helfen.

Eine gute Vorbereitung ist daher die halbe Miete, aber auch eine Menge Arbeit für den- oder diejenigen, die eine Baumsanierung organisieren. Einige hilfreiche Tipps:

  • Sehr gute aber kurze Informationen für den/die Entscheidungsträger über die EM®-Technologie zusammenstellen und beschreiben, welche Maßnahmen im konkreten Fall empfehlenswert sind.
  • Freiwillige Helfer für Sanierungsmaßnahmen suchen; evtl. örtliche Naturschützer, Schulen, rüstige Rentner oder Gartenfreunde ansprechen. Auch die freiwillige Feuerwehr hilft oft gerne bei nötigen Arbeitseinsätzen.
  • Sponsoren suchen, die sich an der Anschaffung von Arbeitsmaterial und EM®-Produkten beteiligen, denn üblicherweise werden vonseiten der Stadt/Gemeinde oder Institutionen zunächst wenig bis keine finanzielle Unterstützung gewährt.
  • Die Presse ansprechen, um die Aktion für Sponsoren und öffentliche Einrichtungen attraktiv(er) zu machen.

Wer Hilfe und Unterstützung bei der Planung und Durchführung einer Sanierung benötigt, setzt sich am besten mit dem EM e.V. in Verbindung. Der Verein unterstützt mit Wissen und vermittelt Kontakte zu „EM®lern“ mit Erfahrung.

Fazit

Die Sanierung von Bäumen mit EM® funktioniert sehr gut und ist auf dem eigenen Grund und Boden problemlos mit den o.g. Maßnahmen durchzuführen. Lediglich auf öffentlichen Flächen ist die Sanierung mit EM® nicht immer einfach. Bürokratische Hindernisse und fehlende finanzielle Mittel stellen oftmals ein Problem dar. Daher möchten wir an dieser Stelle unseren Dank all denjenigen freiwilligen Organisatoren und Helfern aussprechen, die es dennoch möglich machen, Bäume im öffentlichen Raum zu sanieren und zu retten!

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