Aktuelles aus Fukushima

       Aus der EM-Welt        
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EM-Konferenz

Am 8. Oktober 2012 fand in der Präfektur Fukushima in Japan eine EM-Konferenz statt, an der rund 900 Menschen aus Fukushima, benachbarten Städten sowie Besucher aus der ganzen Welt teilnahmen. Auch die EMIKO war vertreten. Im Rahmen der Konferenz referierten unter anderem Wissenschaftler aus Weißrussland zu ihren Forschungen mit EM und dem Abbau radioaktiver Strahlung. Es wurden Wiederaufbau-Projekte nach der großen Flut in Thailand vorgestellt um gemeinsam aktuelle Möglichkeiten für Fukushima zu erörtern.
Im Anschluss an die Konferenz wurden Besuche zu landwirtschaftlichen Betrieben und Versuchsfeldern organisiert. So konnten sich die Teilnehmer ein Bild machen, wie EM in den von Tsunami und Super-GAU geschädigten Gebieten eingesetzt wird.

„Die Landschaft auf dem Weg nach Fukushima ist geprägt durch die für Japan typischen, sehr kleinen Felder. Zum überwiegenden Teil war der Reis gerade abgeerntet. Anfangs unmerklich wurde der Verkehr langsam weniger, während die Präsenz von Polizei und Militär anstieg. Je näher wir in das Katastrophen-Gebiet vordringen desto verlassener wird es. Hier gibt es keine bewirtschafteten Felder mehr, nichts wird angebaut, es gibt nichts zu ernten.
Um die Strahlenbelastung zu verringern wird hier eine „Shaving-Methode“ angewandt  – sämtliche Flächen der belasteten Regionen werden nach und nach „rasiert“. Der Boden wird maschinell abgetragen,  geschreddert und in unzählige Big-Bags verpackt. Da eine endgültige Entsorgung des strahlenversuchten Materials nicht geregelt ist, werden die Big-Bags in Zwischenlager gebracht. Das Unglücks-Gebiet ist bergiges Gelände mit weiträumigen Wäldern. Der Abtrag des Bodens ist also wahrhaft eine „Elefantenaufgabe“ zu der sich die japanischen Behörden entschlossen haben.

COSMO Farm

17 Kilometer von den Unglücks-Reaktoren entfernt besuchen wir die COSMO-Farm auf der Obst- und Reisanbau betrieben wird. Aufgrund der nach wie vor herrschenden hohen Strahlung liegt sie in der Evakuierungszone. Das Gebiet wird streng kontrolliert und ist unbewohnt. Nur tagsüber darf die Region betreten werden, entsprechend ist die Bewirtschaftung der Farm möglich.
Herr Imaizumi, Leiter der COSMO-Farm, nutzt die EM-Technologie von Prof. Higa bereits seit 20 Jahren. Zuerst floh auch er vor der Strahlengefahr. Kurze Zeit später wurde jedoch bestätigt, dass der Kompost eines anderen EM Bauern, der noch viel näher am Kraftwerk wohnt, nur sehr gering belastet war. Herr Imaizumi sammelte weitere Informationen von EM-Bauern, kehrte auf seine Farm zurück und begann sämtliche Flächen noch intensiver mit EM zu behandeln. Aus den durchgeführten Messungen ergibt sich von Dezember 2011 bis September 2012 eine Reduzierung der Strahlenbelastung in der Nähe des Wohnhauses von unglaublichen 50%. Diese Werte wurden von Wissenschaftlern bestätigt, sie sind mit diesen guten Ergebnissen jedoch überfordert, da sie keine Erklärung für den schnellen Strahlungsabbau finden können.
Auf der COSMO-Farm ist eine EM-Produktionsstätte eingerichtet worden in der monatlich 66.000 Liter an Nachbarn verteilt und in der Natur ausgebracht werden. Die COSMO-Farm wird von der EMRO, der U-Net (ähnlich dem EM e.V. in Deutschland) und dem EM e.V. unterstützt.
Herr Imaizumi geht bei allem Kampfgeist sehr realistisch mit seinen Zukunftsaussichten um. Er ist sich dessen bewusst, dass es selbst Jahre nach der Reaktor-Katastrophe Auswirkungen auf seine eigene Gesundheit geben kann. Dennoch sieht er es als seinen Auftrag, die verzweifelte und ohnmächtige Bevölkerung mit EM wachzurütteln und die Chancen aufzuzeigen.

EM-Versuchsflächen in Lidate Village

Ein trostloses Bild zeigte sich auf der EM-Demonstrationsfläche in Lidate Village. Hier ist kein Mensch weit und breit und auch die Freiwilligen können hier wegen der Strahlenbelastung maximal zwei Stunden pro Tag arbeiten. Unser Messgerät blinkte mit dem maximal messbaren Wert von 9,9999 Mikrosievert pro Stunde, der echte Wert lag bei 20 bis 25 Mikrosievert pro Stunde.
Seit Mai 2011 werden hier auf einem Feld Blaubeeren mit EM behandelt – derzeit rund 5.000 Liter je Hektar alle 2 Wochen. Des Weiteren gibt es Versuchsflächen die mit Bokashi, EM-X Keramik und insbesondere mit Photosynthesebakterien behandelt werden. Auch hier zeigen die Messergebnisse in der Tendenz eine drastische Strahlenreduzierung, leider mit erheblichen Schwankungen. Es gibt in diesem Gebiet nach wie vor „Fall-Out“ aus den Reaktoren. Solange dies der Fall ist, kann EM nur Schadensbegrenzung jedoch noch keine deutliche Besserung herbeiführen.

Suzuki Farm in Myagi

Unser letzter Besuch galt der Suzuki Farm in Myagi, die ebenfalls mit EM e.V. Spendengeldern unterstützt wird. Herr Suzuki baut seit mehr als 20 Jahren Reis an und nutzt dabei die EM-Technologie. Mithilfe von EM hat er jährlich einen um 20% höheren Ertrag im Vergleich zu seinen Nachbarn erzielen können.
Der Tsunami hat alle Anbauflächen des Betriebes überflutet. Neben dem Salzwasser machten Tonnen von Unrat Probleme auf seinen einst so fruchtbaren Flächen. Landwirtschaftliche Berater und auch das Ministerium wiesen betroffene Landwirte an, die Flächen drei bis fünf Jahre nicht zu bewirtschaften, dies nicht zuletzt wegen der rund 30 Zentimeter hohen Schlammschicht, die auf den Flächen zurückblieb.
An diese Anweisung hielt sich Herr Suzuki jedoch nicht und säuberte seine Flächen zunächst von dem großen Unrat. Auf Empfehlung von Prof. Higa pflügte er die mit einer Schlammschicht überzogenen Flächen zwei Mal und behandelte sie mit EM. Der anfangs noch vorhandene Gestank wich sehr schnell und bereits im Mai musste der Reis gepflanzt werden. Statt Herrn Suzuki gewähren zu lassen, seine Aktivitäten zu begleiten und zum Wohl anderer Bauern daraus zu lernen, stellten ihm die Behörden die Wasserzufuhr ab – kein Reis ohne Wasser. Daraufhin ließ Herr Suzuki einen Brunnen bohren, um hinsichtlich der zwingend erforderlichen Wasserversorgung autark zu sein. Im September 2011 berichtete die örtliche Presse vom Erfolg des Betriebes und dass es sehr wohl möglich ist, Reis in überfluteten Gebieten anzubauen. Herr Suzuki hat nunmehr einen Ratgeber für Reisbauern herausgegeben, wie Flächen zu behandeln sind und die im Schlamm enthaltenen Nährstoffe genutzt werden können. Leider wird auch dies von den zuständigen Behörden kritisch beobachtet.“

Wir hoffen sehr, dass die überzeugten EM-Nutzer, die überwältigende Anzahl von Teilnehmern an der EM-Konferenz in Fukushima und vor allem auch die vorliegenden praktischen Ergebnisse dafür sorgen, Behörden und Verantwortliche wachzurütteln. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit unserem kleinen Bericht einen Blick „Hinter die Kulissen“ der Situation vieler Menschen im Katastrophengebiet geben konnten. Über die Lizenzzahlungen der EMIKO an die EMRO unterstützt jeder von Ihnen die Projekte in Fukushima mit dem Kauf eines Original EM-Produktes.

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