Trinkwasser unterwegs richtig aufbewahren

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Wasser trinken ist lebenswichtig und unterstützt den gesamten Stoffwechsel. Insbesondere aktive Menschen haben zuweilen einen noch höheren Wasserbedarf. Beim Sport, auf Spaziergängen und Wanderungen, in der Schule und bei der Arbeit – überall sollte gutes, gefiltertes Wasser getrunken werden, denn es fördert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Doch das gefilterte Leitungswasser muss irgendwie transportiert werden. Wir erklären, welche schadstofffreien Trinkflaschen für unterwegs in Frage kommen, und welche Vor- und Nachteile bei den einzelnen Flaschen zu berücksichtigen sind.

Glas, Edelstahl oder Kunststoff (Tritan) – welche Trinkflasche passt zu mir?

Trinkflaschen für unterwegs sollten BPA-frei, frei von Phthalaten, leicht zu reinigen, geschmacksneutral, geruchsfrei, dicht und möglichst robust sein. Letzteres trifft auf Glasflaschen leider nicht zu. Weil es bei Glas-, unbeschichteten Edelstahl- und Tritanflaschen zum jetzigen Stand des Wissens aber zu keinerlei Stoffaustausch kommt, sind sie die Favoriten für die Aufbewahrung von Getränken für unterwegs. Wir empfehlen als Durstlöscher gefiltertes Wasser (warum, lesen Sie hier), dünne Saftschorlen mit gefiltertem Wasser oder kalte Tees, die z. B. für Kinder mit etwas Saft aufgepeppt werden können.

Trinkflaschen aus Glas
+ können mit kochendem Wasser ausgespült und auch mal mit natürlichen Säuren
(Essig- oder Zitronensäure-Lösung) gereinigt werden
+ die optische Sauberkeit ist gut zu kontrollieren
+ können in die Spülmaschine
+ sind für Getränke mit und ohne Kohlensäure geeignet
– schwer
– nicht bruchsicher
→ auf BPA-freien Verschluss achten!

Trinkflaschen aus Edelstahl
+ bruchsicher und können auch mit kleinen Beulen noch verwendet werden
+ viel leichter als Glas
+ können mit kochendem Wasser ausgespült werden
+ sind auch für Kinder geeignet
+ sind für Getränke mit und ohne Kohlensäure geeignet
→ auf BPA-freien Verschluss achten!

Kunststofflaschen aus Tritan wie die „Trinkflasche Aqua Tritaletta“
+ sehr leicht und stabil
+ günstig
+ auch für Kinder geeignet
+ Reinigung in der Spülmaschine oder per Hand möglich
– nur Getränke ohne Kohlensäure

Sind Kunststoffflaschen aus Tritan wirklich unbedenklich?

Weil Tritan™ (der eigentliche Name dieses Kunststoffes lautet Triphenylmethan) sehr leicht und stabil ist, ist er für Trinkflaschen besonders interessant. Ein weiterer Vorteil: Tritan ist im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Kunststoffen, die für Trinkflaschen in Frage kommen, frei von Bisphenol A (BPA) und zudem geschmacks- und geruchsneutral.
Auch die als krebserregend geltenden Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), die in vielen Kunststoffen enthalten sind, sind in den Tritanflaschen natürlich nicht enthalten.

Die lebensmittelechten Flaschen aus Tritan™ sind bis 80 Grad wärmebeständig und können daher sogar in die Spülmaschine. Die Hersteller weisen jedoch explizit darauf hin, dass sich die Lebensdauer der Flaschen bei häufiger Reinigung in der Spülmaschine verringert. Einzig möglicher Nachteil: In Tritanflaschen können nur Getränke ohne Kohlensäure eingefüllt werden.

Nach aktuellem Kenntnisstand gelten Trinkflaschen aus Tritan™, wie die „Trinkflasche Aqua Tritaletta“, als bedenkenlos verwendbar und empfehlenswert als leichte und günstige Trinkflasche für unterwegs.

Einfüllen, verschließen, genießen – Tipps für die Benutzung von Trinkflaschen

  1. Die Trinkflasche sollte nach dem Einfüllen von frisch gefiltertem Wasser, Tee oder Saftschorlen aus gefiltertem Wasser (siehe hierzu die EMIKO® H2O-Serie) sofort verschlossen werden. So wird vermieden, dass Staubpartikel und mit ihnen unerwünschte Bakterien in die Flasche gelangen.
  2. Aus hygienischen Gründen sollte eine Trinkflasche – aus der ja in der Regel direkt getrunken wird – nur von einer Person benutzt werden.
  3. In die Trinkflasche kann noch ein EMIKO® Kagen für Getränke oder ein Keramik Ring gelegt werden. Sie halten das Getränk geschmacklich frisch, auch wenn es über mehrere Stunden in der Flasche bleibt.
    EM-X® Keramik mitzunehmen ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn man bereits weiß, dass man seine Flasche an einem fremden Wasserhahn ohne Filteranlage auffüllen wird. So werden zumindest die großen Wassercluster verkleinert und potenziell negative Informationen aus dem Wasser gelöst.

Reinigung der Trinkflaschen

Trinkflaschen sollten nach jeder Benutzung gut gereinigt werden. Insbesondere, wenn zuckerhaltige Getränke wie Saftschorlen eingefüllt wurden, können sich unerwünschte Bakterien in verbliebenen Resten wunderbar vermehren. Schaffen Sie sich unbedingt eine der Flasche angepasste Reinigungsbürste an, damit die Flasche von innen manuell gut gereinigt werden kann. Achten Sie bei der üblichen Reinigung unbedingt auf die Empfehlungen des Flaschenherstellers, damit Sie Ihre Flasche lange nutzen können.

Abhängig von der Nutzungshäufigkeit, sorgen die milden EMIKO®-Reiniger etwa alle ein bis zwei Wochen dafür, dass sich vorhandene Bakterien lösen und Flasche, Trinkaufsatz und Verschluss auch mikrobiell komplett sauber werden:

  • Reinigen Sie die Flasche wie üblich.
  • Nehmen Sie nun eine Schüssel (bei mehreren Flaschen geht das auch direkt im Spülbecken), füllen lauwarmes Wasser ein und geben pro Liter Wasser 20 ml eines EMIKO®-Reinigers hinein.
  • Legen Sie einige Keramik-Pipes oder einen Keramik Ring mit in das Wasser, damit die Oberflächenspannung verringert wird und sich Verschmutzungen besser lösen.
  • Lassen Sie die Flaschen (sie sollten komplett unter Wasser sein!) für mind. eine Stunde in der Lösung liegen.
  • Spülen Sie alles mit lauwarmem Wasser und lassen Sie die Flaschen an der Luft trocknen.

Diese mikrobielle Flaschenreinigung kann mit Glas-, Edelstahl- und Tritanflaschen sowie den jeweiligen Trinkaufsätzen und Verschlüssen gleichermaßen durchgeführt werden.

Diese Trinkflaschen sollten Sie nicht verwenden

PET-Flaschen wie z. B. geleerte Mineralwasserflaschen, denn sie sind nicht BPA-frei und können daher hormonähnliche Stoffe in das Getränk abgeben.

Flaschen aus Aluminium sind zwar leicht und bruchsicher, aber von innen mit einer Beschichtung versehen, die Weichmacher enthält.

Generell alle Kunststoffflaschen, die nicht explizit eine Kennzeichnung haben, dass sie BPA-frei sind. Auch Trinkflaschen für Kinder sind da nicht automatisch ausgenommen, wie verschiedene Tests von Verbraucherschutzverbänden gezeigt haben.

Flaschen mit sehr kleinen Einfüllöffnungen, denn sie können nicht gut gereinigt werden. Zudem Flaschen mit Trinkaufsätzen, die sich schlecht reinigen lassen, denn insbesondere an den Mundstücken können sich Bakterien gut festsetzen und halten.

Tipp für vorhandene Trinkflaschen: Riechen Sie einmal intensiv in die Flasche hinein. Jede Art von Kunststoffgeruch kann ein Indikator dafür sein, dass die Flasche Schadstoffe in das Getränk abgeben könnte. Schadstofffreie Trinkflaschen sind geruchs- und geschmacksneutral.

Filtern statt Kistenschleppen

Wasser aus der Leitung ist oft qualitativ besser als Mineralwasser aus Flaschen. Zudem ist es günstiger, umweltfreundlicher und das Kistenschleppen entfällt. Dass die für Mineralwasser üblichen PET-Flaschen sogar Schadstoffe ins Wasser abgeben, wissen inzwischen viele Verbraucher.

Warum man Trinkwasser filtern sollte, haben wir bereits in einem Beitrag beschrieben – ebenso wie die konkreten Wasseraufbereitungs-Möglichkeiten mit der EM®-Technologie.

Alle Produkte der EMIKO® H2O-Serie und alle EM-X® Keramikprodukte zur Wasseroptimierung finden Sie im EMIKO Shop.

Fazit

Trinkflaschen für unterwegs sollten aus Glas, Edelstahl oder aus dem schadstofffreien Kunststoff Tritan™ bestehen. Welche Flasche davon die beste Wahl ist, entscheiden in erster Linie individuelle Vorlieben und Ansprüche an die Flasche. Als Getränk für unterwegs wie auch für zuhause sollte gefiltertem Wasser der Vorzug gegeben werden, weil es die Stoffwechselprozesse im Körper bestmöglich unterstützen kann.


Ludwig 2017 – Regionaler Preis für den Mittelstand

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Für die EMIKO® war der 13.06. ein spannender Tag. Am Abend stand die Verleihung des „Ludwig 2017“ an – ein auf die Region Bonn/Rhein-Sieg bezogener Preis für mittelständische Unternehmen. Natürlich waren wir zuvor sehr gespannt, ob wir unter den Gewinnern sein würden. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Wir haben gewonnen! EMIKO® ist Gewinner des Ludwigs 2017 in der Kategorie „Gesellschaftliche Relevanz“.

„Ludwig“ geht 2017 in die 5. Runde

2017 wurde der Ludwig zum 5. Mal vergeben und wird von der regionalen Servicestelle SC Lötters gemeinsam mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg ausgelobt. Der Preis wurde ins Leben gerufen, um den Mittelstand in den Focus zu rücken. Wie es auch im Rahmen der Preisverleihung immer wieder hieß, ist „der Mittelstand das Rückgrat der Wirtschaft, besonders in unserer Region“. Die Preisverleihung fand am 13. Juni 2017 im Foyer der Kreissparkasse Köln in Siegburg statt.

Die Nominierung und Herausforderungen für den „Ludwig“

Ein kurzer Rückblick auf die Herausforderungen, denen wir uns bis zur Preisverleihung zum „Ludwig“ stellen mussten:

  • Am 16. Februar wurden 15 mittelständische Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg nominiert. Zuvor musste sich jedes Unternehmen, das sich auf den Preis bewerben wollte, in nur drei Minuten und auf nur fünf Präsentationsfolien vorstellen. Die erste Hürde war geschafft, wir waren unter den 15 nominierten Unternehmen.
  • Es folgten weitere Arbeits- und Networking-Termine; die Firmen wurden von Jurymitgliedern besucht, die sich vor Ort ein Bild über die Nominierten machten.

Die Jury hatte Zeit bis zum Juni, um fünf Kategoriepreise und einen Hauptpreis zu vergeben. Die Bewertung der Unternehmen erfolgte in den Kategorien „Nachhaltigkeit“, „Marketing“, „Gesellschaftliche Relevanz“, „Wachstum“ und „Innovation“, in denen jeweils ein Preis vergeben wurde.

Wir freuen uns über den Preis und wollen feiern! Sind Sie dabei?

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir den Ludwig 2017 in der Kategorie „Gesellschaftliche Relevanz“ gewonnen haben und möchten diesen tollen Preis feiern!

Wenn Sie dabei sein möchten: Am 15.09.17 feiern wir mit einem kleinen Umtrunk in den Räumen der EMIKO® in Meckenheim. Ab 14.00 Uhr präsentieren wir unser „Ludwig“-Produkt und erklären in wenigen Worten, was „effektive Mikroorganismen (EM®) – das Original“ alles kann.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 31. August 2017 an info@emiko.de oder unter 02225 955 950.

Wir möchten nicht versäumen, uns bei allen zu bedanken, die geholfen haben, EM® bekannt zu machen und es in die Mitte der Gesellschaft zu tragen: bei allen Händlern, Freunden und Mitarbeitern. Vielen Dank für Ihre und eure Begleitung auf dem Weg zum Ludwig 2017 in der Kategorie „Gesellschaftliche Relevanz“!


EM-Teichpflege für klares Wasser und vitale Fische

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Warum das Wasser im Teich trüb wird, oder viele Algen wachsen, kann verschiedene Gründe haben. Eine Rolle spielen zum Beispiel die Zusammensetzung der Pflanzen, der Besatz mit Fischen, die Häufigkeit der Fütterung oder auch die Lage des Teiches. Kaum ein Gartenteich erfüllt alle Voraussetzungen, um aus eigener Kraft die optimale Wasserqualität für gesunde Pflanzen und vitale Tiere aufrecht erhalten zu können. EM® und die biologischen Teichpflegeprodukte sind hier das Bindeglied, denn sie regenerieren, gleichen aus und können so zu einem funktionierenden System beitragen.

Wenn die Mikrobiologie im Teich überfordert ist

Sind die äußeren Gegebenheiten nicht optimal, dann entwickeln sich im Teich überproportional viele „falsche“ Mikroorganismen. Sie fördern abbauende Prozessen im Wasser und im Sediment und wirken sich schädlich auf die Vitalität von Teichpflanzen und Fischen aus.

Fäulnisverursachende Mikroorganismen im Sediment und im Wasser schädigen die Teichpflanzen als wichtige Verbraucher von Nährstoffen. Wurzeln und auch die Teile der Pflanze, die im Wasser sind, werden angegriffen. Die Pflanzen kümmern und beginnen nach einiger Zeit sogar selbst Pflanzenmasse durch Fäulnis zu verlieren.

Im Teichwasser können vermehrt krankheitsverursachende Mikroorganismen nachgewiesen werden. Enterobakterien beispielsweise, sind Teil der natürlichen Darmflora von Fischen und werden ins Wasser ausgeschieden. Die Mitglieder dieser großen Bakteriengruppe sind für die Gesundheit vieler Teichbewohner von großer Bedeutung, weil sie unterschiedlichste Krankheiten auslösen oder übertragen können. In einem Teich mit guter Wasserqualität und entsprechend ausgeglichener Mikrobiologie sind diese Erreger hingegen unproblematisch, denn sie werden auf natürliche Weise an der übermäßigen Vermehrung gehindert.

Die richtige Teichpflege mit effektiven Mikroorganismen

Im Laufe der Zeit haben wir verschiedene Beiträge zum Thema Teichpflege mit EM® veröffentlicht, die Ihnen helfen sollen, die richtigen Entscheidungen für Ihren Gartenteich zu treffen.

In dem Beitrag „Natürliche Teichpflege für Garten-, Schwimm- und Fischteiche“ erklären wir die Wirkung der einzelnen Produkte EMIKO® Bio Teichpflege, EMIKO® Bio Teichpflege PLUS und der EMIKO® EM Bokashi Balls genauer, damit Sie wissen, wann Sie welches Produkt benötigen und wie Sie es richtig einsetzten.

Der Beitrag „EM macht trübes Teichwasser klar“ informiert insbesondere über die Problematik von Algen und Schwebstoffen im Wasser, deren Ursache und welche Möglichkeiten es gibt, das Wasser mit den EMIKO®-Teichpflegeprodukten auf natürliche Weise zu klären.

Im Beitrag „Effektive Mikroorganismen im Koiteich“ geht es um die besonderen Ansprüche von Kois in Verbindung mit den speziellen Maßnahmen, die für die Pflege eines Koiteiches mit effektiven Mikroorganismen beachtet werden müssen.

In „Lebewesen im Teich profitieren von EM®-Behandlungen“ geht es darum, wie und warum sich die Vorteile der EM®-Maßnahmen auf Fische und andere Teichbewohner auswirken.

Im Beitrag „Teichpflege im Herbst“ geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihren Teich mit manuellen Maßnahmen und einer letzten EM®-Behandlung auf den Winter und auch auf einen guten Start in die kommende Teichsaison vorbereiten.

Im Zusammenhang mit Fischen, Gewässern und den positiven Auswirkungen der EM® können wir Ihnen die Beiträge „Effektive Mikroorganismen in der Fischzucht„, „Gewässersanierung im Naturschwimmbad“ und „Bucht von Tokio wieder sauber durch EM®“ als interessante Beispiele aus der Anwendungspraxis empfehlen.

Fazit

Die Teich- und Gewässersanierung mit EM® funktioniert auf biologische Weise und setzt bei der Ursache der meisten Teichprobleme an: die Mikrobiologie wird gestärkt und ein natürliches Gleichgewicht wiederhergestellt.
Die Sanierungsmaßnahmen dauern je nach aktuellem Zustand des Teiches unterschiedlich lange, denn die Mikrobiologie muss sich durch stetige EM®-Zufuhr erst regenerieren. Die anschließende dauerhafte Pflege des Teiches mit EM® hält das mikrobielle Leben im Teich im Gleichgewicht und beugt so eine erneute Trübung des Wassers oder starke Schlammbildung vor.

 


Bucht von Tokio wieder sauber durch EM®

       Aus der EM-Welt, Teiche, Fische & Gewässer        
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In der Stadt Tokio hat die Natur es schwer, sich zu behaupten. Das bezieht sich auch auf die Flüsse, die die Metropole durchziehen. Ein kurzer Fluss im Herzen Tokios wird seit 10 Jahren kontinuierlich mit EM® behandelt und konnte trotz schwieriger Bedingungen wiederbelebt werden. Sein Wasser fließt in die große Bucht von Tokio und verbessert auch dort stetig die Wasserqualität und die Lebensbedingungen der Meeresbewohner. Zum „Tag des Ozeans“ (08. Juni) möchten wir Ihnen am Beispiel der Bucht von Tokio berichten, was weltweit auch im Meer mit EM® möglich ist. Wir bedanken uns beim EM e.V. für die Informationen und die eindrucksvollen Bilder!

Im Zentrum des alten Tokio – das damals noch „Edo“ hieß – wurde 1603 über einen kleinen Fluss eine Holzbrücke gebaut. Die „Nihon bashi“ (Japan Brücke) gab dem Flüsschen schließlich seinen Namen. Nach einem großen Brand wurde sie 1659 neu, höher und breiter gebaut. Das Gebiet um die Brücke wurde das Verwaltungszentrum des Shogunats und erlangte auch darüber hinaus eine besondere Bedeutung: seitdem wurden alle Entfernungen in Japan vom Zentrum dieser Brücke gemessen. Das Viertel um diese Brücke, das nicht weit vom Kaiserpalast entfernt ist, entwickelte sich zu einem der wichtigsten Geschäftsbezirke der Stadt. Mit einer großen Zeremonie wurde 1911 die neue Steinbrücke eingeweiht, die noch heute besteht.

Der Fluss „Nihonbashi“ ist heute nur noch knapp fünf Kilometer lang. Er fließt mitten durch die Stadt, an den Gärten des Kaiserpalasts vorbei, in den großen Fluss „Sumida“, der in die Bucht von Tokio mündet.

Bis Anfang der 60er Jahre konnte man im Nihonbashi noch angeln und schwimmen. Im Rahmen der umfangreichen Umbauten in der Stadt für die Olympiade 1964 wurde der Nihonbashi mit Betonmauern eingedeicht und eine Stadtautobahn darüber gebaut. So wurden die Anwohner des Nihonbashi-Viertels weitgehend von ihrem Fluss abgeschnitten. Er verkam zu einem biologisch nahezu toten Kanal.

Die nicht nur rituelle Reinigung der Brücke

Seit Jahrzehnten gibt es in Tokio die „Gesellschaft für die Erhaltung der Nihonbashi Brücke.“ Sie setzt sich u. a. für die Renaturierung des Flusses ein und dafür, dass die Autobahnbrücke über dem Fluss wieder abgerissen wird. Jährlich, an einem bestimmten Tag, organisiert sie die Reinigung der Brücke, woran sich viele Geschäfte, Organisationen, Firmen und Anwohner beteiligen. 2006 wurde die Brücke zum ersten Mal nicht mehr mit chemischen Mitteln gereinigt – die ja letztendlich im Fluss landeten und ihn weiter verunreinigten – sondern mit einer EM®-Seife. Das gestiegene Umweltbewusstsein beschränkte sich nunmehr nicht nur auf den Erhalt der Schönheit dieser Brücke, sondern auch auf den Fluss darunter.

Der Kontakt mit der EM®-Bewegung war gemacht. Seitdem treffen sich die Aktivisten nicht nur zum Schrubben der Brücke, es werden auch Dangos (Bokashi Balls) in den Fluss geworfen, die das Sediment abbauen und das Wasser beleben.

10.000 Liter EM® pro Woche

In Zusammenarbeit mit dem EM®-Verein in Japan, der EMRO, Geschäftsleuten und vielen anderen Organisationen und Einzelpersonen wurde 2006 eine Fermentationsanlage für 10.000 l EMa neben einer der Brücken gebaut, die über den Nihonbashi führt. Seither sickern jede Woche 10.000 Liter EM® in den Fluss und werden durch die Bewegungen von Ebbe und Flut verteilt. Über den breiten Sumida gelangen sie schließlich in die Bucht von Tokio.

Gewässer regenerieren durch EM® unheimlich schnell

Prof. Higa selbst hat sich zu den tollen Erfolgen am Nihonbashi geäußert:
„Auf der Basis der Kriterien des Umweltministeriums für öffentliche Gewässer war der Nihonbashi zu Anfang des Jahrtausends mit C klassifiziert worden. Das bedeutet, dass die Wasserqualität kaum ausreichte, um einen Lebensraum für Karpfen und gründelnde Fische zu bieten. Aufgrund dieser Umweltbedingungen gab es so gut wie keinerlei Würmer oder andere niedere Tiere im Sediment; im Sommer bildeten sich Blaualgen, die unangenehme Gerüche entwickelten, tote Fische trieben an der Oberfläche.

Ein Jahr nachdem mit der Einleitung von EMa begonnen worden war, zeigte sich schon eine erhebliche Verbesserung. Der Fluss wurde als Fluss der Kategorie B, an der Grenze zu A, klassifiziert. Aufgrund der Reinigungsmaßnahmen tauchten wieder verschiedene Würmer und andere am Boden lebende Tiere auf; verschiedene Fischarten wurden gesichtet. Im Herbst 2007 konnten schon Gründlinge geangelt werden, und im Frühjahr 2008 kamen wandernde Fische in den Fluss – der Fluss hatte sich wieder in ein opulentes Ökosystem verwandelt.

Schon eineinhalb Jahre nach dem Beginn der Einleitung von EM® wurde der Nihonbashi als Fluss der Kategorie A eingestuft, ist jetzt an der Schwelle zu AA. Auf der Basis der Kategorisierung von Gewässern, die zum Schwimmen geeignet sind, schwanken die Beurteilungen zwischen B und A. Diese Schwankungen hängen mit starken Niederschlägen zusammen. Wenn es aber nicht regnet, erreicht der Nihonbashi die Klasse AA.

Mit anderen Worten: In diesem Zustand können Forellen und Saiblinge im Nihonbashi leben, und die Qualität des Flusses erlaubt die Nutzung des Wassers in Notsituationen (Erdbeben oder große Feuer).“

Die Bedeutung für die Bucht von Tokio

Im Sommer 2015 fasst Prof. Higa die Erfahrungen in Tokio in einem Vortrag zusammen:
„Vor neun Jahren fingen wir an, wöchentlich 10.000 Liter EMa zur Reinigung in den Nihonbashi zu leiten. Dies hat bemerkenswert gut funktioniert und zu einer Wiederbelebung der Stadt Tokio geführt. Im August berichtete ein Film im Fernsehen darüber, wie beliebt die Strände im Bezirk Edogawa (an der Bucht von Tokio) wieder seien. Eine Befragte sagte, dass die Anwohner wieder vergnügt schwimmen und Muscheln sammeln könnten, und dass dieser Ort wieder wie eine „Heimat“ geworden sei.

Eine andere Sendung zeigte im vorigen Jahr, wie sauber der Keihin Kanal (fließt entlang der Bucht) geworden ist, wie die Leute dort Fische angeln, die dann als Snacks auf Ausflugsbooten verkauft werden, und wie fröhlich die Kinder aus nahe gelegenen Wohnkomplexen in einem Gewässer-Park, der auch wieder sauber geworden ist, Tiere in ihrem natürlichen Habitat beobachten können.

Während des schnellen wirtschaftlichen Aufbaus nach dem Krieg entstanden überall ernsthafte ökologische Schäden. Flüsse, Seen und das Meer wurden zunehmend verschmutzt. Flüsse und Seeufer, die dicht besiedelt waren, wurden vergiftete und gefährliche Orte. Auf diese Weise begannen viele Japaner das, was sie „Heimat“ nannten, zu verlieren, und das Bewusstsein dafür verlor sich ebenfalls.

Vor gut 25 Jahren haben wir begonnen, Flüsse mit Hilfe von EM® zu reinigen. Damit halfen wir, im ganzen Land solche Heimat-Orte zurückzugewinnen und neu zu erschaffen. Die meisten Abschnitte der Bucht von Tokio sind heute sauber genug zum Schwimmen und Muscheln sammeln (zum Essen).

Mehr als 400.000 l EMa sind vom Punkt des Eintrags in den Nihonbashi und mehr als 100.000 l von Tateyama (Ort auf der Halbinsel an der Bucht) in die Bucht von Tokio gelangt. Über 100.000 l EMa sind zusätzlich über alle möglichen anderen Flüsse in die Bucht von Tokio gelangt. Diese Aktivitäten werden fortgeführt, so dass das Meer zu den nächsten Olympischen Spielen in Tokio (2020), im Bezug auf Sauberkeit und reichhaltiges Leben, sicherlich erstklassig sein wird.

Als wir angefangen haben, EMa in den Nihonbashi zu geben, habe ich gesagt, dass diese Leistung die Bucht von Tokio in ein reichhaltiges Gewässer umwandeln und zu einem führenden Erholungsgebiet am Meer machen wird. Aber damals hat mir keiner geglaubt.“

Autor: Pit Mau (nach Berichten aus Japan) Der Bericht wurde geringfügig gekürzt. Wir danken dem EM e.V. für die Überlassung des Artikels und der Bilder. Den Original-Bericht können Sie in der Ausgabe 58 des EM Journals lesen.


Rasenprobleme mit EM®-Maßnahmen beheben

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Den Rasen mit EM® pflegen ist eine Sache. Doch wenn sich bereits Moos ausgebreitet hat, Klee das Barfußgehen zum Abenteuer macht oder sich immer wieder Pilzkrankheiten zeigen, dann sollten an diesen Stellen besondere EM®-Maßnahmen ergriffen werden. Sicher, mit der alljährlichen EM®-Rasenpflege wird sich der Erfolg auch einstellen, doch mit diesen Tipps und verschiedenen, kombinierten EM®-Produkten sind Rasenprobleme noch schneller Geschichte. Unsere Tipps basieren auf rein biologischen und mechanischen Lösungen über die übliche EM®-Rasenpflege hinaus.

Wann kommt Moos und wie wird man es los?

Moos ist eine sehr genügsame Pflanze. Sie wächst auf sauren wie alkalischen Böden, braucht wenig Licht und Nährstoffe und kommt auch mit schweren, verdichteten und staunassen Böden zurecht. Dass Moos auf solchen Flächen wächst, ist eine logische Folge: Gräser haben auf diesen Flächen einen Entwicklungsnachteil und fühlen sich unwohl. Nach und nach werden sie vom Moos verdrängt.

Ein absolutes „No-Go“ bei der Moosbekämpfung ist der häufig in Bau- und Gartenfachmärkten empfohlene Eisendünger. Die Produkte mit Eisen-II-Sulfat sind stark ätzend für Mensch und Tier, lassen das Moos zwar zunächst absterben, beheben aber die Ursache für Moos im Rasen nicht. Ganz im Gegenteil: sie machen den Boden sauer und fördern damit die Entstehung von Moos!

Was muss sich bei Moos im Rasen also ändern, damit Gräser wieder wachsen können?

  • Der Boden muss tiefgründig gelockert werden: Mit EM® und organischem Dünger wird das Bodenleben aktiviert. Das fördert den Humusaufbau z. B. durch Regenwürmer, belüftet den Boden und macht ihn durchlässiger.
  • Der pH-Wert muss auf ein neutrales Niveau reguliert werden, damit Nährstoffe auch pflanzenverfügbar werden: Der pH- Wert sollte optimal neutral sein, also bei 7 liegen; ab pH 6 bekommt der Rasen zu wenig Nährstoffe. Mit EMIKO® UrgesteinsMehl erhält der Boden Mineralien zum Puffern der Säure plus EM® zur Aktivierung von mikrobiellen Umbauprozessen. Bei stark sauren Böden kann das einmalige Aufbringen von Kalk sinnvoll sein und verbessert den Erfolg der anschließend durchgeführten EM®-Maßnahmen.

Die konkreten mechanischen und biologischen EM®-Maßnahmen:

  1. Ein dichter Moosteppich muss zunächst durch Harken oder besser Vertikutieren weitgehend entfernt werden. Anschließend wird ggf. nachgesät (keine billigen Mischungen wie „Berliner Tiergarten“ verwenden!). Bei sehr lehmigen Böden kann es hilfreich sein, einige Jahre lang im Frühjahr jeweils 2-3 cm hoch Sand auszustreuen.
  2. Vermooste Flächen und solche, die zu Moos neigen, werden jährlich im Laufe der Vegetation zweimal zusätzlich mit EMIKO® Garten- und Bodenaktivator gegossen (nehmen Sie eine erhöhte Aufwandmenge von 300ml + 10l Wasser pro 10 m2).
  3. Vor einer der Behandlungen mit Garten- und Bodenaktivator wird die Fläche mit EMIKO® UrgesteinsMehl bestreut. Im ersten Jahr mit bis zur doppelten Menge (400g), im Folgejahr 200g, danach die empfohlene Menge von 100g. Im Rahmen der üblichen Rasenpflege bereits ausgebrachte Mengen werden abgezogen. Wenn bei sehr niedrigem Boden pH-Wert zusätzlich gekalkt wurde, wird im ersten Jahr mit insgesamt 250g UrgesteinsMehl begonnen.
  4. Ein akuter Nährstoffmangel der Gräser wird direkt nach dem Moosentfernen mit 20ml EMIKO® MikroDünger in 10l Gießwasser pro 10m2 ausgeglichen.

Und noch ein Tipp: Moos mag nicht gemulcht werden. Was das Mulchen für weitere Vorteile hat, geht auch aus den Beiträgen „EM®-Pflege für den Rasen“ und „Rasenpflege: Mähen oder Mulchen?“ hervor.

Zu viel Klee im Rasen

Wenn sich Klee im Rasen stark ausbreitet, ist das oft das Zeichen für einen Nährstoffmangel der Gräser. Sie sind zu schwach, um sich gegen den Klee durchzusetzen. Klee zählt zu den Leguminosen und kann sich seinen Hauptnährstoff Stickstoff mithilfe sogenannter Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst herstellen. Meist ist es der Weißklee, der sich auf Rasenflächen ausbreitet. Weil er sich so „klein“ machen kann, verträgt er das regelmäßige Mähen.

Das Gras hat also zu wenig Nährstoffe? Das hört sich erstmal recht einfach an, doch die Ursache des Nährstoffmangels muss geklärt werden:

  1. Ist der Boden grundsätzlich ok und es fehlen vorübergehend wirklich nur die wichtigsten Nährstoffe, damit das Gras wieder einen Wachstumsvorteil hat?
    Dann muss der Klee reguliert (siehe Tipps nächster Absatz) und der Rasen anschließend gut gedüngt werden: Für eine schnelle Düngewirkung 20ml EMIKO® MikroDünger in 10l Gießwasser pro 10m2, was je nach Mähtechnik wiederholt werden muss. Und für eine grundsätzliche Versorgung mit organischer Substanz alle Kleeflächen im zeitigen Frühjahr oder Herbst mit EMIKO® Bokashi Schwarzerde versorgen (1 Liter / 10m2; aber: in den Sommermonaten nicht ausstreuen, jetzt nur MikroDünger verwenden).
  2. Oder liegt dem Nährstoffmangel ein zu niedriger pH-Wert und sogar ein verdichteter Boden zugrunde?
    Dann nützt es nur wenig, den Klee zu entfernen, denn er wird wiederkommen. Die Maßnahmen sind hier im ersten Jahr den pH-Wert regulieren und das Bodenleben aktivieren. Wenden Sie die Punkte 2 und 3 an, die im vorangehenden Part zur Bekämpfung von Moos empfohlen werden.

Tipps zum manuellen Klee entfernen: Kleenester sollten gründlich – ggf. sogar mehrmals in einem Jahr – vertikutiert werden. Das schwächt die Kleepflanzen und regt gleichzeitig die Gräser zum Wachstum an. Eine andere Methode, die im Garten jedoch nicht so schön aussieht, ist das Abdecken von Kleenestern mit einer lichtundurchlässigen Plane. Vor dem Abdecken wird Bokashi ausgestreut (1 Liter / 10 m2). Nach vier bis sechs Wochen ist der Klee eingegangen. Nach dem Entfernen der Plane wird die Fläche mit der Harke aufgeraut und etwas belüftet (geht auch mit dem Vertikutierer), nachgesät und mit EM® gegossen. Die alten Rasenwurzeln sind zum Teil noch intakt und die Gräser können jetzt mit Dünger versorgt durchstarten.

Schimmel, Roste und Pilzkrankheiten

Alle Krankheiten, die an den Gräsern auftreten können oder über Pilze im Boden entstehen, lassen sich auf ungünstige äußere Bedingungen in Kombination mit ungünstigen Bodenbedingungen zurückführen. Gegen die äußeren (Wetter-)Bedingungen kann man wenig ausrichten. Den Boden kann man mit EM®-Produkten aber stärken, damit kräftige Pflanzen wachsen.

Die jährlichen Standard-Rasenpflegemaßnahmen mit EM® unterstützen den Boden und beugen Infektionen der Gräser künftig indirekt vor. Treten partiell Pilzkrankheiten an den Gräsern auf, wird diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Mikroorganismen im Boden und auf der Pflanze sind zum aktuellen Zeitpunkt ganz offenbar nicht in der Lage, sich gegen die Erreger zur Wehr zu setzen

Pilzkrankheiten treten zu unterschiedlichen Jahreszeiten auf. Der Schneeschimmel beispielsweise bei kälteren, feuchten Temperaturen. Mehltau eher bei feuchtwarmen Temperaturen. Ob EM® in der jeweiligen Situation helfen kann, darüber entscheidet in erster Linie die Temperatur. Ab über 10° Celsius Außentemperatur sind gute Ergebnisse sicher. Darunter sollte die EM®-Maßnahme verschoben werden.

Erkrankte Bereiche werden wöchentlich zweimal mit EM® behandelt, und zwar im Wechsel

EM5 Forte verdrängt Pilze und unerwünschte Keime an den Gräsern und verhindert bei regelmäßiger Anwendung eine Neuinfektion der nachwachsenden Blattmasse. Der Garten- und Bodenaktivator „kümmert“ sich in erster Linie um die Mikroorganismen im Boden, stärkt die Wurzeln und den neuen Aufwuchs. Gleichzeitig haften EM®-Mikroorganismen beim Gießen aber auch an den Oberflächen der Pflanzen.

Tipp: Wer eine Krankheit an seinen Gräsern auf der Rasenfläche feststellt, ist gut beraten, den EMIKO® MikroDünger als organischen schnell wirkenden Dünger zu verwenden, der die Mikrobiologie im Boden ergänzt, nährt und somit auch eine Langzeitwirkung hat. Der MikroDünger mit seinem hohen Kaliumanteil verbessert die Standfestigkeit der Gräser. Er stärkt die Zellwände und macht sie somit auch widerstandsfähiger gegenüber Erregern.

Natürliche Balance der Pflanzen im Rasen durch EM®

Eine biologische Rasenpflege mit EM®-Produkten bedeutet, dass niemals nur Gräser auf der Fläche sein werden. Es gibt immer Pflanzen, die sich unter den gegebenen Bedingungen ebenfalls wohl fühlen und neben den Gräsern im Rasen existieren werden. Gelingt es, den Gräsern mit der üblichen EM®-Rasenpflege und den genannten Tipps zur Problembehebung gute Wachstumsbedingungen zu schaffen, dann werden sich Unkräuter aber nicht übermäßig vermehren und die Gräser verdrängen.

Fazit

Moos, zu viel Klee, Pilzkrankheiten und Schimmel im Rasen können ursächlich weitgehend auf ungünstige Bodenfaktoren zurückgeführt werden. Mit effektiven Mikroorganismen, Mineralien und organischer Substanz in den verschiedenen EM®-Gartenprodukten lässt sich eine langfristige und biologische Rasenpflege realisieren, die den Boden aktiviert und Gräsern einen Wachstums- und Entwicklungsvorteil verschafft. Darüber hinaus werden die EM®-Produkte in sichtbaren Problembereichen der Rasenfläche in höherer Dosierung oder mit weiteren Maßnahmen kombiniert angewendet. Die Bodenbedingungen können das Gras so besser vor Erregern schützen und ihm gegenüber anderen Pflanzen einen Wachstumsvorteil verschaffen.


Lebewesen im Teich profitieren von EM®-Behandlungen

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Die positiven Auswirkungen der EM®-Teichpflegeprodukte auf die Wasserqualität wirken sich auch auf alle Lebewesen im Teich aus – und das geht schon unmittelbar nach der ersten Behandlung los. Pflanzen und Tiere profitieren von der verbesserten Wasserqualität und auf- statt abbauenden Prozessen im Teich. Welche Mechanismen es sind, die für das lebendige Treiben im EM®-Teich sorgen, und wie sich die regenerativen Kräfte der EM® im Einzelnen auf Pflanzen- und Tierwelt auswirken, erklären wir in diesem Beitrag.

Mehr Sauerstoff im Wasser

Bei Teichproblemen – egal welche Ursache sie haben – kommt es immer zu einer Überforderung der vorhandenen positiven Mikroorganismen. Sie können das natürliche Gleichgewicht nicht mehr aufrechterhalten. Es entwickeln sich degenerative Prozesse, die den vorhandenen Sauerstoff im Wasser zunehmend verbrauchen.

Praxisversuche mit entsprechenden Messungen zeigen immer wieder, dass, beginnend mit der ersten EM®-Behandlung eines Gewässers, der Sauerstoffgehalt im Wasser wieder steigt. Das kommt allen Tieren, aber auch den Pflanzen zugute, denn mehr Sauerstoff ist geleichbedeutend mit dem Beginn einer Neuordnung mikrobieller Prozesse. Es entstehen weniger aggressive Fäulnisprodukte die den Pflanzen schaden. Nicht nur durch die EM® allein, auch durch die Pflanzen im Teich kann wieder mehr Sauerstoff produziert werden.

Fische und andere Tiere fühlen sich sichtbar wohler und durch Sauerstoffmangel verursachter Stress nimmt ab.

Abbau von zu vielen Nährstoffen

Zu viele Nährstoffe gelangen z. B. durch organisches Material oder zu gut gemeinte Fischfütterung in das Teichwasser. Sie fördern das Algenwachstum und „heizen“ damit das Aufkommen organischen Materials im Teich noch an. Das kann durch die vorhandenen Mikroorganismen im Teich gar nicht so schnell abgebaut werden, ohne Fäulnis und einen sinkenden Sauerstoffgehalt zu verursachen.

Effektive Mikroorganismen bauen überschüssige Nährstoffe ab – insbesondere Phosphat – und helfen so, ein moderates und vitales Wachstum der gewünschten Teichpflanzen zu unterstützen. Bei regelmäßigem EM®-Einsatz, und unter Berücksichtigung aller empfohlenen manuellen Teichpflegemaßnahmen, entwickeln sich pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Nitrit- und Nitratgehalt, Kupferwert und Ammonium- und Ammoniak-Wert im Teichwasser in die Optimalbereiche.

Mehr Licht durch weniger Algen, Schwebstoffe und Wasserlinsen (Entengrütze)

Zu nährstoffreiche Teiche oder Gewässer trüben nicht nur sichtbar ein, es gelangt auch immer weniger Licht in das Wasser, auf den Teichgrund und an die unterschiedlich tiefen Uferbereiche. Pflanzen, die sich zuvor am Standort wohl gefühlt haben, gehen durch Lichtmangel ein und müssen abgebaut werden. Das faulende Sediment wird immer dicker.

Insbesondere Wasserlinsen, so schön sie in Maßen sein mögen, können die Wasseroberfläche durch ihre schnelle Vermehrung komplett abdecken und alles unter ihnen in Dunkelheit versetzen. Nicht nur den Pflanzen, auch den Tieren im Teich fehlt das nötige Licht zum Überleben.

Auch in diesem Fall helfen die EM® zur Klärung des Wassers beizutragen: durch Nährstoffabbau im Wasserkörper und den fäulnisfreien Abbau organischer Substanz am Teichgrund (die Nährstoffe werden im Sediment gebunden). Es gelangt wieder ausreichend Licht in alle Bereiche des Teiches und Pflanzen und Tiere können sich wieder entwickeln.

Pathogene Keime werden an der Vermehrung gehindert

Wer Fische hat und darunter auch wertvolle Tiere wie Kois sein Eigen nennt, muss darauf achten, dass sich im Wasser weder Krankheitserreger noch Parasiten übermäßig vermehren können. Degenerative Prozesse wie Fäulnis im Sediment, schlechte Wasserwerte, zu wenig Licht und Sauerstoff schwächen die Mikrobiologie im Teich und geben Erregern einen Entwicklungsvorteil. Durch ungünstige Bedingungen im Teich ohnehin geschwächte Tiere sind entsprechend anfälliger.

EM® sind dafür bekannt, dass sie negative Keime nach dem Dominanzprinzip verdrängen und an der Vermehrung hindern. Dadurch, und durch fehlende Fäulnis im EM®-Teich, werden die Tiere keinen schädlichen Abbauprodukten mehr ausgesetzt, die ihren Organismus schwächen. Das reduziert Stress und verbessert das gesamte Wohlbefinden aller Tiere und Pflanzen im und am Teich.

Keine Fäulnis im Sediment

EM® sorgen dafür, dass Nährstoffe im Sediment gehalten werden und nicht durch Fäulnis und die Entstehung von Faulgasen wieder in den Wasserkörper abgegeben werden. Sogar dicke Sedimente werden durch EM® (Bokashi Balls!) nach und nach abgebaut und eine moderate und natürliche Sedimentschicht bleibt zurück.

Ein Sediment, in dem es nicht fault, ist die beste Grundlage für alle wurzelnden Wasserpflanzen und die Voraussetzung für gutes Anwurzeln frisch gesetzter Pflanzen. Das Fehlen von abbauenden Prozessen fördert mit der Wurzelentwicklung die gesamte Widerstandskraft der Pflanzen.

Gut entwickelte, gesunde Wasserpflanzen stehen in Nährstoffkonkurrenz zu Algen und hemmen somit indirekt deren Entwicklung und ein Nährstoffüberangebot im Teich.

„Gutes Wasserklima“ durch EM-X® Keramik

Für das „gute Wasserklima“ sorgen die lebenden effektiven Mikroorganismen, aber in geballter Form auch die EM-X® Keramik, in der die positiven Schwingungen* der EM® gespeichert sind. Im dichten Medium Wasser können diese Schwingungen sehr gut abgegeben und weitergeleitet werden.

Die EM-X® Keramikprodukte wirken auf die Wassermoleküle, verkleinern sie und machen das Wasser weicher, was man an der geringeren Oberflächenspannung bemerken kann. Fische, andere Teichlebewesen und Wasserpflanzen mögen das weiche Wasser, das ihr Wohlbefinden verbessert.
Zudem fühlen sich die lebenden EM® in diesem Wasser wohler und die Wirksamkeit der EM®-Teichpflegeprodukte wird verbessert.

Weiterführende Informationen zur Teichpflege mit EM®

Alle genannten Vorteile auf die Pflanzen und Tiere im Teich ergeben sich durch eine stetige Teichpflege und den regelmäßigen Einsatz der biologischen EM®-Produkte EMIKO® Bio Teichpflege, EMIKO® Bio Teichpflege PLUS und den EMIKO® Bokashi Balls. Anwendungsempfehlungen zu den drei Teichpflege-Produkten erhalten Sie jeweils in der verlinkten Produktbeschreibung oder in unserem Download-Bereich, wo wir die Tabelle „EMIKO® Teichpflege Serie: Wann wird welches Produkt eingesetzt?“ als PDF bereithalten. Weitere Tipps zum Einsatz und der Pflege von EM®-Teichen können Sie in unseren folgenden Beiträgen nachlesen:

Fazit

Tiere und Pflanzen profitieren im EM®-Teich von höheren Sauerstoffgehalten im Wasser und – mit verhinderten Fäulnisprozessen einhergehend – weniger (Zell-)aggressiven Abbauprodukten wie Ammonium, Nitrat oder Nitrit. Durch die EM® abgebauten Nährstoffgehalte im Wasserkörper reguliert sich das Algenwachstum und der Anteil von Phytoplankton. Das Wasser ist klarer und es kann ausreichend lebenswichtiges Licht für alle angesiedelten Tiere und Pflanzen durch das Wasser und in den Teich dringen.
Negative Keime werden durch die EM® an der Vermehrung gehindert und zuvor geschwächte Tiere erlangen durch EM®-beeinflusste Rahmenbedingungen ihre Vitalität zurück.
EM® helfen natürliche Kreisläufe im künstlich angelegten Teich zu schließen und aufrecht zu erhalten.

*Jede Zelle gibt eine energetische Information an ihre Umwelt ab. Positive Mikroorganismen geben positive Schwingungen ab. Weil der Ton für die EM-X® Keramik mit EM® fermentiert wurde, leben im Ton unzählbar viele gute Mikroorganismen mit ihren guten Schwingungen. Diese Schwingungen gehen beim Brennen des Tons zu Keramik nicht verloren, sind in der EM-X® Keramik gespeichert und werden von dort wieder an die Umwelt bzw. ein Medium abgegeben.


EM®-Pflege für Rasen

       Garten, Boden & Pflanzen, Haus & Garten        
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Die Rasenpflege ist unter Gartenbesitzern schon fast eine Glaubensfrage. Der eine vertikutiert jedes Jahr, der andere schwört auf seinen Dünger und der nächste ist von Frühjahr bis Herbst überzeugter Klee-Bekämpfer. Wir sind uns sicher: Die perfekte Mischung aus Bodenverbesserung mit EM®, organischer Düngung und regelmäßigem Schnitt macht unterm Strich wenig Arbeit und bringt dauerhaft die größte Freude an robustem, wüchsigem Rasen ohne viel Moos, lückige Stellen, Pilzbefall oder Nährstoffmangel. EM® packt die meisten Rasen-Probleme nämlich im wahrsten Sinne an der Wurzel – wir erklären, wie’s geht mit der EM®-Rasenpflege im Garten.

Die Mähtechnik entscheidet über die Art und Häufigkeit der Düngung

Mulchen bedeutet, dass mit dem Schnittgut ein Großteil der Nährstoffe auf der Rasenfläche bleiben und durch Düngung nicht händisch und zuweilen auch teuer wieder zugeführt werden müssen. Nach dem Mulchen ziehen Regenwürmer die abgemähten Gräser in die Erde, das organische Material regt das gesamte Bodenleben an, das Material wird zersetzt, wieder in nutzbare Nährstoffe umgewandelt und gleichzeitig wird wertvoller Humus aufgebaut.
Die Düngung kann bei gemulchten Flächen im Frühjahr sparsamer erfolgen und wird nur bei Bedarf im Juni/Juli wiederholt.

Mähen, das Schnittgut dabei auffangen und dann entsorgen entzieht dem Boden deutlich mehr Nährstoffe, die nachgedüngt werden müssen. Weil wenig organisches Material in den Boden kommt, sind solche Rasenflächen mikrobiell und hinsichtlich der Menge an Bodenlebewesen schlechter ausgestattet als Mulch-Rasenflächen. Wer bei gemähtem Rasen nicht aufpasst und organisch düngt, läuft Gefahr, dass vorhandener Humus abgebaut wird.
Die Pflege eines solchen Rasens ist aufwändiger und bedarf auch intensiverer Düngemaßnahmen.

Wer mehr dazu lesen möchte: Im Beitrag „Rasenpflege: Mähen oder mulchen?“ haben wir uns mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Mähtechnik auseinandergesetzt.

Rasen organisch oder mineralisch düngen?

Die grundsätzlichen Vor- und Nachteile mineralischer und organischer Dünger haben wir im Beitrag „Mineralisch oder organisch düngen?“ zusammengefasst – demnach überwiegen die Vorteile organischer Dünger. Was aber gilt für den Rasen? Mineraldünger sind hier immer noch Standard und eine organische Düngung z. B. mit Kompost erscheint erstmal ungeeignet.

Organische Dünger punkten aber auch auf Rasenflächen mit deutlichen Vorteilen:

  • Weil organische Dünger die Nährstoffe kontinuierlich freigeben, werden die Gräser über einen längeren Zeitpunkt versorgt und wachsen nicht zu schnell.
  • Organische Dünger versorgen nicht nur die Pflanzen mit Nährstoffen, sie „füttern“ in erster Instanz das Bodenleben und unterstützen somit den natürlichen Nährstoffkreislauf.
  • Sie verbessern den Zustand des Bodens und wirken so indirekt gegen Moos, verfilzten oder lückigen Rasen.

Anders sieht es bei einem mineralischen Dünger aus, dessen Nährstoffe schnell verfügbar sind, für ein sehr schnelles und starkes Wachstum sorgen und der Auswaschungsgefahr unterliegen. Ihre Vorteile sind nur, dass sie günstig sind und sich gut verteilen lassen.

Unsere Empfehlung: Wer umweltbewusst gärtnern möchte, sollte auf reine Mineraldünger verzichten. Besser sind zur guten Ausbringung aufbereitete, organische Festdünger bzw. organische Flüssigdünger.

Rasen-Frühjahrsbehandlung mit EM®

gemähter Rasen (Schnittgut wird entfernt):
Pro 100 m2 werden 10 Liter EMIKO® Bokashi Schwarzerde (ein Beutel) und 10 kg EMIKO® UrgesteinsMehl (zwei Eimer) ausgestreut.
Gut zu wissen: Das Schwarzerde-Bokashi sollte insbesondere für Rasenflächen verwendet werden, von denen das Schnittgut entfernt wird. Es bringt neben dem organischen, EM®-fermentierten Material auch Bio-Holzkohle in den Boden, in der sich die EM® und vorhandene Boden-Mikroorganismen sehr gut ansiedeln. Das Bokashi hat demnach stark bodenverbessernde Eigenschaften und regt eine schwache und zahlenmäßig geringe Mikrobiologie an.
Das UrgesteinsMehl reichert den Boden ebenfalls mit EM® an, liefert Mineralien für den Rasen, reguliert den pH-Wert des Bodens und fördert durch seine Feinstvermahlung ebenfalls die Mikrobiologie.

Alternativ zum Bokashi Schwarzerde kann ein Liter EMIKO® MikroDünger zusammen mit 50 Litern Wasser ausgebracht werden. Um einen ähnlichen Effekt zu erzielen wie durch das Bokashi Schwarzerde, sollte VOR der Flüssigdüngung Pflanzenkohle (in gut sortierten Gartenfachmärkten und im Internet erhältlich) ausgestreut werden.

gemulchter Rasen (Schnittgut bleibt auf der Fläche):
Die Frühjahrsbehandlung für gemulchten Rasen besteht aus 500 ml EMIKO® MikroDünger zusammen mit 50 Litern Wasser und ebenfalls 10 kg EMIKO® UrgesteinsMehl (zwei Eimer) pro 100 m2 .
Unabhängig von der Mähtechnik können pro Jahr 500 g EM Super Cera C® Pulver pro 100 m2 ausgebracht werden und das gesamte Bodenleben durch die positiven EM®-Schwingungen unterstützen.

Die regelmäßige EM®-Rasenbehandlung während der Vegetationszeit

Die regelmäßige EM®-Behandlung des Rasens

  • unterstützt die Mikroorganismen im Boden,
  • verbessert die Rotte organischen Materials (Rasenschnitt bei gemulchtem Rasen, organischer Dünger bei gemähtem Rasen),
  • optimiert die Lebensbedingungen für alle Bodenlebewesen und
  • sorgt für eine gute Nährstoffversorgung der Gräser.

Der gemulchte Rasen wird alle vier bis sechs Wochen (je nach Bodenqualität) mit zwei Litern EMIKO® Garten- und Bodenaktivator zusammen mit 100 Litern Wasser pro 100 m2 gegossen oder besprüht.
Eine Düngung mit 500 ml EMIKO® MikroDünger pro 100 m2, die zusammen mit 50 Litern Wasser ausgebracht werden, erfolgt nur bei Bedarf im Juni/Juli.

Findige EM®-Anwender haben sich auf ihren Rasenmäher eine Sprühvorrichtung gebaut, die den Rasen vor jedem Mulchen sehr fein mit einer dünnen EM®-Lösung besprüht (10 ml EMIKO® Garten- und Bodenaktivator auf 100 m2, gemischt mit Wasser, genügen). Das gemähte Pflanzenmaterial wird so direkt mit EM® besiedelt, für die Bodenbewohner attraktiver, schneller umgesetzt und steht als natürlicher Dünger wieder zur Verfügung. Derart regelmäßig mit EM® gepflegte Rasenflächen brauchen im Jahresverlauf (außer der Frühjahrsmaßnahme) in der Regel keine weitere Düngung oder bodenverbessernde Maßnahmen.

Der gemähte Rasen erhält alle vier Wochen 500 ml Liter EMIKO® MikroDünger pro 100 m2, die zusammen mit 50 Litern Wasser ausgebracht werden.
Ab August wird nicht mehr gedüngt. Im August, September und Oktober erhält der Rasen nochmal eine mikrobielle Unterstützung mit zwei Litern EMIKO® Garten- und Bodenaktivator zusammen mit 100 Litern Wasser,

Tipp: Eine 2%ige Lösung aus EMIKO® Garten- und Bodenaktivator (auch EM·1® oder EMa) mit Wasser lässt sich super mit dem Dosiermischgerät ausbringen. Der Bodenhilfsstoff wird eingefüllt, das Gerät an den Gartenschlauch angeschlossen und los geht’s.

Rasen-Neuansaaten

Neue Rasenflächen sollten im zeitigen Frühjahr oder frühen Herbst angelegt werden. Das spart enorm viel Wasser, denn die frisch angelegten Flächen sollten vier bis sechs Wochen gleichmäßig feucht gehalten werden, damit der Rasen ohne Lücken aufläuft.

Bevor die Rasensamen ausgestreut werden, wird die bereits eingeebnete Fläche mit 200 g EMIKO® UrgesteinsMehl pro m² bestreut. Das UrgesteinsMehl wird leicht eingeharkt, die Rasensamen aufgestreut und die Fläche anschließend gewalzt.
Für die erste Bewässerung werden fünf Liter EMIKO® Garten- und Bodenaktivator zusammen mit 100 Litern Wasser auf 100 m² ausgebracht. Bei sehr trockenen Standorten sollte die Wassermenge verdoppelt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Boden auch aufnahmefähig ist. Droht die Oberfläche mit den Samen abzuschwemmen oder zu verschlämmen, werden im Abstand von ca. acht Stunden zweimal je 2,5 Liter Garten- und Bodenaktivator mit 100 Litern Wasser ausgebracht.

Im weiteren Vegetationsverlauf wird so verfahren, wie im vorangehenden Absatz für den gemähten Rasen empfohlen.

Gemähte Rasenflächen – ein zweites „Leben“ für den Rasenschnitt

Wer seinen Rasenschnitt abräumt, kann ihn mit EM® in einen hochwertigen Dünger verwandeln, im Frühjahr als feinen Dünger wieder auf die Rasenfläche bringen oder anderweitig im Garten nutzen. Wer das vor hat,

  1. sprüht seine trockene Rasenfläche vor dem Mähen fein (z. B. mit dem Drucksprühgerät oder einer handelsüblichen Gartenspritze) mit einer 5%igen EM®-Wasser-Lösung ein.
  2. Anschließend wird gemäht und das Material an einem schattigen Platz im Garten gesammelt.
  3. Der Rasenschnitt wird pro Kubikmeter mit 5 kg EMIKO® UrgesteinsMehl (einem Eimer) und
  4. 30 kg Pflanzenkohle (entspricht 100 Liter) gemischt,
  5. alles gut verdichtet, luftdicht mit einer Plane abgedeckt und mit Sand oder Erde beschwert.

Nach vier bis sechs Wochen Fermentation kann der Haufen aufgedeckt werden und wird der Luft ausgesetzt. Der fermentierte Rasen bleibt an Ort und Stelle liegen bis er vollständig zu krümeliger Komposterde umgesetzt ist, oder kann auf den Kompost umgeschaufelt werden, sollte das für die Lagerung praktischer sein.
Vorteil: Der fermentierte Rasen stinkt nicht!

500 g des selbst hergestellten Düngers werden im zeitigen Frühjahr pro m2 ausgestreut.

Fazit und die Vorteile der EM®-Rasenpflege auf einen Blick:

  • Der Rasen leidet nicht so schnell unter Trockenstress, weil Wasser im aktiven, humusreichen Boden besser gehalten werden kann. Das spart ggf. wertvolles Wasser für eine Bewässerung.
  • Organische Düngung in Verbindung mit EM® nährt nicht nur die Rasengräser, sondern in erster Instanz das Bodenleben. Das ist die „gesunde“ Art der Düngung!
  • EM®-gepflegte Rasenflächen bauen Humus auf, statt ihn nach und nach aufzuzehren, und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.
  • Rasenfilz und Moos verschwinden nach und nach von ganz allein.
  • Unerwünschte Pilze als Erreger von typischen Pilzkrankheiten des Rasens (z. B. Hexenringe, Rotspitzigkeit, Schneeschimmel) werden auf natürliche Weise verdrängt.


Mineralisch oder organisch düngen?

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mineralisch oder organisch duengen

Pflanzen brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe für ihr Wachstum, einen stabilen Stand und die Fähigkeit, sich selbst vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Im Garten müssen wir für die Versorgung der Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen sorgen. Denn hier verhält es sich anders als zum Beispiel im Wald, der sich über das anfallende organische Material „selbst düngt“, sofern der Mensch nicht eingreift. Aber liegt hier bereits die Antwort auf die Frage, ob im Garten besser organisch oder mineralisch gedüngt werden sollte?

Viele Gartenbesitzer wählen inzwischen intuitiv einen natürlichen und somit organischen Dünger, weil sie sich damit besser fühlen. Dieses Gefühl kann mit Fakten untermauert werden, denn ein mineralischer Dünger

  • ist in der Regel ein künstliches Produkt, das industriell hergestellt wird,
  • kann von den Pflanzen nicht komplett aufgenommen werden (insbesondere Nitrat), sickert in tiefere Bodenschichten und belastet Grundwasser, Flüsse, Seen und Meere,
  • trägt zur Veränderung des globalen Stickstoffkreislaufes bei, denn das Nitrat im Mineraldünger wird aus Luftstickstoff hergestellt, und
  • verbraucht durch die energieaufwändige Herstellung unnötig fossile Brennstoffe.

Dennoch erfreuen sich bekannte mineralische Dünger wie Blaukorn, Bittersalz und Kalkstickstoff neben diversen mineralischen Flüssigdüngern großer Beliebtheit.

Organische Dünger werden von Mikroorganismen aufgeschlossen

Zu den bekanntesten organischen Düngern im Hausgarten zählen Kompost und Mist. Im Fachhandel gibt es neben der beliebten Hornspäne diverse feste und flüssige organische Dünger.
Damit die enthaltenen Nährstoffe aus einem organischen Dünger pflanzenverfügbar werden, müssen sie zunächst von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen im Boden aufgeschlossen werden (lesen Sie hierzu auch unseren beliebten Regenwurm-Beitrag). Mineralische Dünger hingegen lösen sich durch den Kontakt mit Wasser auf bzw. werden als Flüssigdünger gegossen, sickern in den Boden und sind direkt pflanzenverfügbar.

Sind dem organischen Dünger EM® zugesetzt (z. B. bei MikroDünger oder den Bokashis – organisch, pflanzlich oder Schwarzerde), liefert er direkte Unterstützung für die vorhandenen Boden-Mikroorganismen. Dadurch sind die Nährstoffe dieser Dünger etwas schneller pflanzenverfügbar als bei Düngern ohne helfende Mikroorganismen.
Selbst hergestellter EM®-Kompost enthält ebenfalls viele effektive Mikroorganismen und ist ein wertvoller organischer Dünger. Im Beitrag „EM für den Kompost“ lesen Sie über die Vorteile und die Herstellung von EM®-Kompost.

MikroDünger vereint die Vorteile organischer und mineralischer Dünger

Wer eine schnelle Düngewirkung für seine Pflanzen braucht, auf eine langfristige Versorgung aber nicht verzichten möchte, der erhält im Fachhandel Kombinations-Produkte aus organischen und mineralischen Bestandteilen.
Eine rein organische Alternative zu den handelsüblichen Kombinations-Produkten bietet der EMIKO® MikroDünger. Durch

  • schnell verfügbare Nährstoffe für eine direkte Düngewirkung,
  • weitere Nährstoffe, die langsam mineralisiert werden und
  • die enthaltenen original EM®

ist er ein einzigartiger Natur-Dünger mit bodenverbessernden Eigenschaften für jeden Garten. MikroDünger vereint die Vorteile organischer und mineralischer Dünger und „füttert“ und ergänzt gleichzeitig die vorhandenen Mikroorganismen im Boden.

Welche Vor- und Nachteile haben organische bzw. mineralische Dünger?

Organische Dünger haben die Vorteile, dass sie

  • für eine langanhaltende Düngewirkung sorgen,
  • die Bodenfruchtbarkeit verbessern und Humus aufbauen,
  • das Wasserhaltevermögen des Bodens steigern,
  • auch die Bodenorganismen ernähren,
  • neben den Hauptnährstoffen viele Vitamine, Spurenelemente und Wirkstoffe enthalten und
  • besonders pflanzenverträglich sind.

Mögliche Nachteile organischer Dünger sind, dass

  • die Düngewirkung je nach Bodentemperatur sehr langsam oder spät einsetzt und
  • Nährstoffe zu unterschiedlichen Zeiten verfügbar werden können.

Mineralische Dünger haben die Vorteile, dass sie

  • einen akuten Mangel schnell ausgleichen können,
  • gezielt bei bekannten Defiziten eingesetzt werden können (z. B. Magnesiummangel bei Nadelgehölzen),
  • in der Regel einfach in der Ausbringung und Dosierung sind,
  • günstig und
  • lange haltbar sind.

Mögliche Nachteile mineralischer Dünger sind, dass

  • die schnelle Nährstoffverfügbarkeit zu einer Überdüngung führen kann, die Pflanzen und Boden schadet,
  • sie nur eine sehr kurze Wirkungsdauer haben und dann nachgedüngt werden muss,
  • die Versorgung mit Nährstoffen sehr einseitig ist und
  • bei langfristigem Einsatz das Bodenleben verarmt und Humus abgebaut wird.

Nachteile mineralischer Dünger durch EM® mindern

Wer auf die gelegentliche Gabe mineralischer Dünger nicht verzichten möchte, kann deren Nachteile, wie eine mögliche Nährstoffauswaschung oder ein zunehmend verarmtes Bodenleben, durch den regelmäßigen Einsatz effektiver Mikroorganismen ausgleichen.
Stets zu beachten ist jedoch, dass der Ausgleich nur funktionieren kann, wenn ausreichend organische Substanz im Boden ist, die den Mikroorganismen als Futter dient, den Humusaufbau und mit ihm die Nährstoffspeicherung ermöglicht.

Organische Substanz liefern z. B. Kompost, Mist oder Mulche, rein effektive Mikroorgansimen das Produkt EMIKO® Garten- und Bodenaktivator und EM® in Kombination mit organischer Düngung der flüssige EMIKO® MikroDünger oder die schrotartig feuchten Bokashis in den Sorten organisch, pflanzlich oder Schwarzerde.

Fazit – besser organisch düngen

Verwendet man organische Düngemittel, nutzt man nur die Nährstoffe, die ohnehin im Nährstoffkreislauf vorhanden sind. Sie sind also nicht nur besser für die Umwelt, sie sind auch nachhaltiger als mineralische Dünger. Die Kombination aus organischem Dünger und effektiven Mikroorganismen ist die beste Möglichkeit zu düngen, in kürzester Zeit Humus aufzubauen und die Bodenstruktur zu verbessern. Wird dauerhaft organisch gedüngt (Bokashi, EM®-Kompost oder MikroDünger), kommt es allenfalls im Frühjahr zu Nährstoffengpässen, weil der Boden noch kalt ist und die Mikroorganismen nicht schnell genug Nährstoffe aus organischem Material mineralisieren können. Dieser Engpass kann mit MikroDünger jedoch ausgeglichen werden.


Pferde: Weidepflege mit EM®

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Pferdeweide pflegen

Verdichteter Boden, eine geschädigte Grasnarbe, Geilstellen mit Brennnesseln und typische Unkräuter wie Ampfer oder Hahnenfuß sind die Regel auf Pferdeweiden. Zu viele Pferde pro Hektar oder ungünstige Weidezeiten zählen zu den möglichen Ursachen. Gutes, kräuterreiches Futter finden Pferde auf solchen Weiden kaum noch, deren hauptsächlich verwertbarer Aufwuchs aus wenigen Gräserarten besteht. Effektive Mikroorganismen können dazu beitragen, Weiden auf natürliche Weise zu regenerieren.

Artenreich, mit einer Fülle verschiedener Pflanzenarten, so sahen Weiden noch bis vor ca. 50 Jahren aus. Die Pensionspferdehaltung und mit ihr die Anforderung viele Tiere auf einer kleinen Fläche zumindest stundenweise zu ernähren, führte zunehmend zu einer einseitigen Zusammensetzung der Pflanzen.
Weitestgehend besteht der Aufwuchs aus wenigen Gräsern wie dem Weidelgras. Kräuter verschwinden nach und nach. Auf Flächen, die zur Heu- oder Silagegewinnung bestimmt sind, sind sie aufgrund der hohen Bröckelverluste nicht einmal erwünscht.

Stellt die Weide in den Sommermonaten die Haupternährungsgrundlage dar, sind gesundheitliche Probleme aufgrund der einseitigen Versorgung, hoher Fruktan- und Endophytengehalte nicht auszuschließen. Mehr über die Problematik der Endophyten erfahren Sie im Beitrag „Endophyten im Weidegras“.

Warum verschwinden die Kräuter?

Auf einer artenreichen Wiese mit Gräsern und Kräutern leben die Pflanzen untereinander in Abhängigkeit. Das ein bis zweimalige Mähen oder Abweiden pro Jahr sichert diese Symbiose. Für ihren Fortbestand sind Kräuter darauf angewiesen, zu blühen und Samen zu bilden. Bei häufiger Mahd oder Dauerbeweidung haben viele Pflanzen jedoch keine Möglichkeit, zur Blüte und Aussaat zu kommen. Sie verschwinden innerhalb weniger Jahre.

Gräser hingegen brauchen nicht zwingend ihre Samen, um an einem Standort weiter leben zu können. Sie regenerieren sich aus der Wurzel heraus und können sich durch Wurzelausläufer sogar vermehren.

Bei Neuansaaten oder Nachsaaten mit hohen Käuteranteilen, die für Pferdeweiden angeboten und gerne verwendet werden, haben die Kräuter langfristig keine Chance. Sofern gewünscht, kann ein „Kräuterstreifen“ am Rand der Weide für abwechslungsreiches Futter sorgen und ist unterm Strich deutlich günstiger. Nähere Informationen zu solch einem „Kräuterstreifen“ finden sie auch weiter unten im Beitrag.

Robuste und artenreiche Wiesen mit EM®

Durch den Einsatz von EM® verbessern sich die Lebensbedingungen aller Pflanzen. Es entstehen weniger „Nischen“, in denen sich nur spezialisierte Pflanzen wohlfühlen. Die Voraussetzungen für einen artenreichen Aufwuchs werden gelegt.

Egal ob lehmig oder sandig, effektive Mikroorganismen verbessern alle Arten von Böden. Sie ergänzen die bereits im Boden befindlichen Mikroorganismen und aktivieren insgesamt das Bodenleben. Die Nährstoffversorgung aller Pflanzen wird verbessert und Bodenverdichtungen werden vermieden bzw. langfristig aufgelöst. Die Durchlüftung des Bodens und sein Wasserhaltevermögen verbessern sich. Gleichzeitig erhöht sich die Trittfestigkeit des Bodens und die Neigung zu Staunässe nimmt ab.

Dauer und Art der EM®-Anwendung auf der Weide

Je nach Zustand des Bodens kann es bis zu vier Jahre dauern, bis deutliche Erfolge der Anwendung erkennbar werden. Zwar mag das zunächst entmutigend klingen, doch die Biologie eines Bodens zu verbessern, ist ein langwieriger aber lohnender Aufwand.

Für die EM®-Anwendung auf der Weide kommen für kleine Bereiche und die private Nutzung der EMIKO® Garten- und Bodenaktivator oder selbst vermehrtes EMa (je nach Qualität muss die Aufwandmenge bis zu doppelt so hoch sein!) in Frage. EM·1® wird aus Kostengründen selten verwendet.
Für die gewerbliche Pferdehaltung und landwirtschaftliche Betriebe kommt EMIKO® SoilCare (verlinkt auf die EMIKO® Agrar-Seite) als Produkt für den großflächigen Einsatz in Frage.
Alle genannten Produkte zählen zu den Bodenhilfsstoffen und werden wie folgt angewendet:

Im ersten Jahr werden zu Beginn und etwa zur Mitte der Vegetation pro Hektar 150 l EMIKO® Bodenhilfsstoff mit mindestens 450 l Wasser pro ha ausgebracht. An problematischen Standorten sollte diese Menge auch im Folgejahr noch verwendet werden.

In den Folgejahren werden zu Beginn und etwa zur Mitte der Vegetation 50 l EMIKO® Bodenhilfsstoff mit mindestens 150 l Wasser pro ha ausgebracht.

Die Empfehlungen gelten für Flächen, die in erster Linie mineralisch gedüngt werden. Auf der EMIKO® Agrar haben wir einen Beitrag zur Grünlandpflege mit EM® gepostet, der weitere nützliche Infos enthält.

Hinweis zur Unkrautbekämpfung: Der Einsatz von EM® schließt eine chemische Unkrautbekämpfung nicht zwingend aus. Ist die Fläche von hartnäckigen Unkräutern besiedelt, die, in größeren Mengen aufgenommen, vielleicht sogar schädlich sein können (z. B. Hahnenfuß), macht es Sinn, zunächst eine gezielte Unkrautbekämpfung vorzunehmen. Lücken im Bestand müssen entsprechend nachgesät werden.
Bei sehr starker Verunkrautung ist über den Umbruch der Fläche nachzudenken. Kosten und Nutzen sind hier abzuwägen, Beratung bieten zum Beispiel die Landwirtschaftskammern an.
Bei kleinen Flächen und wenig Unkraut genügt meist das Ausreißen oder Ausstechen dieser Pflanzen vor der Samenreife.

Organisches Material ist „Futter“ für das Bodenleben

Von entscheidender Bedeutung für ein aktives Bodenleben sind nicht die Mikroorganismen allein, denn sie brauchen „Futter“ in Form von organischem Material, das sie zu pflanzenverfügbaren Nährstoffen umwandeln. Zwei mögliche Maßnahmen für die private Pferdehaltung mit wenigen Pferden:

  1. Pferdemist-Bokashi oder Kompost aus Pferdemist wird im Herbst auf die Weide ausgebracht und liefert ausreichend organisches Material für die nächste Saison (siehe auch den Beitrag „Bokashi oder Kompost aus Pferdemist“).
  2. Die organische Substanz wird ab Frühjahr in flüssiger Form mittels EMIKO® MikroDünger ausgebracht. Da dieser weniger „Organik“ in den Boden bringt als Mist, wird er mindestens dreimal bis einschließlich Juli ausgebracht. Die Gaben Garten- und Bodenaktivator bzw. EMa können entsprechend reduziert werden, denn im MikroDünger sind ausreichend EM® enthalten.

Traditionell werden Weiden mineralisch gedüngt, was zu starken Nährstoffauswaschungen führen kann, wenn das Bodenleben nicht intakt und wenig Humus da ist. In den ersten Jahren sollte also möglichst auf mineralische Dünger verzichtet werden.
Mehr Infos zu mineralischer oder organischer Düngung lesen Sie im Beitrag „Mineralisch oder organisch düngen?

„Kräuterstreifen“ bringt Abwechslung in die Ernährung

EM® bringt langfristig wieder Artenreichtum auf die Weide. Ob es jedoch sehr vielen Kräutern möglich ist, sich wieder anzusiedeln, hängt von der Anzahl der Pferde pro Hektar und der Häufigkeit des Mähens ab.

Zur Versorgung mit Kräutern kann daher auch ein kleiner Streifen am Rand der Weide angelegt werden. Dieser Streifen muss zunächst umgebrochen und mit der Kreiselegge bearbeitet werden. Ausgesät wird eine spezielle Kräutermischung für Pferde, die im Fachhandel oder auch online erhältlich ist.
Wichtig ist, dass die Pferde keinen Zutritt zu dem angelegten Kräuterstreifen haben. „Bedienen“ dürfen sie sich lediglich durch oder über einen Zaun. Der Streifen darf also nicht zu breit sein, damit er für die Pferde auch erreichbar ist. Solch ein Kräuterstreifen wertet die Versorgung auf der Weide erheblich auf, bringt Abwechslung und liefert viele Nähr- und Wirkstoffe.
Gemäht wird er einmal im Jahr.

Grundlegende Maßnahmen der Weidepflege

  • angepasste Besatzstärke (ein bis zwei Pferde pro Hektar, je nach Art der Wiese)
  • bedarfsgerechte Düngung
  • regelmäßig abmähen bzw. ausmähen; am besten Schnitt- und Weidenutzung im Wechsel
  • im Frühjahr Schleppen zum Einebnen von z. B. Maulwurfshügeln, Striegeln zur Belüftung des Bodens
  • kein Weidegang bei aufgeweichter Grasnarbe
  • alle zwei Jahre Bodenprobe durchführen, bei Bedarf kalken (EM® wirkt sich langfristig aber auch positiv auf den Boden-pH-Wert aus!)
  • Kot absammeln, um Geilstellen und Reinfektion mit Würmern zu vermeiden – Mist darf erst gut durchfermentiert als EM®-Kompost bzw. Bokashi auf die Weide

Fazit

Die Weidepflege mit EM®-Produkten ist einfach und wirkt sich langfristig positiv auf die Bodeneigenschaften, das Bodenleben, die Versorgung der Pflanzen und somit den Aufwuchs aus. Wer sich für den EM®-Einsatz entscheidet, sollte langfristig planen und die Anwendung mindestens vier Jahre durchführen, damit die positiven Auswirkungen auf den Boden zum tragen kommen. Auch die regelmäßige Anwendung zweimal im Jahr ist wichtig, um das Milieu im Boden tatsächlich beeinflussen zu können.
Für die private Pferdehaltung mit wenigen Pferden wird meistens der EMIKO® Garten- und Bodenaktivator oder EMa, in der gewerblichen Pferdehaltung EMIKO® SoilCare eingesetzt.


Bäume mit EM® sanieren und pflegen

       Aus der EM-Welt, Garten, Boden & Pflanzen        
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Bäume symbolisieren das Leben, Weisheit und das Reine der Natur. Sie können imposante Erscheinungen sein, den Charme und die Charakteristik eines Ortes ausmachen, und vermitteln uns Ruhe. Aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse geht es den Bäumen vielerorts aber nicht mehr gut. Sie zu fällen ist eine Maßnahme, sie zu sanieren die Bessere – erfolgreich und natürlich mit EM®. Dass es funktioniert, wie das geht und was zu beachten ist, das möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erklären. Wir nehmen den „Tag des Baumes“ (25. April) zum Anlass, um über eine der erfolgversprechendsten EM®-Maßnahmen im Naturschutz zu berichten.

Warum Bäume leiden

Abgase, Chemikalien und andere synthetische Stoffe, die in die Erde gelangen, versiegelte Flächen im Kronenbereich, Wassermangel, niedrige Boden-pH-Werte, zu wenig Bodenleben und zu wenig Nährstoffe sind nur ein kleiner Teil der möglichen Ursachen, warum es so vielen Bäumen schlecht geht. Weil es an Wissen und Geld für eine strategische Sanierung kranker Bäume fehlt, kränkeln die meisten vor sich hin, bis sie schließlich gefällt werden. Nicht selten geht es um alte, imposante Baumriesen, die prägend für ihren Standort und das Umgebungsbild sind.

Auffallend häufig betroffen sind:

  • Bäume an Straßenrändern,
  • Bäume an Rändern intensiv bewirtschafteter Felder,
  • Bäume in Siedlungsstraßen und in bebauten Stadt- und Dorfgebieten.

Bisherige EM®-Projekte zur Baumsanierung – ein Einblick

Seit die EM®-Technologie in Deutschland bekannt wurde, gab und gibt es immer wieder Projekte, in denen EM®-Berater in Eigenregie oder gemeinsam mit Interessierten aus Städten und Gemeinden einzelne Bäume bis zu ganzen Alleen oder Baumgruppen auf öffentlichen Flächen saniert haben. Das EM Journal als Sprachrohr des deutschen EM-Vereins berichtet immer wieder über solch erfolgreiche Baumsanierungen. Drei Beispiele:

Kastanien: 2008 begannen nach Aufruf im EM Journal verschiede Projekte zur Sanierung von Kastanien auf öffentlichen Flächen, die regelmäßig stark durch die Miniermotte geschädigt werden. Die Kastanien wurden und werden über den Boden und die Blätter mit EM® versorgt. Schon im ersten Herbst nach der regelmäßigen Behandlung berichteten die durchführenden Personen, dass die behandelten Kastanien deutlich besser aussahen als unbehandelte Bäume in der Umgebung. Angeregt von den positiven Erfahrungen und Berichten werden die Kastaniensanierungen inzwischen in ganz Deutschland durchgeführt.
Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag zum Kastanienprojekt, das EM®-Berater Hans Gugel durchgeführt hat.

Eichen: Insbesondere in Straßennähe leiden viele Eichen an der dauernden Luft- und Umweltbelastung. In Zusammenarbeit mit EM-Süd, dem zuständigen Bauamt und vielen freiwilligen Helfern wurden 30 Eichen einer Allee in Bayern mit Bokashi-Depots (10 pro Baum) versorgt und mit EMa gegossen. Zur Anlage der Bokashi-Depots wurden auch die Blätter mit EM® besprüht und der Boden gegossen, in der Folge wurden die Bäume noch vier mal mit 1000 l EMa gegossen.

Obstbäume: Eine Streuobstwiese, die nahe des niedersächsischen Ortes Wiefelstede vom Wasserverband zum Gewässerschutz angelegt wurde, kränkelte vor sich hin, Bäume starben ab und fast alle waren sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche war sehr sauer, das Bodenleben sichtbar schlecht (fast keine Regenwürmer). Die Bäume erhielten am Stamm einen „Wundverband“ mit EM®. Im Kronenbereich wurden mit Bokashi Schwarzerde Depots angelegt und die Bäume über drei Jahre mehrmals mit EMa versorgt. Das Projekt unterstützten u. a. der EM e.V., EM®-Berater, Schüler und der Wasserverband.

Sanierung kranker und geschwächter Bäume mit EM®

Einzelne, tiefe Risse und Wunden werden mit einer Baumpaste aus EMIKO® Garten- und Bodenaktivator, EM Super Cera C® Pulver, EMIKO® UrgesteinsMehl und etwas Öl eingestrichen. Die Paste sollte so weit wie möglich in den Riss/die Wunde eingebracht werden. Damit sie besser haftet, hat sich das Beimischen von etwas fertig angerührtem Tapetenkleister (auf reiner Zellulosebasis, ohne chemische Zusätze) bewährt.
Bei noch kleinen Bäumen und insbesondere bei Obstbäumen wird der Stamm komplett mit der Baumpaste eingestrichen.

Mischungsverhältnis für die Baumpaste:

Am Rand des Kronenbereichs werden Bokashi-Depots angelegt. Je nach Größe des Baumes werden die Löcher mit dem Spaten ausgehoben oder mit einem Erdbohrer gebohrt (ca. 30 – 50 cm tief). Kleinere Bäume erhalten alle 50 cm ca. 200 – 250g Bokashi (z. B. Bokashi Schwarzerde), das mit EMIKO® UrgesteinsMehl gemischt wurde (auf einen Beutel Bokashi 1 kg UrgesteinsMehl). Bei größeren Bäumen werden die Löcher jeden Meter gebohrt und entsprechend die doppelte Menge der Bokashi-Urgesteinsmehl-Mischung eingefüllt. Die Löcher werden anschließend wieder mit Erde geschlossen.

Die gesamte Baumscheibe wird nach Anlegen der Depots reichlich mit EMIKO® Garten- und Bodenaktivator und Wasser gegossen: 200 ml + 10 l Wasser pro 10m2; an trockenen Standorten wird die doppelte Menge Wasser genommen.
Das Gießen der gesamten Baumscheibe mit EM® und Wasser wird mindestens viermal im Jahr durchgeführt.

Damit der Boden im Bereich der Baumscheibe künftig ausreichend mit organischem Material versorgt wird, sollte vor dem Gießen mit EM® ein Mulch z. B. aus frischem Rasenschnitt aufgebracht werden, sofern der Bereich um den Baum nicht ohnehin regelmäßig gemulcht wird.

Insbesondere bei Kastanien, zur Stärkung bei Befall mit der Kastanien Miniermotte, sollten auch die Blätter viermal im Jahr mit der EM®-Gießlösung eingesprüht werden. Für alle anderen Bäume, deren Blätter nicht sichtbar mit einem Pilz oder Schädlingen befallen sind, ist diese Maßnahme optional, weil sie auch sehr aufwändig ist.

Weitere Tipps zur Baumsanierung:
Als günstige Alternative zum Garten- und Bodenaktivator kann auch selbst hergestelltes EMa verwendet werden und ist insbesondere von Vorteil, wenn viele Bäume saniert werden sollen.
Sind Teile des Kronenrandes oder der Baumscheibe versiegelt, müssen sich die EM®-Maßnahmen auf die nicht versiegelten Bereiche beschränken. Sofern in die versiegelten Bereiche hinein Bohrungen gemacht werden können, die, anschließend mit Plastikrohren versehen, zumindest eine flüssige EM®-Versorgung ermöglichen, wäre das optimal.

Alle bisher genannten Maßnahmen sollten bei stark geschädigten Bäumen für vier Jahre, bei weniger stark geschädigten Bäumen für zwei Jahre eingeplant werden. Anschließend werden sie wie folgt weiter gepflegt:

Pflege sanierter und gesunder Bäume mit EM®

Bei gesunden Bäumen geht es darum, mögliche Faktoren zu erkennen, die ihre Gesundheit beeinträchtigen können, und gezielte Maßnahmen zu treffen, den Baum zu entlasten (Nährstoffe zuführen, Wasser zuführen, mit EM® das Bodenleben aktivieren und Gifte im Boden abbauen usw.)

Alle Bäume sollten zwei- bis viermal jährlich (je nach Empfindlichkeit und Qualität des Bodens) reichlich mit einer Garten- und Bodenaktivator-Wasser-Mischung gegossen werden.

Darüber hinaus sollten das Bodenleben und die Nährstoffversorgung der Bäume eingeschätzt und ggf. Maßnahmen ergriffen werden.

  • Erhält der Boden im Bereich der Baumscheibe genügend organisches Material durch Mulch und Laub?
    → Nein? Dann alle zwei Jahre Bokashi-Depots anlegen!
  • Wie können Bäume an versiegelten Flächen alternativ mit Nährstoffen (und EM®) versorgt werden?
    → Eine EM®-Gießlösung pro Jahr wird durch EMIKO® MikroDünger mit Wasser ersetzt.
  • Bekommt der Baum ausreichend Wasser?
    → ggf. mit EM-X® Keramik aufgewertetem Wasser gießen

Baumsanierung auf öffentlichen Flächen: über Menschen, Bürokratie und Geld

Auf seinem Grund und Boden kann jeder die eigenen Bäume mit EM®-Produkten sanieren, wie es ihm beliebt. Geht es aber um Bäume auf öffentlichen Flächen, in der Stadt oder Gemeinde, muss die zuständige Behörde oder Institution ihre Zustimmung geben. Nicht selten ist es ein langwieriger Prozess, eine solche Genehmigung zu erhalten, sofern sie überhaupt erteilt wird.

Die EM®-Technologie trifft nicht überall auf offene Ohren – insbesondere, wenn chemische Maßnahmen solchen biologischer Natur vorgezogen werden. Es geht um die Einstellung und Empfehlung eines oder weniger Menschen, die über eine vorgeschlagene EM®-Sanierung entscheiden. Und es geht um Geld: für Produkte und Arbeitsmaterial, für Maschinen, für Menschen, die bei den Sanierungsmaßnahmen helfen.

Eine gute Vorbereitung ist daher die halbe Miete, aber auch eine Menge Arbeit für den- oder diejenigen, die eine Baumsanierung organisieren. Einige hilfreiche Tipps:

  • Sehr gute aber kurze Informationen für den/die Entscheidungsträger über die EM®-Technologie zusammenstellen und beschreiben, welche Maßnahmen im konkreten Fall empfehlenswert sind.
  • Freiwillige Helfer für Sanierungsmaßnahmen suchen; evtl. örtliche Naturschützer, Schulen, rüstige Rentner oder Gartenfreunde ansprechen. Auch die freiwillige Feuerwehr hilft oft gerne bei nötigen Arbeitseinsätzen.
  • Sponsoren suchen, die sich an der Anschaffung von Arbeitsmaterial und EM®-Produkten beteiligen, denn üblicherweise werden vonseiten der Stadt/Gemeinde oder Institutionen zunächst wenig bis keine finanzielle Unterstützung gewährt.
  • Die Presse ansprechen, um die Aktion für Sponsoren und öffentliche Einrichtungen attraktiv(er) zu machen.

Wer Hilfe und Unterstützung bei der Planung und Durchführung einer Sanierung benötigt, setzt sich am besten mit dem EM e.V. in Verbindung. Der Verein unterstützt mit Wissen und vermittelt Kontakte zu „EM®lern“ mit Erfahrung.

Fazit

Die Sanierung von Bäumen mit EM® funktioniert sehr gut und ist auf dem eigenen Grund und Boden problemlos mit den o.g. Maßnahmen durchzuführen. Lediglich auf öffentlichen Flächen ist die Sanierung mit EM® nicht immer einfach. Bürokratische Hindernisse und fehlende finanzielle Mittel stellen oftmals ein Problem dar. Daher möchten wir an dieser Stelle unseren Dank all denjenigen freiwilligen Organisatoren und Helfern aussprechen, die es dennoch möglich machen, Bäume im öffentlichen Raum zu sanieren und zu retten!