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Betriebe im Portrait: Milchviehbetrieb Hanke in Goldelund

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Am 03.02.2017 besuchten wir den Milchviehbetrieb Hans Hermann & Tim Hanke GbR im nördlichen Schleswig-Holstein. Hankes nutzen seit 2005 EM-Produkte und können inzwischen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Jetzt und in Zukunft wollen sie auf EM nicht mehr verzichten. Der EM-Einsatz hat auf ihrem Betrieb vieles verbessert, ließ und lässt sich dadurch nicht nur wirtschaftlich rechtfertigen, sondern bringt entscheidende Verbesserungen mit sich. Wichtig ist, so der Tipp von Familie Hanke, dass der EM-Einsatz auf Jahre ausgerichtet werden sollte, damit der Betrieb auch von den langfristigen Verbesserungen durch EM vollumfänglich profitieren kann.

Lage und Größe des Betriebs

Der Betrieb Hanke gehört zum Ort Goldelund und liegt etwa 30 km südlich der dänischen Grenze.
Zum Betrieb gehören ca. 130 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Jährlich werden auf ca. 50 ha Mais und auf 5 ha Roggen angebaut, der Rest ist Grünland.
Der Betrieb wird von Vater und Sohn im Vollerwerb und 4 Teilzeitkräften bewirtschaftet.

Leistungsdaten der Milchkühe – Betrieb Hanke zählt zu den Besten in SH

Insgesamt halten Hankes 210 Milchkühe plus Nachzucht, was konkret 380 Tiere bedeutet. Die durchschnittliche Jahresleistung pro Kuh liegt derzeit bei 11.000 kg Milch mit 4,2 % Fett und 3,6 % Eiweiß (462 kg Fett, 396 kg Eiweiß).

Die Lebenstagesleistung liegt durchschnittlich bei 16,8 kg Milch und die durchschnittliche Nutzungsdauer der Milchkühe bei ca. 3,5 Laktationen. Das Erstkalbealter liegt bei 25 Monaten. Die Abgangsleistung der Kühe liegt im Durchschnitt bei ca. 40.000 kg Milch.
In dieser Hinsicht gehört der Betrieb laut den statistischen Daten des LKV Schleswig-Holstein e.V. von 2016 zu den 10% der besten Betriebe im Bundesland!

Weitere Infos zum Betriebsablauf

Die Kälber werden in der ersten Lebenswoche mit Kolostrum versorgt und erhalten anschließend eine MAT Tränke (Magermilchpulver mit Elektrolyten halb/halb vermischt). Ab einem Lebensalter von ca. 14 – 21 Tagen werden sie mit max. 10 l /pro Tag über eine reine MAT Tränke versorgt, die über ein Milchtaxi ausgegeben wird.
Die Bullkälber werden nach 14 Tagen verkauft.

Die sehr gute Konstitution der Kühe ist in allen Leistungsgruppen auffällig. 95% kalben in der Bucht ohne Hilfestellung. Es gibt eine sehr geringe Kälberverlustrate (unter 5%) und auch im Nachhinein kaum Abgänge, sodass die Aufzucht allein schon aus diesem Grunde sehr wirtschaftlich verläuft.

Einmal pro Woche kommt der Tierarzt, der die Trächtigkeitskontrollen durchführt und die Färsen begutachtet. Die Klauenpflege wird zweimal im Jahr durchgeführt.

Einsatz von EM-Produkten auf dem Betrieb Hanke

EM ist auf dem Betrieb Hanke schon seit 2005 im Einsatz. Familie Hanke wurde damals durch Kurt Petersen von EM-Nord auf die Möglichkeiten aufmerksam, Produkte mit effektiven Mikroorganismen in der Landwirtschaft einzusetzen.
Der Auslöser, sich näher mit EM zu beschäftigen, waren enorme Durchfall-Probleme im Kälberbereich, die dank gezieltem EM-Einsatz und intensiver und individueller Beratung in den Griff zu bekommen waren.

Um nicht nur symptomatisch bei den Kälbern Erfolge mit EM zu erzielen, sondern auch an anderen Stellen Ursachen abzustellen, die im Bestand / Betrieb bisher nur geringfügige bzw. noch keine offensichtlichen Probleme verursacht hatten, entschieden Hankes, EM zu Optimierung auch an anderen Stellen im Betrieb einzusetzen. Sie berichteten uns von ihren bisherigen Erfahrungen:

Silieren: Unabhängig vom Schnittzeitpunkt oder Witterungseinflüssen nutzen Hankes seit Jahren und für alle Silagen grundsätzlich EMIKO Silan. Es bewirkt eine hohe Stabilität, und das Problem von Erwärmungen der Silage nach dem Öffnen – vor allem im Frühjahr und Sommer – wird unterbunden.
Eine Übersicht aller Vorteile von EMIKO Silan lesen Sie hier.

Fütterung: Durch die Zugabe von EMIKO Silan als Silierzusatzstoff und Mineralstoffen in die Ration konnte die Verdaulichkeit des Futters deutlich gesteigert werden. Offenbar kommt es zu einer besseren Nährstoffausnutzung, die unterm Strich die Futterkosten im Betrieb senken konnte (durch weniger Verluste und gute Qualitäten bei den Silagen und durch bessere Futterverwertung).

Weil EMIKO Silan grundsätzlich genutzt wird, erhalten die Tiere dauerhaft ein EM-Produkt über die Silage. Das  EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel für Nutztiere wird den Kälbern bei Bedarf im Sommer zur Durchfallvorsorge gegeben.

Als noch die männliche Nachzucht gemästet wurde, führten Hankes betriebsintern Fütterungsversuche durch. Sie verglichen die Mastergebnisse bei der Fütterung von Mais- und Grassilage, die entweder mit oder ohne EMIKO Silan fermentiert wurde. Die „EMIKO Silan-Gruppe“ erhielt zeitgleich weniger Kraftfutter.
Das Ergebnis: Die Mastergebnisse waren identisch. Das bedeutet, die Bullen haben durch die „Silan-Silagen“ mit weniger Kraftfuttereinsatz das gleiche Ergebnis erzielt.
Dieses Ergebnis stützt die Erfahrungen, die Hankes auch bei ihren Milchkühen hinsichtlich der besseren Futterverwertung gemacht haben, seit sie konsequent EMIKO Silan einsetzen.

Die Tiere haben auch im Winter zu unserem Besuch ein glattes und vergleichsweise glänzendes Fell.

Gülle: Weil die Rinder durchgängig mit Produkten der EM-Technologie versorgt werden (über die Silage oder bei Bedarf direkt mit EMIKO Bio ErgänzungsFuttermittel), hat sich auch die Gülle positiv verändert: sie ist homogener und bildet keine Schwimmschichten mehr. Dadurch kommt es auch an dieser Stelle zur Kostenreduzierung, weil z. B. die Güllepumpe nicht mehr so oft laufen muss.

Boden: Durch die veränderte Gülle gab es auch positive Auswirkungen auf den Ertrag/ha und die Bodeneigenschaften.

Verhalten der Tiere: Das einzelne Tier sind ruhiger, was sich positiv auf das Verhalten im ganzen Bestand auswirkt. Alle Tiere reagieren auch in stressigen Situationen gelassener.

Fazit

Der Einsatz von EM lohnt sich auf dem Betrieb Hanke durch das Überwiegen der positiven (finanziellen) Auswirkungen in Relation zu den Kosten für die EM-Produkte und deren Anwendung. An einzelnen Stellen konnte/kann sich EM innerhalb weniger Tage bemerkbar machen (z. B. bei den Kälbern mit Durchfall), im gesamten Betriebskreislauf (Boden-Futter-Tiere) wurde der Einsatz nach drei Jahren deutlich spürbar.
Hankes sind sich sicher, dass ein Milchleistungsrückgang immer auf eine schlechte Gras- und daraus resultierende Silagequalität zurückzuführen ist und empfehlen daher, EM im gesamten Betriebskreislauf vorzusehen.

Auch die Wellness darf nicht zu kurz kommen.

Der Melkstand: pikobello.

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